finanzen.net
21.03.2018 08:58
Bewerten
(0)

Edmond de Rothschild Asset Management: Die Angst vor Protektionismus führt zu höherer Volatilität

DRUCKEN
Seit Anfang des Jahres gibt es zwei klar identifizierte Spannungsquellen: Die Angst vor inflationärem Druck in den USA und einer Rückkehr des Protektionismus. "Die Inflation in den USA tendiert ohne Zweifel dazu sich zu erhöhen, aber wir müssen die Dinge richtig einordnen", sagt Benjamin Melman, Leiter Asset Allocation und Sovereign Debt bei Edmond de Rothschild Asset Management, in seinem jüngsten Kommentar. Der Markt reagierte auf die im Januar 2018 veröffentlichten Lohndaten so heftig,...
Seit Anfang des Jahres gibt es zwei klar identifizierte Spannungsquellen: Die Angst vor inflationärem Druck in den USA und einer Rückkehr des Protektionismus.

„Die Inflation in den USA tendiert ohne Zweifel dazu sich zu erhöhen, aber wir müssen die Dinge richtig einordnen“, sagt Benjamin Melman, Leiter Asset Allocation und Sovereign Debt bei Edmond de Rothschild Asset Management, in seinem jüngsten Kommentar.

Der Markt reagierte auf die im Januar 2018 veröffentlichten Lohndaten so heftig, dass sich das Team von Edmond de Rothschild Asset Management dazu entschieden hat, das Aktien-Exposure wieder aufzubauen. Aus Sicht der Anlageexperten seien monatliche Daten aber oftmals schwankend, dass es voreilig wäre, hier mehr interpretieren zu wollen.

Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) erwartet derweil einen Anstieg der Inflation in den USA, sodass drei oder vier Zinsanhebungen in diesem Jahr möglich wären. „Die Inflation müsste zunächst in einem schnelleren Tempo anziehen, um dem Szenario der Fed zu entsprechen. Folglich ist es noch nicht an der Zeit, sich Sorgen um eine Überschreitung zu machen“, so Melman.

Währenddessen hat Washingtons Entscheidung Einfuhrzölle auf Stahl und Aluminium zu erheben, eher einen symbolischen Charakter. „Die jüngsten Importzölle werden vermutlich keinen sichtbaren Einfluss auf die globale Wirtschaft haben. Anders sieht es mit dem wiederauflebenden Protektionismus aus. In jedem Fall haben Investoren Zweifel und ziehen aktuell die Möglichkeit eines Handelskrieges mit allen einhergehenden Konsequenzen in Betracht. Wir glauben dennoch, dass es momentan zu früh ist, dieses Risiko als zu hoch einzustufen“, fügt Melman hinzu.

Der Rücktritt von Donald Trumps obersten Wirtschaftsberater Gary Cohn wirft außerdem im Hinblick auf eine mögliche Abschottung Fragen auf. „Es ist durchaus möglich, dass der Präsident damit ein Zeichen gegenüber denen setzen wollte, die 2016 erstmals für einen republikanischen Kandidaten stimmten, denn die Zwischenwahlen im November 2018 könnten für die Republikaner schwierig werden“, meint Melman.

Zugleich gibt es seitens der USA den Drang, China dazu zu bewegen, seine Märkte zu öffnen. „Das Land ist zwar inzwischen besser entwickelt und stark genug, um Risiken durch die Gewährung von Zugeständnissen abzuwehren. Jedoch hätte China im Falle eines Handelskrieges viel zu verlieren. Die Thematik Protektionismus könnte folglich noch eine Weile anhalten und für Volatilität sorgen. Wir sehen das Risiko aber als zu gering an, um eine Veränderung in unseren Portfolios vorzunehmen“, sagt Melman.

Aus Sorge vor einer Rückkehr der Volatilität sind die Anlageexperten mit einem neutralen Exposure bei riskanten Anlageklassen in das Jahr 2018 gestartet. „Aufgrund der aktuellen Wirtschaftslage haben wir das Aktien-Exposure in Europa und Japan erhöht, als der Abverkauf seinen Tiefstand im Februar 2018 erreichte. Gleichzeitig haben wir die Gewichtung bei Aktien in den USA und Schwellenländern reduziert“, sagt der Anlagespezialist Melman.

Nach der Erhöhung der Anleiherenditen in den jüngsten Monaten sieht das Team von Edmond de Rothschild Asset Management keinen Anlass US-Treasuries zu meiden und hat deshalb das Exposure in US-Anleihen erhöht.


Christian Schiffmacher, http://www.fixed-income.org/
(Foto: Benjamin Melman © Edmond de Rothschild Asset Management)




Quelle: fixed-income.org - Die Plattform für Investoren und Emittenten am Anleihenmarkt.

Trading-Tipps von Profis

Die besten Trader haben 2018 kräftige Gewinne gemacht - trotz des schwierigen Börsenjahres. Wie es möglich ist, auch in einem miesen Börsenjahr ein Performance-Plus von 10 Prozent und mehr zu erreichen? Das können Sie am Dienstag ab 18 Uhr lernen.
Jetzt Platz sichern!
Anzeige

Heute im Fokus

DAX schließt leichter -- Dow im Feiertag -- Henkel: Gewinn 2019 unter Vorjahr erwartet -- Scout24 lehnt Übernahmeofferte ab -- VW, Daimler, BMW, Carl Zeiss im Fokus

Linde will Aktien für bis zu 6 Mrd USD zurückkaufen. China-Boom flaut ab - "Zollstreit hinterlässt Bremsspuren". Wirecard-Aktien bestätigen Ausbruch über 200-Tage-Linie. Gericht: Apple darf nicht sagen, dass alle iPhones verfügbar sind. Russland leitet Verfahren gegen Facebook und Twitter ein. Positivere Analystenkommentare helfen Fraport-Aktien. Schlechte Aussichten für Weltwirtschaft.
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Fünf deutsche Internet-Aktien, die Sie kennen sollten!

Das Gute liegt oft so nah. Heimische Internet-Unternehmen rollen den Markt auf. Im neuen Anlegermagazin erwartet Sie ein Special über deutsche Internet-Aktien, die Sie kennen sollten.
Kostenfrei registrieren und lesen!

Umfrage

Glauben Sie, dass es noch zu einem geordneten Brexit kommen wird?

finanzen.net Brokerage

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Wirecard AG747206
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Amazon906866
CommerzbankCBK100
Henkel KGaA Vz.604843
Apple Inc.865985
Aurora Cannabis IncA12GS7
Deutsche Telekom AG555750
BASFBASF11
EVOTEC AG566480
TeslaA1CX3T
SteinhoffA14XB9
Allianz840400
BayerBAY001