22.06.2013 12:57
Bewerten
(0)

Noyer: Liquiditätsverknappung in Europa einfacher als in den USA

DRUCKEN

   Von Mimosa Spencer

   PARIS--Der Rückzug der Zentralbanken aus der massiven Liquiditätsversorgung der Märkte dürfte in Europa natürlicher vonstatten gehen als in den USA, sagte der französische Notenbankgouverneur Christian Noyer am Freitag. In den USA hätten die Finanzmärkte auf die Ankündigung der Federal Reserve, ihre Stimulationsmaßnahmen allmählich zurückzufahren, überreagiert.

   "Wir haben Liquidität durch das Bankensystem eingespeist... die Rücknahme dieser Spritzen erfolgt ziemlich natürlich - wenn die Banken das Geld nicht mehr brauchen, weil die sich anderswo im Markt finanzieren können, geben sie uns die überschüssigen Beträge zurück", sagte Noyer am Freitag im französischen Fernsehen. "Es beginnt bereits."

   Zudem sei die wirtschaftliche Lage in Europa in einem anderem Stadium als in den USA, wo das Wachstum "sehr stark wird."

   Die Ankündigung von Fed-Chef Ben Bernanke, Wertpapierkäufe noch in diesem Jahr zu drosseln, falls sich die Konjunkturerholung fortsetze, und das Kaufprogramm Mitte nächsten Jahres möglicherweise sogar ganz zu stoppen, hatte in den vergangenen Tagen für einen Ausverkauf bei Aktien und Anleihen gesorgt. Öl- und Goldpreis gingen auf Talfahrt.

   Die Reaktion sei "übertrieben", so Noyer. "Die Dinge sollten sich recht schnell normalisieren."

   "Die Notenbanken müssen irgendwann zu einer klassischen, normalen Geldpolitik zurückkehren. Das ist das, was wir wollen, weil es bedeutet, dass die Volkswirtschaften sich normalisiert haben und funktionieren, und normal wachsen", sagte Noyer weiter.

   Die Banken des Euroraums hatten derweil am Freitag weitere vorfristige Rückzahlungen aus den zwei dreijährigen Refinanzierungsgeschäften der Europäischen Zentralbank angekündigt. Nach Mitteilung der EZB wollen drei Banken weitere 5,030 Milliarden Euro aus dem im Dezember 2011 begebenen Dreijahresgeschäft zurückzahlen. Aus einem zweiten, im Februar vergangenen Jahres begebenen Tender wollen ebenfalls drei Banken weitere 208 Millionen Euro vorfristig zurückzahlen. Insgesamt hatten sich die Banken aus den beiden im Dezember 2011 und Februar 2012 begebenen Tendern auf drei Jahre brutto 1 Billion Euro geliehen.

   Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

   DJG/sha

   (END) Dow Jones Newswires

   June 22, 2013 06:26 ET (10:26 GMT)

   Copyright (c) 2013 Dow Jones & Company, Inc.- - 06 26 AM EDT 06-22-13

Heute im Fokus

DAX geht fester ins Wochenende -- US-Börsen kaum verändert -- Finanzspritze für Tesla-Rivale Faraday Future -- Allianz verdient weniger im vierten Quartal -- Coca-Cola, HNA, Deutsche Bank, VW im Fokus

32 Sammelklagen gegen Intel. Chefs von US-Banken erhalten kräftige Gehaltserhöhungen. Überraschende Kehrtwende bei JPMorgan - "Bitcoin-ETFs sind der heilige Gral". Wetten und Manipulationen: War der Börsencrash erst der Anfang? Kaufempfehlung liefert HHLA-Aktie Rückenwind.
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Top-Thema: Künstliche Intelligenz

Im neuen Anlegermagazin stellen wir Ihnen drei Aktien aus dem Software-Sektor vor, die beim Megatrend "Künstliche Intelligenz" gut positioniert sind. Außerdem: Der US-Medienkonzern Walt Disney verspricht langfristigen Anlegern die Chance auf attraktive Renditen. Gilt das auch für RTL und ProSiebenSat1?
Kostenfrei registrieren und lesen!

Top-Rankings

KW 7: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 7: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Diese Aktien hat Warren Buffett im Depot
Einige Änderungen unter den Top-Positionen.

Umfrage

Wen wünschen Sie sich als künftigen deutschen Außenminister?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Scout24 AGA12DM8
Apple Inc.865985
Allianz840400
Deutsche Telekom AG555750
E.ON SEENAG99
Amazon906866
BMW AG519000
adidas AGA1EWWW
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Siemens AG723610
Yamana Gold Inc.357818
Steinhoff International N.V.A14XB9
BASFBASF11