Zahlen vorgelegt

Symrise-Aktie dennoch in Grün: Umsatzrückgang schwächer als prognostiziert

29.04.26 17:24 Uhr

Symrise-Aktie im Fokus: Besserer Jahresauftakt trotz organischem Minus | finanzen.net

Der Duftstoff- und Aromenhersteller Symrise sieht sich nach Umsatzeinbußen zum Jahresstart auf Kurs zu seinen Zielen für 2026.

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Dabei lief es im ersten Quartal besser als noch Anfang März in Aussicht gestellt. Zudem seien die Folgen des Iran-Krieges handhabbar, hieß es vom Unternehmen am Mittwoch im Zuge der Veröffentlichung der Resultate des ersten Quartals. Unsicherheiten bezüglich der Fracht- und Logistikkosten sollen durch Preiserhöhungen aufgefangen werden.

Übernahmen, Zukäufe und Wechselkurseffekte herausgerechnet - also organisch - sank der Umsatz im ersten Quartal im Jahresvergleich um knapp ein halbes Prozent auf 1,25 Milliarden Euro. Das ist besser als von Symrise-Chef Jean-Yves Parisot Anfang März in Aussicht gestellt und als von Analysten im Durchschnitt erwartet.

Der Symrise-Chef führt das auf die Entwicklung etwa im Geschäft mit Zusätzen für Haustiernahrung sowie Düften für Parfüms zurück, während es im Geschäft Sonnenschutzprodukte deutlichere Einbußen gab. Vor allem wegen negativer Wechselkurseffekte fiel der Umsatz nominal allerdings um mehr als 5 Prozent.

Analyst Edward Hockin von der Bank JPMorgan sieht zwar wenig Spielraum für steigende Markterwartungen für 2026, wertete die jüngste Geschäftsentwicklung aber positiv. Sie stärke das Vertrauen in die Jahresziele des Unternehmens.

In den kommenden Monaten soll sich das Wachstum aus eigener Kraft denn schrittweise verbessern: Für das Gesamtjahr peilt Parisot daher weiterhin ein organisches Umsatzplus von zwei bis vier Prozent an nach 4,93 Milliarden Euro im Jahr 2025.

Zur Gewinnentwicklung wird sich der Dax-Konzern, wie üblich, erst wieder zum Halbjahr äußern. Anfang März hatte Parisot für 2026 das Ziel einer Gewinnmarge vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 21,5 bis 22,5 Prozent ausgegeben.

Dabei sollen weiterhin die Kostensenkungen Rückenwind liefern, die Parisot nach seinem Amtsantritt vor zwei Jahren auf den Weg brachte. So wurden bereits 2025 Einsparungen und Effizienzsteigerungen in Summe von 50 Millionen Euro erzielt. In diesem Zuge wird auch das sehr große Produktangebot gestrafft und die Digitalisierung vorangetrieben.

Symrise setzen Bodenbildung fort

Die Symrise-Aktie ist am Mittwoch nach besser als erwartet ausgefallenen Umsätzen auf ein Zweimonatshoch gesprungen. Am späten Nachmittag legte sie im leicht schwächeren Leitindex DAX um 3,5 Prozent auf 76 Euro zu und setzte so ihre seit Dezember 2025 laufende Bodenbildung fort. Das Jahresplus beläuft sich aktuell auf etwas mehr als 10 Prozent.

Im vergangenen Jahr hatte der Aromen- und Duftstoffhersteller wegen einer nachlassenden Kauflaune von Konsumenten gleich zweimal den Umsatzausblick gesenkt und damit die Anleger vergrätzt. Zwischen Anfang Juni bis zum Mehrjahrestief Mitte Dezember 2025 war es um 40 Prozent abwärts gegangen.

Nun lobten Experten die Umsatzentwicklung im ersten Quartal von Symrise wieder. Die Erlöse hätten über der durchschnittlichen Analystenschätzung und auch über der Unternehmensprognose gelegen. Übernahmen, Zukäufe und Wechselkurseffekte herausgerechnet seien sie zudem weniger stark zurückgegangen als befürchtet, schrieb etwa Marcus Dunford-Castro vom Analysehaus Jefferies.

Alex Sloane von Barclays verwies mit Blick auf diese Überraschung auf die Mengenentwicklung: Das Segment Geschmack, Ernährung & Gesundheit (TNH) sei stark gewesen und die Heimtiernahrungssparte normalisiere sich. Das Kernsegment Düfte und kosmetische Wirkstoffe (Scent & Care) sei durch den zweistelligen Rückgang bei UV-Filtern und die Schwäche in der Division Aroma Molecules weiter belastet worden.

Wie bereits am 14. April von der schweizerischen Konkurrentin Givaudan vorgemacht, habe jetzt auch Symrise umsatzseitig positiv überrascht, kommentierte Analystin Georgina Fraser von Goldman Sachs das Zahlenwerk. Investoren blickten zwar noch vorsichtig auf die Fähigkeit von Symrise, die erforderliche Wachstumsdynamik voranzutreiben. Dies sei nötig, um die bekräftigten Jahresziele für Umsatz und Margen zu erreichen. Neue Preisfestlegungen und leichtere Vergleichswerte sollten aber helfen.

HOLZMINDEN (dpa-AFX)

Bildquellen: Symrise

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30.04.2026Symrise BuyUBS AG
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18.05.2026Symrise Equal WeightBarclays Capital
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30.04.2026Symrise HoldJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
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29.04.2026Symrise Equal WeightBarclays Capital
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02.02.2026Symrise UnderperformJefferies & Company Inc.
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