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17.03.2020 18:12

Ankauf kurzlaufender Unternehmensanleihen: Fed bringt neue Krisenmaßnahmen auf den Weg

Wie zu Finanzkrise-Zeiten: Ankauf kurzlaufender Unternehmensanleihen: Fed bringt neue Krisenmaßnahmen auf den Weg | Nachricht | finanzen.net
Wie zu Finanzkrise-Zeiten
Die US-Notenbank Fed stemmt sich mit neuen Krisenmaßnahmen gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie.
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Die Währungshüter kündigten am Dienstag Schritte zur Stützung der kurzfristigen Finanzierung von Unternehmen an. Damit tritt sie der Furcht vor einer Pleitewelle entgegen, die in Folge des sich rasant ausbreitenden Virus aufgekommen war. Wie zu Zeiten der Finanzkrise vor gut zehn Jahren will die Federal Reserve jetzt wieder kurzlaufende Unternehmensanleihen direkt von den US-Firmen erwerben, die solche Titel ausgeben. Damals wurden Papiere im Volumen von 738 Milliarden Dollar erworben. Der Markt für derartige Geldmarktpapiere - sogenannte Commercial Paper (CP) - drohte zuletzt im Zuge der Viruskrise auszutrocknen.

Die Nachricht gab den Börsen weltweit Auftrieb. Die US-Leitindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P 500, gewannen zeitweise bis zu 5,6 Prozent. DAX und der EuroStoxx50 drehten deutlich ins Plus zurück.

"Ein verbesserter Markt für Geldmarktpapiere wird die Fähigkeit der Unternehmen erhöhen, Beschäftigung und Investitionen zu erhalten, während der Coronavirus-Ausbruch die Nation beschäftigt" teilte die Fed mit. Über kurzfristige Geldmarktpapiere besorgen sich Unternehmen Barmittel, etwa für Gehaltszahlungen, aber auch für unvorhergesehene Ereignisse. Im Zuge der Coronavirus-Krise war es am Markt zu Liquiditätsengpässen gekommen. Insbesondere der Risikoaufschlag für Papiere mit geringerer Bonität schoss in die Höhe.

SORGEN UM AUSBREITUNG DES VIRUS

Die Marktturbulenzen stehen auch im Zusammenhang mit Sorgen über eine Ausweitung der Quarantänemaßnahmen in der Corona-Krise und möglicherweise erschwertem Zugang zu Bargeld. Falls massiv Geld aus dem Markt für CP abgezogen werden sollte, könnte es zu Verwerfungen bis hin zu einem panikartigen Ausverkauf kommen. Als abschreckendes Beispiel gilt ein Fall aus dem Jahr 2008, der in der Weltfinanzkrise für große Wellen gesorgt hatte: Der 65 Milliarden Dollar schwere "Reserve Primary Fund" erlitt im Zug der damaligen Marktpanik einen massiven Wertverfall, so dass Investoren auf heftigen Verlusten sitzenblieben.

Ein Austrocknen der Liquidität am Markt für Commercial Papers würde auch die Gefahr heraufbeschwören, dass Firmen verstärkt auf Kreditlinien von Banken zugreifen und somit Geldhäuser unter Druck geraten könnten. Zuletzt hatten bereits Unternehmen aus Bereichen, die besonders stark von der Viruskrise betroffen sind, Kredite in Anspruch genommen oder deren Umfang ausgeweitet - darunter auch Großkonzerne wie der Flugzeugbauer Boeing.

Die Dollar-Wächter senkten im Kampf gegen die Folgen der Pandemie bereits in zwei Schritten ihren Leitzins auf die Spanne von null bis 0,25 Prozent. Zudem wollen sie zur Stützung der Wirtschaft in den kommenden Wochen mindestens 700 Milliarden Dollar in die Hand nehmen und damit ihre Bilanz massiv aufblähen.

New York/Washington (Reuters)

Bildquellen: spirit of america / Shutterstock.com, blvdone / Shutterstock.com

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