Fraport-Aktie stabil: Lufthansa-Streiks bremsen Wachstum am Flughafen Frankfurt

Der Flughafenbetreiber Fraport verzeichnet am Flughafen Frankfurt leichte Bremsspuren durch die zahlreichen Streiks beim Hauptkunden Lufthansa in den ersten vier Monaten des Jahres.
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Auch die Einstellung des Flugbetriebs von Lufthansa Cityline wirke sich auf den Sommerflugplan aus, sagte Konzernchef Stefan Schulte am Dienstag auf der Hauptversammlung des MDAX-Konzerns in Frankfurt. "Deshalb erwarten wir für Frankfurt über die Hauptreisezeit ein leicht reduziertes Wachstum", sagte er.
Der Iran-Krieg wirke sich bislang nur begrenzt auf den Konzern aus, bekräftigte der CEO frühere Aussagen. Ein Nachfrageanstieg bei Reisen nach Fernost kompensiere teilweise den Einbruch des Passagieraufkommens in Richtung Nahost. Allerdings ließen sich die Folgen eines länger anhaltenden Kriegs mit etwaigen Nachfrageeinbrüchen derzeit nicht seriös einschätzen, sagte er.
Die Passagierzahlen am Flughafen Frankfurt dürften im laufenden Jahr "schon infolge der zahlreichen Streiks bei Lufthansa" eher den unteren Rand der Prognosespanne von rund 65 bis 66 Millionen erreichen. Im Geschäftsjahr 2025 waren 63,2 Millionen Passagiere über das Rhein-Main-Drehkreuz gereist.
Mit Blick auf die Kerosinversorgung sei aktuell nicht mit einer Knappheit an den Konzernflughäfen zu rechnen. "Gleichwohl ist - folgt man manchen Medienberichten - die Versorgungslage nicht überall und unbegrenzt gesichert", so Schulte. "Das kann uns auch in Frankfurt treffen, denn eine Fernstrecke ex FRA wird nur dann abheben, wenn der Flieger auch gesichert zurückkommt. Versprechen kann ich Ihnen, dass wir die Situation sehr eng verfolgen und mit vielen Akteuren im In- und Ausland im engen Austausch stehen - so natürlich auch der Bundesregierung."
Abgesehen davon sei das Unternehmen "wirtschaftlich auf Kurs", so Schulte. "Der Ausblick bleibt also positiv".
Fraport zahlt für das vergangene Jahr erstmals seit sechs Jahren Pause wieder eine Dividende, die sich auf 1,00 Euro je Aktie belaufen und von den Aktionären auf der Hauptversammlung abgesegnet werden soll.
Hessens Finanzminister übernimmt Aufsicht bei Fraport
Hessens Finanzminister Alexander Lorz (CDU) hat den Vorsitz im Aufsichtsrat des Flughafenbetreibers Fraport AG übernommen. Er folgt auf seinen Parteifreund und Amtsvorgänger Michael Boddenberg, der sein Amt nach sechsjähriger Tätigkeit niedergelegt hat.
Zuvor hatten die Aktionäre der Fraport Lorz als Vertreter des Landes Hessen in das Kontrollgremium gewählt. Im Anschluss an die Hauptversammlung wählte dann der neu zusammengesetzte Aufsichtsrat aus seiner Mitte Lorz als neuen Vorsitzenden. Hessen ist der größte Anteilseigner bei dem MDAX-Konzern.
Auch die übrigen Vorschläge des Unternehmens gingen bei den Aktionären glatt durch: Sie stimmten allen Punkten zu, einschließlich der Dividende von 1 Euro pro Aktie.
Die Fraport-Aktie notiert im XETRA-Handel zeitweise 0,07 Prozent tiefer bei 69,55 Euro.
Dow Jones Newswires/dpa-AFX
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