10.08.2018 13:31
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Goldpreis könnte Erholung starten und welche Rolle der Yuan dabei spielt

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Der Goldpreis versucht sich an einer Erholung. Der Yuan ebenfalls. Besteht dort ein Zusammenhang?
ZUSAMMENFASSUNG

• Charttechnisch könnte Erholung innerhalb des Abwärtstrends gestartet sein
• US Dollar Index noch innerhalb der Konsolidierung
• Die Gold/Yuan These
• Hohe positive Korrelation zum CNY/USD Währungspaar

CHARTTECHNIK

Rein charttechnisch betrachtet, befindet sich der Goldpreis in einem intakten sekundären Abwärtstrend. Um diesen zu beenden, müsste der Goldpreis zumindest über den Widerstandsbereich bei 1.250 US Dollar steigen. Es könnte aber nun möglich sein, dass der Preis zumindest eine Erholung innerhalb des besagten Trends startet. Innerhalb des Abwärtstrends kann eine weitere, kurzfristige Abwärtstrendlinie gezeichnet werden, die in dieser Woche auf Tagesschlusskurs überschritten wurde. Nun sollte auch das zuvor unterschrittene 61,8 % Fibonacci-Retracement wieder überwunden werden, das nur leicht über der kurzfristigen Trendlinie liegt, siehe Goldpreis Chart auf Tagesbasis unten.

GOLD CHART AUF TAGESBASIS

Quelle: IG Handelsplattform

US DOLLAR LÖST DIE KONSOLIDIERUNG NACH OBEN AUF

Der US Dollar Kurs scheint allerdings weiterhin seine Stabilität beizubehalten. Der US Dollar Index unternahm in dieser Woche einen Ausbruchsversuch aus dem Konsolidierungsdreieck und überschritt diesen auch auf Tageschlusskursbasis gegen Ende der Woche. Für den Goldpreis ist das leider keine besonders gute Nachricht. Der US Dollar Index hätte nun zunächst ein Upside-Potential bis zur technischen Widerstandszone bei 96 Punkten.

US DOLLAR INDEX CHART AUF TAGESBASIS

Quelle: IG Handelsplattform

DIE GOLD/YUAN THESE

Derzeit kursiert eine interessante These, die von professionellen Tradern bestätigt wurde. So wies der Goldpreis, bewertet in US Dollar, in der Regel eine hohe positive Korrelation zum Goldpreis in Yuan auf, was auch Sinn macht, denn der Yuan ist ja bekanntlich an den US Dollar, zumindest bis noch vor ein paar Jahren, gekoppelt gewesen. Seit einiger Zeit wird der Yuan an einen Währungskorb gekoppelt. Gleichzeitig wurde der Yuan im Jahr 2016 in den Korb der Sonderziehungsrechte (SDR) mit aufgenommen. Seitdem scheint sich die Korrelation zwischen den Goldpreisen in den jeweiligen Währungen verringert zu haben. Das macht der Chart unten deutlich.

GOLD IN YUAN VERSUS GOLD IN USD

Quelle: DailyFX Research

YUAN-EINBRUCH BESCHLEUNIGT DEN GOLDPREISEINBRUCH

Im Fazit geht die These davon aus, dass der aktuelle Goldpreiseinbruch durch den Einbruch des Yuan gegen den US Dollar beschleunigt wird. Bewertet in Yuan bewegt sich der Goldpreis weiterhin innerhalb einer Range, während er in US Dollar deutlich eingebrochen ist. Das lässt laut der Meinung der Trader den Schluss zu, dass der Goldpreis in Yuan, seit einiger Zeit, womöglich seit Aufnahme in die Sonderziehungsrechte, von den Chinesen auf einem Level gestützt wird.

KANN YUAN-ABWERTUNG GESTOPPT WERDEN?

Fällt zur gleichen Zeit der Yuan gegen den US Dollar, bricht damit zwar der Goldpreis gegen den US Dollar ein, aber nicht gegen den Yuan. Zumindest nicht so stark. Wenn das tatsächlich der Fall ist, dann dürfte es nicht lange dauern, bis die Chinesen nahe des aktuellen Levels damit beginnen Gold zu akkumulieren, damit die Range im Goldpreis bewertet in Yuan weiter Bestand behält. Die positive Korrelation zwischen dem Goldpreis in USD und dem Yuan gegen den US Dollar fällt damit derzeit sehr hoch aus. Simpel gesagt: Kann die aktuelle Abwertung des Yuan gegen den US Dollar gestoppt werden, könnte das den Goldpreis stützen und die oben besagte Erholung begünstigen.

David Iusow, Markt Analyst DailyFX Deutschland (IG Group)

David Iusow beschäftigt sich seit zehn Jahren leidenschaftlich und beruflich mit den Märkten. Angefangen während des Studiums in Finanzwissenschaften, durchlief er zu Beginn mehrere Bereiche des Tradings und lernte auf diese Weise viele Strategien und Handelsprodukte kennen. Die Basis seiner eignen Handelsstrategie fokussiert sich mittlerweile auf makroökonomische Trends, die er mittels der Analyse der liquiden Assetklassen (Währungen, Rohstoffe, Aktienindizes, Anleihen), der sogenannten Intermarketanalyse, versucht zu identifizieren. Dabei spielen die technische Analyse ebenso eine besondere Rolle wie fundamentale Konjunkturdaten, geldpolitische und politische Entscheidungen und die Flexibilität, sodass der Handelshorizont zwischen einem und sechs Monaten variieren kann. Nach dem Studium arbeitete er hauptsächlich als Analyst und Redakteur, gab Ausbildungsseminare für FX-Trader und führte mit einem Partner ein Handelsbüro von dem aus man eigenes Kapital mittels Futures-, CFD- und Aktienhandel verwaltete.

Risikohinweise

CFD sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 79% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter (12 Monate zum 1. Juli 2018). Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren. Bei professionellen Kunden können Verluste Einlagen übersteigen. Der Handel mit Forex-CFDs birgt ein hohes Risiko und kann nicht für jeden Anleger angemessen sein. Die hohe Hebelwirkung kann sich sowohl zu Ihren Gunsten, als auch zu Ihren Ungunsten auswirken. Bevor Sie den Fremdwährungshandel ausüben, sollten Sie sich Ihrer Investitionsziele, Ihrem Erfahrungsgrad und Ihrer Risikobereitschaft vollkommen bewusst sein. Der Handel mit Forex-CFDs kann nicht nur zum Totalverlust Ihres eingesetzten Kapitals führen, sondern auch darüber hinausgehende Verluste nach sich ziehen. Sie sollten sich mit allen dem Fremdwährungshandel verbundenen Risiken vertraut machen und ggf. Beratung von einem unabhängigen Finanzberater einholen.

DailyFX Markteinschätzungen

Bei sämtlichen Meinungsäußerungen, News, Recherchen, Analysen, Preisen oder anderen Informationen auf dieser Website handelt es sich um allgemeine Marktkommentare, die keine Anlageberatung darstellen. DailyFX haftet nicht für Folgeschäden, welche eventuell auf einzelne Kommentare und Aussagen zurückzuführen wären und übernimmt keine Gewähr in Bezug auf Vollständigkeit und Richtigkeit des Inhaltes.

Diese Kolumne wird von den DailyFX Deutschland Marktanalysten verfasst. Alle Analysten sind studierte Fachleute sowie erfahrene Trader. DailyFX ist ein Tochterunternehmen der in London ansässigen IG Group. Eines der größten Brokerhäuser weltweit für den Handel von CFDs und Aktien.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquellen: IG, IG, IG

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