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18.02.2019 09:50
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Marktkommentar: “Autoimporte gefährden US-Sicherheit”

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  • Wall Street erlebte am Freitag einen ordentlichen Rebound
  • Brexit-Unsicherheit und vorgezogene Neuwahlen in Spanien
  • Prüfbericht vom US-Handelsministerium zum Thema Autozölle  

Nach zweitägigen Gesprächen in Peking kündigten die USA und China am Freitag nach Schließung der Asien-Sitzung an, dass nächste Woche weitere Gespräche geplant seien. "Wir glauben, dass wir bei sehr, sehr wichtigen und schwierigen Fragen Fortschritte gemacht haben", sagte der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer bei einem Treffen mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping. Laut der Nachrichtenagentur Xinhua äußerte Xi die Hoffnung auf “eine für beide Seiten vorteilhafte Vereinbarung”. Die weitere Gesprächsbereitschaft und die von US-Präsident Donald Trump signalisierte Flexibilität bei der Fristverlängerung (derzeitige Deadline: 1. März) sind grundsätzlich positiv zu bewerten und deuten möglicherweise auf einen längerfristigen Waffenstillstand hin. Der marktbreite S&P 500 erlebte am Freitagvormittag einen kräftigen Rebound und schloss nach einem Tagesgewinn von 1,1% auf einem 10-Wochenhoch. Aufgrund der sich abschwächenden US-Konjunktur könnte Washington jedoch Interesse haben, den Handelsstreit schnellstmöglich beizulegen, um die Risikobereitschaft unter den weltweiten Anleger und Investoren nicht weiter zu belasten. Beachten Sie, dass die US-Märkte aufgrund eines Nationalfeiertags (“Washington’s Birthday”/”President’s Day”) geschlossen bleiben.

Theresa May erlitt bei einer Abstimmung im britischen Parlament am Donnerstag eine weitere Niederlage, was ihre Fähigkeit bis zum offiziellen Brexit-Termin am 29. März einen Deal abzuschließen weiter in Frage stellt. Die Premierministerin möchte das mit der EU-ausgearbeitete Abkommen neu verhandeln, Brüssel hatte dies bislang aber abgelehnt. Es bleibt abzuwarten, ob  Änderungen forciert werden könnten, um einen chaotischen Brexit zu vermeiden, oder die EU ihrer Linie treu bleibt. Nach enttäuschenden BIP-Daten aus Großbritannien geriet GBPUSD unter Druck, dass Paar konnte jedoch am Freitag einen Großteil seiner Verluste ausgleichen und im D1-Chart ein bullisches Umkehrsignal ausbilden. Der spanische Premierminister Sánchez kündigte vorgezogene Neuwahlen an, nachdem die Minderheitsregierung im Parlament eine Abstimmung zum Haushaltsplan für 2019 verlor. Beim EURUSD war in der Vorwoche ein regelrechter Kampf um die psychologi:sch wichtige 1,13er-Marke zu beobachten. Das Paar schloss zwar nahe des genannten Bereichs und auch im heutigen frühen Handel sind Bewegungen auf der Oberseite zu erkennen, aber insgesamt bleibt die Stimmung um den EUR verhalten.    

Der Handelsstreit zwischen der EU und den USA gerät nach einem Bericht des US-Handelsministeriums (Auto-Einfuhren aus Europa seien eine “Gefahr für die nationale Sicherheit der USA”) wieder in den Vordergrund. Allerdings bedeutet dies nicht zwangsweise, dass die vorgeschlagenen Autozölle in Höhe von 25% verhängt werden. Diese Entscheidung liegt nun beim US-Präsidenten, dem hierfür eine 90-Tage-Frist eingeräumt wird. Der Ton zwischen Washington und den EU-Verantwortlichen in Brüssel könnte wieder rauer werden und mit weiteren Konflikten verbunden sein. Teure Einfuhrpreise könnten die ohnehin unter Druck stehende deutsche Autoindustrie schwer treffen. Kritik erntete der Bericht jedoch nicht nur in Europa bzw. Deutschland, sondern auch in der US-Regierung stößt der neue Vorschlag auf Widerstand. Bundeskanzlerin Angela Merkel warnte vor einer Eskalation und der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses Norbert Röttgen (CDU) betonte, dass nicht vorschnell zurückgeschoßen, sondern schnell verhandeln werden sollte. Der DE30 profitierte am letzten Handelstag der Woche von einer deutlich besseren Risikostimmung und schloss die Woche mit ordentlichen Gewinnen nahe der Höchststände der seit Anfang 2019 anhaltenden Rallye.    

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Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert.

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