12.08.2022 12:12

Zwei Todesfälle nach Behandlung mit Novartis-Gentherapie

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Zürich/Bangalore (Reuters) - Im Zusammenhang mit der Novartis-Gentherapie Zolgensma sind zwei Kleinkinder an akutem Leberversagen gestorben.

Das Unternehmen informierte nach eigenen Angaben die Behörden über zwei Todesfälle in Russland und Kasachstan im Zusammenhang mit dem Medikament zur Behandlung von Muskelschwund (SMA). Leberversagen sei eine bekannte und seltene Nebenwirkung von Zolgensma, erklärte ein Novartis-Sprecher am Freitag. Nun seien aber erstmals Patienten an dieser Komplikation gestorben. Das Unternehmen werde deswegen in Abstimmung mit den Behörden die Kennzeichnung der Arznei anpassen, um auf ein mögliches tödliches Leberversagen hinzuweisen.

"Obwohl es sich hierbei um eine wichtige Sicherheitsinformation handelt, ist es kein neues Sicherheitssignal, und wir sind fest vom insgesamt günstigen Risiko-Nutzen-Profil von Zolgensma überzeugt", erklärte Novartis.

Die Kinder sind dem Unternehmen zufolge rund fünf und sechs Wochen nach der Infusion des Medikaments gestorben. Sie wurden zudem mit Kortikosteroiden behandelt, die bei der Therapie standardmäßig zur Anwendung kommen. Damit soll Nebenwirkungen durch die Verabreichung von Zolgensma wie beispielsweise Leberversagen vorgebeugt werden. Vorgesehen ist zudem die Überwachung der Leberfunktion für mindestens drei Monate nach der Therapie.

Novartis zufolge wurden bislang mehr als 2300 Babys weltweit mit Zolgensma behandelt. Die mit mehr zwei Millionen Dollar für eine Einmalbehandlung teuerste Arznei der Welt wird gegen die Erbkrankheit spinale Muskelatrophie (SMA) bei Kleinkindern eingesetzt, deren schwerste Form meist tödlich verläuft.

An der Börse kam die Neuigkeit nicht gut an. Die Novartis-Aktien gaben 0,9 Prozent nach, während der Index der europäischen Gesundheitswerte 0,3 Prozent anzog. Die Papiere von Konkurrent Roche, der mit Evrysdi ebenfalls ein SMA-Medikament im Sortiment hat, stiegen um 1,5 Prozent. Die Todesfälle könnten die Diskussion über die Risiken von Gentherapien neu anfachen. Die Online-Portal "statnews.com" hatte zuvor über die Todesfälle berichtet.

(Bericht von Paul Arnold, Sneha Bhowmik und Ankur Banerjee; redigiert von Sabine Wollrab. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

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