28.09.2021 12:44

Deutsche Anleihen setzen Verlustserie fort

Folgen
Werbung

FRANKFURT (dpa-AFX) - Deutsche Staatsanleihen haben am Dienstag erneut deutliche Kursverluste verzeichnet. Bis zum Mittag fiel der richtungweisende Terminkontrakt Euro-Bund-Future um 0,26 Prozent auf 169,80 Punkte. Zeitweise war der Future noch kräftiger gefallen. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen stieg bis auf minus 0,18 Prozent. Das ist der höchste Stand seit Anfang Juli.

Bundesanleihen knüpfen mit den neuerlichen Verlusten an die Entwicklung der vergangenen Wochen an. Entscheidend für den Abwärtstrend sind steigende Inflationserwartungen und die Neigung großer Zentralbanken, ihre extrem lockere Geldpolitik etwas zu straffen. Die Analysten der Commerzbank sprechen sogar von "Zentralbank-Angst". Diese sorgt für Zinsauftrieb an den Kapitalmärkten und belastet im Gegenzug die Kurse bestehender Anleihen.

Nicht nur in Deutschland, auch in anderen großen Volkswirtschaften treibt der Kurs der Zentralbanken die Kapitalmarktzinsen. In Großbritannien rentierten zehnjährige Staatsanleihen am Dienstag erstmals seit längerem mit mehr als einem Prozent. In den USA liegen die Marktzinsen noch höher bei mittlerweile mehr als 1,5 Prozent. Unter den großen Zentralbanken gelten derzeit die US-Notenbank Fed und die Bank of England als heiße Kandidaten für eine moderate Straffung ihrer Geldpolitik. Die Europäische Zentralbank (EZB) lässt hingegen keine solche Neigung erkennen.

Am Dienstag stehen unterdessen nur wenige Konjunkturdaten auf dem Programm, die an den Finanzmärkten für größere Kursbewegung sorgen könnten. Am ehesten dürften Anleger Zahlen vom US-Immobilienmarkt beachten. Allerdings äußert sich eine ganze Reihe hochrangiger Zentralbanker. Unter anderem wird US-Notenbankchef Jerome Powell vor dem Bankenausschuss des Senats auftreten. Erste Äußerungen wurden bereits vorab veröffentlicht und enthalten überwiegend bekannte Positionen./bgf/jsl/jha/

Werbung

Heute im Fokus

US-Börsen schließen knapp im Plus -- DAX letztendlich stärker -- Facebook erzielt mehr Gewinn -- K+S hebt Prognose an -- KION sieht sich auf Kurs bei Jahreszielen -- Ceconomy, Infineon im Fokus

Eni strebt für Erneuerbaren-Tochter wohl Bewertung von 15 Milliarden Euro an. Fresenius- und FMC-Aktien nach Deutsche-Bank-Ausblick unter Druck. Raytheon Technologies hebt Gewinnziel erneut an. UPS steigert Gewinn überraschend stark. General Electric übertrifft Gewinnerwartungen. Hasbro ringt mit Lieferengpässen. 3M übertrifft Erwartungen und präzisiert Ausblick. Eli Lilly wächst auch im dritten Quartal deutlich.
Werbung
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub
Werbung

Umfrage

Würden Sie eine verpflichtende Corona-Impfung gutheißen?

finanzen.net zero
finanzen.net zero

Oskar

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln