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21.02.2019 14:30
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Aktienindizes auf Jahreshochs: Drei Hintergrundgeschichten

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Der Jahresbeginn war für Aktien rund um den Globus spektakulär, wobei sich die US-Indizes von dem Einbruch im Dezember vollständig erholten und Börsen von China bis Deutschland große Anstiege verbuchten. Während die Anleger auf die geldpolitische Wende der Fed positiv reagierten, spielen bei Aktien weitere Faktoren eine Rolle. Wir stellen sie in dieser Analyse vor.

  • Handelsdeal mit China bereits von den Märkten eingepreist
  • US-Autozölle derzeit größte politische Bedrohung
  • Produktionsdaten deuten an, dass Verlangsamungsrisiken nicht nachgelassen haben
  • US500 testet wichtigen Widerstand, DE30 bildet Schulter-Kopf-Schulter-Muster aus

USA-China-Deal immer wahrscheinlicher
Es ist fast sicher, dass bis Ende Februar kein Handelsabkommen erzielt wird. Aber das Weiße Haus ist bereit, diesen Zeitraum zu verlängern, solange die Delegationen verhandeln. Die Märkte in den USA und China reagierten mir Anstiegen auf durchgesickerte Nachrichten. Es ist jedoch immer noch ungewiss, was die Vereinbarung tatsächlich abdecken wird. Die USA wollen, dass China den Technologietransfer verhindert, seinen Markt für US-Unternehmen öffnet und davon absieht, den Wechselkurs für Wettbewerbszwecke zu verwenden. Es ist durchaus wahrscheinlich, dass ein Abkommen unterzeichnet wird, aber die USA könnten in wenigen Monaten zu den Zöllen zurückkehren, wenn sie mit der Umsetzung nicht zufrieden sind.

Autozölle könnten für Asien und Europa schmerzhaft sein
US-Präsident Donald Trump hat gerade einen Bericht des US-Handelsministeriums über den Automobilsektor erhalten, den er als Rechtfertigung für die Einführung von Zöllen auf Automobilimporte nutzen könnte. Es gibt Gerüchte über Zölle in Höhe von bis zu 25%, die für Exporteure auf dem US-Markt offensichtlich verheerend wären. Mexiko und Kanada sind die am stärksten gefährdeten Länder, aber sie werden wahrscheinlich im Rahmen des neuen USMCA-Handelsabkommens ausgenommen. Länder wie Japan, Südkorea, Deutschland und Schweden sowie die mitteleuropäischen Länder wären ernsthaft betroffen, gerade wenn sich die wirtschaftlichen Bedingungen in Europa und Asien verschlechtern. Es ist auch möglich, dass Trump ein Handelsabkommen mit China anstrebt, um mit den Autozöllen eine neue "Verhandlungsfront" zu eröffnen.   

Unter der Annahme, dass Mexiko und Kanada von den Autozöllen ausgenommen wären, könnten Japan, Südkorea und Deutschland zu den am stärksten betroffenen Ländern zählen. Quelle: XTB Research

Beunruhigende Zeichen aus dem Fertigungssektor
Die makroökonomischen Daten waren in jüngster Zeit gemischt, aber zumindest eine Tendenz war eindeutig - die Verschlechterung des verarbeitenden Gewerbes. Die Daten für Februar waren in Japan und Deutschland düster, so dass die beiden Produktionsstandorte sowie die Investoren nervös auf die Berichte aus China warten werden. Die Aktienmärkte haben diese Risiken bisher ignoriert.

TECHNISCHE ANALYSE
US500
Trotz aller Wachstumsbedenken hat sich der US500 nach dem Ausverkauf im Dezember vollständig erholt und wir befinden uns nun auf dem Niveau nahe der Widerstandslinie bei 2.815 Punkten. Das letzte Mal wurde diese getestet, als die Märkte nach dem G20-Gipfel einen Waffenstillstand zwischen den USA und China bekanntgaben. Es handelt sich auch um das 78,6% Fibo-Retracement des vorangegangenen Rückgangs - das gleiche Niveau, das im vergangenen Jahr eine Erholung stoppte, obwohl die Korrektur damals deutlich kleiner ausfiel.

Quelle: xStation 5

DE30
Tatsächlich hat sich der deutsche Leitindex seit dem Einbruch im Dezember so stark erholt wie sein US-Pendant, aber der Chart sieht hier etwas anders aus, da der DE30 deutlich länger fiel. Als Ergebnis könnten wir eine umgekehrte Schulter-Kopf-Schulter-Formation sehen, die bereits mit dem aktuellen Kurs oberhalb der Nackenlinie vollendet wird. Allerdings ist der Chart nicht frei von Widerständen. Im Moment testen wir die Abwärtstrendlinie und wenn wir die gegenwärtige Erholung mit einer ähnlichen Bewegung vom Frühjahr 2018 vergleichen, sollten wir dem Widerstand bei 11.775 Punkten Aufmerksamkeit schenken.

Quelle: xStation 5

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Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert.

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