finanzen.net
07.08.2020 12:02

Bundesbank-Forderungen im Euro-System überschreiten Billionenschwelle

Zahlungsverkehr: Bundesbank-Forderungen im Euro-System überschreiten Billionenschwelle | Nachricht | finanzen.net
Zahlungsverkehr
Folgen
Die Forderungen der Bundesbank im Zahlungssystem der Euro-Notenbanken haben erstmals die Billionenschwelle überschritten.
Werbung

Nach neuen Daten der Bundesbank kletterten sie im Juli um rund 24 Milliarden auf 1,019 Billionen Euro. In der Euro-Zone wird der gesamte grenzüberschreitende Zahlungsverkehr über das Verrechnungssystem mit dem Namen Target-2 abgewickelt. Deutschland ist dabei der größte Gläubiger. Die jüngste Entwicklung ist laut Bundesbank insbesondere auf die Aufstockung der Anleihenkäufe der Europäischen Zentralbank (EZB) zurückzuführen, mit denen die Währungshüter die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Krise bekämpfen.

"Die Wertpapierankäufe führen aufgrund ihrer grenzüberschreitenden Effekte typischerweise zu einem Anstieg der Target-2-Salden", erklärte die Bundesbank. Aber auch andere Faktoren könnten aus ihrer Sicht hinter dem Zuwachs stehen. "Vor dem Hintergrund der aktuellen Lage könnten auch sogenannte Safe-Haven Zuflüsse in Reaktion auf die Coronapandemie einen Einfluss gehabt haben." Konkrete Hinweise aus dem Kapitalverkehr Deutschlands mit anderen Euro-Ländern gebe es dafür aber bislang nicht. Die Bundesbank geht davon aus, dass die Target-Salden dann wieder sinken werden, wenn die Zentralbankliquidität insgesamt heruntergefahren wird und Geldhäuser verstärkt wieder den Interbankenmarkt zur Liquiditätsversorgung nutzen.

In Deutschland gab es in den vergangenen Jahren unter Volkswirten eine hitzige Debatte über die Target-Salden. Manche Experten stufen das Target-2-System als tickende Zeitbombe ein. Ihre Argumentation: Sollte ein Land aus dem Euro aussteigen oder der Währungsraum gar auseinanderbrechen, könnte die Bundesbank auf ihren Forderungen sitzenbleiben. Andere Ökonomen bezeichnen solche Argumente dagegen als Panikmache.

Frankfurt (Reuters)

Bildquellen: Carsten Reisinger / Shutterstock.com
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!
Werbung

Heute im Fokus

DAX schließt unter 12.500 Punkten -- US-Börsen geht höher ins Wochenende -- Bayer meldet Fortschritte bei Glyphosat-Vergleichen in USA -- Facebook & Apple, thyssenkrupp, BMW, adidas & PUMA im Fokus

Daimler will Berliner Werk trotz Sparkurses nicht schließen. Amazon-Aktie freundlich: Amazon verbessert Sprachassistentin Alexa. Uber startet E-Auto-Service mit dem e-Golf von Volkswagen. Boeing-Aktie erholt vom Tief seit Juni - Europa macht Hoffnung für 737. HENSOLDT-Aktien knicken nach Börsendebüt ein. Siemens Energy ist eigenständig. VIA schafft Sprung an New Yorker Börse. Moody's sieht Commerzbank-Rating in Gefahr.

Umfrage

Wie zufrieden sind Sie mit den staatlichen Corona-Schutzmaßnahmen?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

Oskar

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
NEL ASAA0B733
TeslaA1CX3T
BioNTechA2PSR2
Apple Inc.865985
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
NikolaA2P4A9
Amazon906866
BayerBAY001
Lufthansa AG823212
Deutsche Telekom AG555750
CureVacA2P71U
Allianz840400
Plug Power Inc.A1JA81
TUITUAG00