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21.10.2019 14:44
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Gegen die Armut

ING Markets-Kolumne: Gegen die Armut | Nachricht | finanzen.net
ING Markets-Kolumne
Carsten Brzeski
Anfang der Woche gab die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften die diesjährigen Preisträger des Wirtschaftsnobelpreises bekannt.
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Gegen die Armut

Anfang der Woche gab die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften die diesjährigen Preisträger des Wirtschaftsnobelpreises bekannt. Der "Preis der Schwedischen Reichsbank in Wirtschaftswissenschaft zur Erinnerung an Alfred Nobel", der im Gegensatz zu den Auszeichnungen für Physik, Chemie, Medizin, Literatur und Friedensbemühungen nicht vom Dynamit-Erfinder selbst gestiftet wurde, geht in diesem Jahr an Abhijit Banerjee (MIT), Michael Kremer (Harvard) und Esther Duflo (MIT), die mit ihren 46 Jahren die bislang jüngste und erst die zweite weibliche Preisträgerin ist.

Der preiswürdige Forschungsgegenstand der Ausgezeichneten ist laut dem Preiskomitee ihr "experimenteller Ansatz zur Bekämpfung der weltweiten Armut". Aus diesem Anlass greift auch unser Chart der Woche dieses Thema auf. Während innerhalb einzelner Länder meist relative Armut betrachtet wird, die sich am jeweiligen Lebensstandard vor Ort orientiert, verwenden die Vereinten Nationen einen absoluten Armutsmaßstab in Form eines Betrags von USD 1,90, der pro Tag zur Bestreitung des Lebensunterhalts zur Verfügung steht.


Anzahl der Menschen in extremer Armut (weniger als USD 1,90 pro Tag, Millionen)



Quelle: Weltbank

Wie unser Chart der Woche zeigt, hat die Zahl der Menschen unterhalb dieser Schwelle zwischen 1990 und 2015 um 61 Prozent abgenommen - während im gleichen Zeitraum die Weltbevölkerung um 37 Prozent angestiegen ist. Diese Entwicklung ist vor allem der wirtschaftlichen Aufholjagd ostasiatischer Länder gegenüber dem Westen zu verdanken; hier sank die Anzahl der Menschen in extremer Armut um 95 Prozent. Im südlichen Afrika blieben derartige Erfolge leider aus; UN-Schätzungen zufolge werden im Jahre 2030 rund 90 Prozent aller Menschen in extremer Armut dort leben.

Die Arbeiten von Banerjee, Duflo und Kremer drehen sich unter anderem um die Frage, unter welchen Umständen Hilfsangebote wie Mikrokredite oder Entwicklungshilfe am besten funktionieren. Hoffen wir, dass aus ihren Untersuchungen die richtigen Schlüsse gezogen werden, damit der Kampf gegen extreme Armut auch außerhalb Asiens zur Erfolgsgeschichte wird.


Wichtige rechtliche Hinweise:

Die obigen Beiträge und Informationen stellen keine Anlageberatung oder sonstige Empfehlungen zum Erwerb, Halten oder Verkauf von Wertpapieren oder Finanzinstrumenten dar. Es handelt sich auch nicht um eine Finanzanalyse, sondern um eine Werbemitteilung. Die Inhalte erfüllen nicht alle gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalyen und unterliegen keinem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen. Die Inhalte geben nicht die Meinung der ING Bank N.V. wieder, sondern der Autoren der angegebenen Quelle. Der Verfasser übernimmt trotz sorgfältiger und eingehender Prüfung keine Gewähr für die Vollständigkeit, Aktualität, Korrektheit oder Qualität der zur Verfügung gestellten Informationen. Haftungsansprüche gegen den Verfasser oder die ING Bank N.V., aufgrund von Schäden materieller oder ideeller Art durch die Nutzung oder Nichtnutzung der dargebotenen Informationen, beziehungsweise die durch die Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Informationen entstanden sind, werden grundsätzlich ausgeschlossen. Der Autor erklärt, dass er beziehungsweise sein Arbeitgeber oder eine mit ihm oder seinem Arbeitgeber verbundene Person im Besitz von Finanzinstrumenten sein könnte, auf die sich die Inhalte beziehen, beziehungsweise in den letzten 12 Monaten an der Emission des analysierten Finanzinstruments beteiligt gewesen sein könnte . Hierdurch besteht die Möglichkeit eines Interessenskonfliktes. Der Autor versichert, dass sämtliche Inhalte unter Beachtung journalistischer Sorgfaltspflichten, insbesondere der Pflicht zur wahrheitsgemäßen Berichterstattung sowie der erforderlichen Sachkenntnis, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit erstellt und veröffentlicht werden.

Carsten Brzeski, Chefvolkswirt der ING-DiBa, äußert sich kurz und prägnant zu aktuellen volkswirtschaftlichen Entwicklungen und Ereignissen. Die konjunkturellen Entwicklungen in Deutschland und Europa, Entscheidungen der Zentralbanken sowie Trends an den internationalen Finanzmärkten bilden dabei die Schwerpunkte seiner Kommentare.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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