HOCHTIEF-Aktie dennoch tiefer: Konzern steigert operativen Gewinn um 30 Prozent

HOCHTIEF hat im ersten Quartal hohe Zuwächse bei Umsatz, Gewinn und Auftragseingang erzielt.
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Der operative Konzerngewinn stieg um fast 30 Prozent auf 217 Millionen Euro, wie der Baukonzern in Essen mitteilte. Analysten hatten laut einem vom Unternehmen zusammengestellten Konsens mit 208 Millionen Euro gerechnet.
Der nominelle Gewinn ging dagegen um 32 Prozent auf 210 Millionen Euro zurück, nachdem im Vorjahr ein Einmalgewinn in Höhe von 146 Millionen Euro im Zusammenhang mit der Übertragung der Anteile an Flatiron in die neue kombinierte Gesellschaft FlatironDragados gebucht worden war. Der Umsatz kletterte währungsbereinigt um 14 Prozent auf 9,4 Milliarden Euro. Hier hatte der Markt mit 9,421 Milliarden Euro gerechnet.
Die Prognose bestätigte HOCHTIEF und erwartet für 2026 einen operativen Konzerngewinn nach Steuern in der Größenordnung von 950 Millionen bis 1,025 Milliarden Euro.
HOCHTIEF verzeichnete im abgelaufenen Quartal Neuaufträge in der Größenordnung von 15,2 Milliarden Euro - ein Plus von 17,2 Prozent. Die US-Tochter Turner ist am Bau eines Rechenzentrumscampus von Meta beteiligt, HOCHTIEF gehört zu einem Konsortium, das das globale Rolls-Royce Small Modular Reactor Nuklearprogramm realisieren soll. Der Auftragsbestand stieg um gut 9 Milliarden auf einen neuen Rekordwert von 79 Milliarden Euro.
So reagieren Anleger auf die Zahlen
Die Anleger von HOCHTIEF haben am Montag nach Quartalszahlen und Ausblick den starken Lauf der Aktie für Gewinnmitnahmen genutzt. Die Aktien, die in der vergangenen Woche erstmals die 500-Euro-Marke überwunden hatten und bis auf 554 Euro gestiegen waren, verloren via XETRA zuletzt 8,38 Prozent auf 503,00 Euro. Seit Jahresanfang haben sie damit noch immer um die Hälfte zugelegt und zählen im MDAX zu den führenden Werten.Der Baukonzern zeigte dank gut gefüllter Auftragsbücher im Sog des KI-Booms zum Jahresauftakt ein weiteres deutliches Wachstum. Der Umsatz stieg um 5,3 Prozent, der Auftragseingang um gut 17 Prozent. Für den um Sondereffekte bereinigten Konzerngewinn ging es sogar um knapp 30 Prozent hoch.
Im laufenden Jahr rechnet Hochtief dank eines guten Auftragsbestands weiter mit einem bereinigten Nettogewinn von 0,95 bis 1,025 Milliarden Euro. Das wäre ein Plus von 20 bis 30 Prozent. 2025 war die Kennziffer um 26,3 Prozent auf 789,3 Millionen Euro gestiegen.
Experte Graham Hunt vom Analysehaus Jefferies bescheinigte dem Baukonzern einen guten Jahresstart. Der Nettogewinn liege dank der australischen Tochter Turner 4,6 Prozent über der Konsensschätzung. Deren ähnlich starker Auftragseingang deute auf eine weiter anziehende Nachfrage im Sog des Rechenzentren-Booms für Künstliche Intelligenz (KI) hin. Vor diesem Hintergrund wirke das für 2026 weiter angestrebte Gewinnplus des Konzerns von 20 bis 30 Prozent konservativ. Zur zunächst negativen Kursreaktion verwies Hunt auf den starken Lauf der Aktie seit Jahresbeginn.
DJG/rio/mgoDOW JONES / dpa-AFX
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