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12.07.2019 16:00
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Aktien-Analye: CVS Health - Titel für unsichere Zeiten?

++ CVS betreibt die größte Apothekenkette in den USA ++ Unternehmen hat sich noch immer nicht vom Kurseinbruch zu Beginn des Jahres erholt ++ Geringe Abhängigkeit von Handelskonflikten und Wirtschaftsabschwung ++ Dividendenerhöhung wird pausiert, um die Aetna-Übernahme zu bewältigen ++ Aktie überschritt diese Woche die Oberseite des Konsolidierungsbereichs ++

CVS Health (CVS.US / ISIN: US1266501006) betreibt die größte Apothekenkette in den USA. Die Aktie hat sich noch nicht von dem starken Kursrückgang erholt, den sie aufgrund einer größeren Abwertung Anfang des Jahres erfahren hat. In dieser kurzen Analyse werfen wir einen genaueren Blick auf das Unternehmen.

CVS generiert seine Umsätze aus zwei Hauptquellen: Einzelhandelsapotheken und sogenannte „Pharmacy Benefit Management Plans” (PBM). Bei letzterem übernimmt CVS beispielsweise einen Teil der Verhandlungen mit Arzneimittelherstellern für Krankenversicherer. Wie man sieht, ist die Bedeutung dieser Tätigkeit für das Unternehmen in den letzten zehn Jahren erheblich gestiegen. Bloomberg, XTB Research

Obwohl der marktbreite S&P 500 seit Anfang des Jahres 20% höher gehandelt wird, liegt der Aktienkurs von CVS mehr als 10% unter dem von Ende 2018. Der „S&P 500 Health Care Providers & Services Index”, dem CVS angehört, notiert mehr oder weniger flach, sodass die schlechte Performance von CVS nicht auf die Schwäche der Branche zurückgeführt werden kann. Was könnte eine Rolle gespielt haben? Die Aktie von CVS erlebte im Februar 2019 eine starke Kursveränderung, als das Unternehmen bekannt gab, dass es im Zusammenhang mit der Übernahme von Omnicare im Jahr 2015 eine Abschreibung in Höhe von 6,1 Mrd. USD vornehmen müsse, und informierte, dass es im vierten Quartal 2018 einen Verlust erlitten habe. Zu allem Überfluss geht das Unternehmen davon aus, dass einige seiner Einheiten aufgrund von Veränderungen im Pflegegeschäft sowie bei den Investitionen in diesem Jahr einen Ergebnisrückgang verzeichnen werden.

Während des größten Teils des letzten Jahrzehnts verzeichnete CVS eine kontinuierliche Verbesserung der Margen. Im vergangenen Jahr gab es jedoch zwei große Ergebniseinbrüche im Zusammenhang mit der Akquisition von Aetna. Während die Übernahme das Unternehmen noch einige Zeit belasten könnte, verheißt die Verbesserung der Bruttomarge ein gutes Zeichen für die Zukunft. Quelle: Bloomberg, XTB Research

Es sei darauf hingewiesen, dass das Ergebnis von CVS im vergangenen Jahr durch die im November 2018 abgeschlossene Übernahme von Aetna verzerrt wurde. Für 2020 oder sogar 2019 erwartet das Unternehmen jedoch wieder ein Ergebnis, wie es vor dem Zusammenschluss erzielt wurde. Das Unternehmen verfügt über eine solide Erfolgsbilanz bei der Umsatzsteigerung: Von 1995 bis 2018 verzeichnete CVS nur einmal einen jährlichen Umsatzrückgang (-2,48% im Jahr 2010). Auch die zunehmende Diversifikation könnte CVS in Zukunft unterstützen - die letztjährige Übernahme des im Krankenversicherungsmarkt tätigen US-Unternehmen Aetna könnte hierbei eine Rolle spielen. Während das Apothekengeschäft, das den Großteil des Umsatzes von CVS ausmacht, als „zyklusneutral” bezeichnet werden könnte (Erläuterung folgt im nächsten Absatz), ist es dem Wettbewerb nicht gleichgültig. Allerdings sollte die Diversifizierung zu Gunsten der Unternehmen erfolgen.

Wenn es um CVS geht, können die Liquiditätskennzahlen Anlass zur Sorge geben. Das Unternehmen verzeichnete seit Anfang 2014 eine Verschlechterung der Liquiditätskennzahlen. Ein deutlicher Anstieg zum Ende des Jahres 2017 war das Ergebnis der Rückführung ausländischer Gewinne, die den Kassenbestand des Unternehmens deutlich erhöhten. Ein Großteil dieser Mittel wurde später für Akquisitionen und Fusionen verwendet. Quelle: Bloomberg, XTB Research

Bei den Aktienmärkten gibt es heutzutage zwei entscheidende Risikoquellen: Die Abschwächung der Weltwirtschaft sowie die Handelskonflikte. Diese beiden Themen sind in gewissem Maße miteinander verbunden, da die Eskalation der Handelskonflikte die Verlangsamung voraussichtlich beschleunigen wird. Anhaltende Handelsspannungen könnten jedoch für einige Unternehmen besonders schädlich sein, da sie ihre Lieferketten verzerren könnten. Dies ist bei CVS nicht der Fall, da sich die Aktivitäten der Firma fast vollständig auf die USA konzentrieren. Darüber hinaus scheint der wirtschaftliche Abschwung auch keine große Sorge zu bereiten, da die Menschen Medikamente kaufen werden, unabhängig davon, ob die Wirtschaft expandiert oder schrumpft. Allerdings scheint das Geschäft von CVS vor Risiken geschützt zu sein, die heute die Hauptursache für das Unbehagen der Anleger sind.

Die letzte Dividendensenkung bei CVS reicht ins Jahr 1996 zurück. Seitdem hat das Unternehmen fast jedes Jahr die Bardividende erhöht, bevor die Anstiege 2017 gestoppt wurden. CVS wird die Dividendenerhöhung wieder aufnehmen, sobald es die Fusion mit Aetna abgeschlossen hat. Quelle: Bloomberg, XTB Research

CVS zahlte 2018 eine Dividende von 2 USD pro Aktie aus, die gegenüber dem Vorjahr unverändert blieb. Es wird auch erwartet, dass die Dividende in diesem Jahr bei 2 USD bleiben wird. Eine Pause bei der Dividendenerhöhung ist definitiv nicht das, was die Aktionäre sich wünschen, daher sollte eine solche Entscheidung gut begründet sein. CVS begründete die Entscheidung damit, dass es auf eine Erhöhung der Dividende verzichten werde, um das Unternehmen nach der Fusion mit Aetna zu entlasten. Die aktuelle Dividende scheint nicht in Gefahr zu sein, da die Ausschüttungsquote deutlich unter 50% liegt und bei erwarteter Ergebnissteigerung in den Jahren 2019 und 2020 noch geringer ausfallen wird. Eine Dividende von 2 USD pro Aktie entspricht bei der aktuellen Bewertung einer Rendite von rund 3,6%, sodass CVS unter den 80 ertragreichsten Dividendenwerten im S&P 500 zu finden ist.

Die Aktie von CVS erlebte Anfang 2019 einen starken Kursrückgang, bevor sich der Kurs in einem Konsolidierungsbereich bewegte. Nach einem dreimonatigen Seitwärtstrend konnte die 57,60 USD-Marke schließlich durchbrochen werden, da die Bedenken über potenziell schädliche regulatorische Maßnahmen gegen den Gesundheitssektor nachließen. Dennoch konnten die Bären am Donnerstag einen Großteil dieses Gewinns ausgleichen. Quelle: xStation 5

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