Nagarro-Aktie rutscht dennoch ab: IT-Dienstleister verdient zu Jahresbeginn mehr - Prognose bestätigt

Der IT-Dienstleister Nagarro hat im ersten Quartal den Umsatz etwas gesteigert und mehr verdient.
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Die Prognose für 2026 bestätigte das Management. An der Börse zeigten sich die Anleger aber vorsichtig.
So reagieren Anleger und Analysten
Die Aktien von Nagarro sind am Freitag nach Geschäftszahlen mit 39,62 Euro auf ein Rekordtief abgesackt. Zuletzt büßten sie am Freitag mit 40,82 Euro noch 6,16 Prozent ein. 2026 haben sich die Papiere des IT-Dienstleisters inzwischen fast halbiert.
Das Analysehaus Jefferies hat die Einstufung für Nagarro nach den Zahlen für das erste Quartal mit einem Kursziel von 69 Euro auf "Buy" belassen. Der schwache Nachfragetrend des Schlussquartals 2025 habe sich fortgesetzt, schrieb Martin Comtesse am Freitag. Kunden hielten sich im unsicheren Konjunkturumfeld abseits von wichtigen KI-Initiativen zurück. Ein Börsianer wies zudem darauf hin, dass die Zahl der Großkunden schrumpfe und die Verbindlichkeiten stiegen.
Umsatz legt zu
Der Umsatz legte zum Jahresauftakt gegenüber dem Vorjahr um 0,5 Prozent auf 248,1 Millionen Euro zu, wie das Unternehmen am Freitag in München mitteilte. Bereinigt um Währungseffekte lag das Wachstum bei 6,5 Prozent. Das um Sonderposten bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg um 3,3 Prozent auf 31,2 Millionen Euro. Die entsprechende operative Marge verbesserte sich von 12,2 auf 12,6 Prozent. Unter dem Strich erhöhte sich der Gewinn um acht Millionen Euro auf 19,2 Millionen.
Für das laufende Jahr peilt das Management auf Basis aktueller Wechselkurse weiter einen Erlös von 1,0 bis 1,06 Milliarden Euro an. Davon sollen 14,5 bis 15,5 Prozent als operatives Ergebnis (bereinigte Ebitda-Marge) hängen bleiben. 2025 wurde hier ein Umsatz von 999 Millionen Euro verbucht bei einer operativen Marge von 13,8 Prozent.
Wie Nagarro im März mitteilte, sieht sich das Unternehmen nach einer unabhängigen Untersuchung von früheren Vorwürfen entlastet. Keine der Behauptungen aus früheren Medienberichten oder Kommentaren von Leerverkäufern habe sich als begründet erwiesen, hieß es in der Mitteilung. "Die Schlussfolgerungen sind eindeutig: Es wurden weder Fehlverhalten noch Betrug festgestellt", sagte Aufsichtsratschef Christian Bacherl. Allerdings wolle Nagarro nun bestimmte Prozesse im eigenen Haus verbessern.
Probleme hatte es für Nagarro vor einem Jahr gegeben, da musste die Gesellschaft die Vorlage ihres testierten Konzern- und Jahresabschlusses für 2024 wegen Differenzen mit dem Wirtschaftsprüfer verschieben. Wegen der verspäteten Bilanzvorlage war Nagarro vorübergehend aus dem SDax geflogen, in den die Gesellschaft im Juni 2025 wieder zurückkehrte.
/err/stk
MÜNCHEN (dpa-AFX)
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