Reederei Hapag-Lloyd rutscht in die roten Zahlen - Aktie dennoch fester

Deutschlands größte Containerreederei Hapag-Lloyd ist auch wegen der Blockade der Straße von Hormus zu Jahresbeginn in die roten Zahlen gerutscht.
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Unwetter und der Fall der Transportpreise trugen ebenfalls zu der rückläufigen Entwicklung bei, wie der Hamburger Konzern mitteilte.
Der Vorstandsvorsitzende der Linienreederei, Rolf Habben Jansen, sprach in einer Stellungnahme von einem volatilen Marktumfeld. Er kündigte an, an einem strikten Kostenmanagement festhalten zu wollen.
Vor Zinsen und Steuern lag der Verlust im ersten Quartal bei 134 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte Hapag-Lloyd noch 463 Millionen Euro verdient. Unter dem Strich machte die Großreederei einen Verlust von 219 Millionen Euro - was einem Rückgang um 665 Millionen Euro entsprach.
Der Umsatz fiel um nahezu 17 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro, was mit dem Fall der Transportpreise bei stagnierenden Transportmengen zusammenhing.
Gegen Ende April saßen wegen der weitgehenden Blockade der Straße von Hormus noch vier Containerschiffe der Reederei im Persischen Golf fest.
Firmenchef Jansen sagte damals, der Iran-Krieg verursache wöchentlich zusätzliche Kosten von rund 50 Millionen US-Dollar (rund 42,8 Millionen Euro). Er begründete das mit gestiegenen Treibstoffpreisen. Auch höhere Versicherungskosten dürften die Reederei anhaltend belasten.
Die seit Beginn des Iran-Kriegs unter Druck stehende Aktie legte am Mittwochnachmittag zuletzt 2,83 Prozent auf 120,10 Euro zu. Damit verringert sich das Minus seit Beginn des Nahost-Konflikts auf acht Prozent.
Da der Großteil der Aktien des Unternehmens, das derzeit mit rund 21 Milliarden Euro bewertet wird, in Händen von Großaktionären wie Klaus Michael Kühne, der chilenischen Reederei CSAV, der Stadt Hamburg, Katar und Saudi-Arabien liegt, ist der Streubesitz sehr gering.
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HAMBURG (dpa-AFX)
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