GEA-Aktie dennoch leichter: Anlagenbauer erfüllt Erwartungen und bestätigt Prognose

GEA hat zum Jahresstart Umsatz, Auftragseingang und Ergebnis gesteigert und die Jahresprognose bestätigt.
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Der Anlagenbauer Gea hat im ersten Quartal in seinen relevanten Branchen eine weiterhin stabile Nachfrage trotz der internationalen Konflikte im Nahen Osten verzeichnet und die Markterwartungen erfüllt. Das profitable Wachstum hat der DAX-Konzern zum Jahresstart fortgesetzt und die Jahresprognose wurde bekräftigt.
In den ersten drei Monaten 2026 erzielte der Konzern einen Auftragseingang von 1,454 Milliarden Euro, was einem Zuwachs von 2,8 Prozent entsprach. Organisch, also ohne Portfolio- und Währungsumrechnungseffekte, lag das Wachstum bei 6,4 Prozent. Gestützt wurde der Auftragseingang erneut vom Basisgeschäft mit Aufträgen unter 1 Millionen Euro sowie von Auftragseingängen zwischen 1 und 5 Millionen Euro. Die Anzahl der Großaufträge (Aufträge über 15 Millionen Euro) mit einem Volumen von insgesamt 73,2 (Vorjahr: 82,6) Millionen Euro belief sich wie im Vorjahresquartal auf drei. Der Umsatz betrug im ersten Quartal 1,273 Milliarden Euro und wuchs entsprechend um 1,2 Prozent. Analysten hatten mit einem Umsatz von 1,271 Milliarden Euro gerechnet. Auf Ebene der Kundenindustrien zeigten laut Gea insbesondere Dairy Farming, Dairy Processing und Pharma einen deutlichen Anstieg, während wesentliche Rückgänge bei Beverage und Chemical verzeichnet wurde.
Das EBITDA vor Restrukturierungaufwand wuchs im Berichtszeitraum um 3,9 Prozent auf 205,9 Millionen Euro, Analysten hatten hier mit 205 Millionen Euro gerechnet. Die EBITDA-Marge vor Restrukturierungsaufwand erhöhte sich von 15,8 Prozent auf 16,2 Prozent. Das Konzernergebnis wurde in den ersten drei Monaten bei leicht geringerer Steuerquote um 5,7 Prozent auf 99,7 Millionen Euro gesteigert.
Für das laufende Jahr rechnet Gea unverändert mit einem organischen Umsatzwachstum zwischen 5,0 bis 7,0 Prozent und eine EBITDA-Marge vor Restrukturierungsaufwand von 16,6 bis 17,2 Prozent.
So reagieren Anleger und Analysten auf die Zahlen
Die GEA-Aktien sind am Montag nach Quartalszahlen deutlich abgerutscht. Experten fanden an den Resultaten des Anlagenbauers wenig auszusetzen, monierten aber die Barmittelentwicklung.
Zuletzt büßten die Titel zuletzt 5,15 Prozent auf 56,20 Euro ein. Damit brachen sie aus der jüngsten Konsolidierungsspanne nach unten aus und waren so günstig zu haben wie seit Mitte Dezember nicht mehr. Für den bisherigen Jahresverlauf steht damit wieder ein Minus zu Buche. Ende Februar waren die Aktien nur knapp unter ihrem Rekordhoch aus dem August geblieben - seitdem zeigt der Trend nach unten.
Operativ habe GEA im Rahmen der Erwartungen abgeschnitten und mit dem organischen Auftragswachstum positiv überrascht, kommentierte Analyst Akash Gupta von der US-Bank JPMorgan den Quartalsbericht. Doch obwohl das Verhältnis von Aufträgen zum Umsatz gut aussehe, falle der Barmittelabfluss deutlich höher aus als vor einem Jahr - es sei die schwächste Entwicklung seit Anfang 2018. Gupta sieht daher nur bei dieser Kennziffer Risiken für die Konsensschätzung.
Auch Rizk Maidi von der US-Bank Jefferies betonte in seiner Reaktion auf die Geschäftszahlen die "recht schwache" Barmittelentwicklung. Er verwies zudem darauf, dass sich die gute Auftragslage und die erwartungsgemäßen Umsätze dem starken Abschneiden der Bereiche Tierhaltungstechnologie und Verfahrenstechnik für flüssige Prozesse verdankten. Die Sparte für industrielle Verarbeitungsanlagen habe hingegen enttäuscht.
DJG/cbr/kla
DOW JONES / dpa-AFX
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