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17.12.2018 20:38

BASF plant weitere Preiserhöhungen zum Ausgleich höherer Rohstoffkosten

Zum Nachteil der Kunden: BASF plant weitere Preiserhöhungen zum Ausgleich höherer Rohstoffkosten | Nachricht | finanzen.net
Zum Nachteil der Kunden
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BASF wird auch 2019 die Preise weiter anheben, um die Auswirkungen der gestiegenen Rohstoffkosten zu kompensieren.
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Das ist auch für den weltgrößten Chemiekonzern nicht unbedingt eine leichte Aufgabe, denn einigen Kunden könnte das nicht gefallen.

Der DAX-Konzern hat seine Preise seit Anfang 2018 über die gesamte Produktpalette hinweg um 5 bis 6 Prozent erhöht. Das reicht aber nicht aus, um den temporären Anstieg der Öl- und Gaspreise, der das Downstream-Geschäft belastet, auszugleichen, sagte Finanzvorstand Hans-Ulrich Engel in einem Interview mit dem CFO Journal.

Die Rohölpreise der Sorte Brent stiegen im Herbst auf 85 US-Dollar pro Barrel, und die BASF habe in diesem Jahr 4 bis 5 Euro mehr für jede Kilowattstunde Gas gezahlt als im Vorjahr, sagte Engel. Aus Öl und Gas stellt die BASF Chemikalien her, die von Waschmitteln und Körperpflegeprodukten bis hin zu Kunststoffen und Farben reichen.

"Wir begegnen dem mit Preiserhöhungen", sagte Engel. "Aber es dauert eine Weile, sie durchzusetzen." Der jüngste Rückgang der Ölpreise erschwere dies. Ein Barrel Brent-Öl kostete am Montag im Nachmittagshandel 59,74 Dollar.

Nach Einschätzung von Analysten hat der Konzern aus Ludwigshafen die Preise in Reaktion auf die gestiegenen Rohstoffkosten zu spät angehoben. Und nun, da die Rohstoffkosten wieder sinken, habe das Unternehmen Mühe, seinen Kunden die weiteren Preiserhöhungen zu erklären.

"Die BASF hat die Preise nicht früh genug erhöht, und die Kunden haben jetzt Schwierigkeiten bei der Bewältigung von Preiserhöhungen oder wollen einfach nicht mehr bezahlen", sagte Commerzbank-Analyst Michael Schaefer.

Der Konzern musste in diesem Monat seinen Ausblick senken, weil das operative Ergebnis deutlicher als bislang befürchtet zurückgehen wird. So rechnet BASF aufgrund der Daten für November nun mit einem deutlichen Rückgang des um Sondereinflüsse bereinigten Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 15 bis 20 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 7,65 Milliarden Euro. Bisher war der Konzern von einem Minus von bis zu 10 Prozent ausgegangen. Beim nicht bereinigten EBIT wird weiterhin ein deutlicher Rückgang erwartet. Der Umsatz soll wie geplant leicht um bis zu 5 Prozent zulegen.

Auch andere Faktoren belasteten das Ergebnis, etwa im vierten Quartal der niedrige Wasserstand des Rheins, ein wichtiger Transportweg für die BASF-Werke in Ludwigshafen, und eine sich abschwächende Nachfrage in China.

Der Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union könnte BASF vor weitere Herausforderungen stellen, sagte Engel. Der Konzern ist besorgt über die Möglichkeit eines No-Deal-Brexits, ein Szenario, in dem der EU-Rechtsrahmen für Chemikalien für Großbritannien nicht mehr gelten könnte. Dies könne zu einem regulatorischen Vakuum führen, das das Unternehmen zwingen könnte, die Belieferung seiner Kunden einzustellen, sagte der Finanzvorstand.

"Wenn wir Probleme haben, werden auch andere Branchen Probleme haben", sagte Engel. Die BASF liefert Chemikalien unter anderem an die Automobil- und Kosmetikindustrie. Das Unternehmen betreibt neun Produktionsstätten in Großbritannien und erwirtschaftet zwischen 2 und 3 Prozent seines weltweiten Umsatzes in dem Land. "Man muss hoffen, dass das No-Deal-Szenario nicht Realität wird", sagte er. Der CFO wollte sich nicht dazu äußern, ob BASF Rohstoffe oder Produkte bevorratet, um sich für den Brexit zu rüsten.

Das Unternehmen senkt auch die Kosten, um seine Profitabilität zu steigern. Ein so genanntes Exzellenzprogramm soll jährlich 2 Milliarden Euro zum Ergebnis beitragen und umfasst mehrere hundert Maßnahmen, wie Engel sagte.

Der Konzern könnte aber gezwungen sein, einige dieser Einsparungen auf seine Kunden abzuwälzen, sagte Sebastian Bray, ein Analyst bei Joh. Berenberg, Gossler & Co. "Es ist noch nicht klar, ob die BASF diese Einsparungen beibehalten kann", sagte er.

LONDON (Dow Jones)-

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