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10.08.2018 12:33
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DE30: Europäische Aktien am Freitag unter Druck

DRUCKEN
  • Europäische Indizes geraten zu Beginn der Sitzung unter Druck
  • DE30 testet Tiefs der letzten Woche
  • Deutsche Bank (DBK.DE) fällt trotz Berichten, die weitere Kostensenkungen andeuten

Nach einer gemischten Sitzung an der Wall Street folgte heute ein eher pessimistischer asiatischer Handelstag. Der japanische Nikkei (JAP225) brach um 1,33% ein, obwohl die BIP-Zahlen im zweiten Quartal besser ausfielen als erwartet. Der australische S&P/ASX 200 (AUS200) schloss 0,31% tiefer, während der chinesische Hang Seng (CHNComp) zum Zeitpunkt des Schreibens um 0,7% nachgab.

Die Blue-Chip-Indizes aus Europa eröffneten am letzten Handelstag der Woche deutlich tiefer. Banken schnitten aufgrund von Bedenken, ob sich die türkische Krise auf die europäischen Kreditgeber auswirkt, unterdurchschnittlich ab. Die stärksten Rückgänge waren an den italienischen, spanischen und russischen Aktienmärkten zu beobachten. Kein einziger europäischer Large-Cap-Index eröffnete mit einem bullischen Gap. Alle 19 Sektor-Subindizes des STOXX Europe 600 notieren in den ersten Handelsminuten der europäischen Sitzung tiefer. Banken und Bergbauunternehmen verzeichnen hierbei die größten Rückgänge.

Die Handelskonflikt-Thematik dürfte die Märkte wahrscheinlich noch einige Zeit beschäftigen. US-Präsident Donald Trump versucht immer noch andere Länder zu überzeugen, ihre Handelsbilanzüberschüsse mit den USA zu reduzieren. Gleichzeitig lobt er sich selbst dafür, dass er die Steuerreform durchgeführt und die Wirtschaft wieder in Schwung gebracht hat. Was er vielleicht nicht berücksichtigt ist, dass seine Bemühungen, das Wohlergehen der US-Bürger zu verbessern, zum Handelsdefizit des Landes beigetragen haben. Mit zunehmendem Wohlstand der Bürger werden nämlich mehr ausländische Luxusgüter gekauft, wie zum Beispiel deutsche Autos. In diesem Kontext sollte angemerkt werden, dass Trump unter Druck geraten könnte, da die US-Bürger wahrscheinlich mit den höheren Autopreisen unzufrieden sind.

Wichtige europäische Aktienindizes nach der ersten Handelsstunde:
- DE3): -1,42%
- FTSE 100 (UK100): -0,65%
- CAC40 (FRA40): -1,17%
- FTSE MIB (ITA40): -1,41%
- IBEX 35 (SPA35): -1,31%

Der DE30 fällt zu Beginn der heutigen Sitzung. Quelle: xStation 5

Die deutschen Anleger starteten am Freitag in deutlich schlechteren Stimmung, was sich auch entsprechend im DE30-Chart widerspiegelt. Der deutsche Leitindex brach in der ersten Handelsstunde ein und testet zum Zeitpunkt des Schreibens das Tief der letzten Woche bei 12.500 Punkten. Wenn diese Hürde überwunden werden sollte, kann das Unterstützungsniveau bei 12450 Punkten gefährdet sein. Beachten Sie, dass der DE30 das bärische Gap noch nicht geschlossen hat, was normalerweise in den ersten Stunden der Cash-Sitzung der Fall ist. Außerdem wurde bereits knapp die Hälfte des gesamten Juli-Gewinns abgegeben.

Vonovia (VNA.DE) ist der einzige DE30-Titel, der höher gehandelt wird. Quelle: Bloomberg

Unternehmensnachrichten
Christian Sewing setzt seine Bemühungen fort, die Deutsche Bank (DBK.DE) über die Gewinnschwelle zu bringen. Die neuesten Berichte zeigen, dass das Unternehmen beschlossen hat, die Kosten in vielen Bereichen zu senken. Investmentbanker sollen nun nicht mehr in der Business Class reisen. Darüber hinaus ist die Teilnahme an Konferenzen von Bankmitarbeiter gesunken und die Höhe der Abfindungen hat abgenommen. Einige behaupten sogar, dass kein Obst mehr an die Büros geliefert wird. Aber nicht in jeder Region senkt die Bank die Kosten. Der asiatische Private-Banking-Bereich boomt, daher will Sewing dort keine Änderungen vornehmen. Zurückzuführen ist dies auf den Versuch großer Investmentbanken, asiatische Millionäre für ihre Dienstleistungen zu gewinnen. Das Wachstumspotenzial in dieser Region soll derzeit unbegrenzt sein und die jüngsten Zahlen der Deutschen Bank (die im ersten Halbjahr 2018 über 100 Führungskräfte beschäftigte) unterstützen diese Annahme. Die Bank erwägt außerdem ihre asiatische Niederlassung weiter auszubauen. Nichtsdestotrotz ist die Bank heute im DE30-Vergleich einer der schwächsten Performer. Ausschlaggebend könnten die enttäuschenden Reaktionen der Analysten sein. Nach der ersten Handelsstunde wird die Aktie der Deutschen Bank um 3,5% tiefer gehandelt.

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Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert.

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