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07.11.2018 10:14
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WH SelfInvest: Trading in politischen Marktlagen

WH SelfInvest: Trading in politischen Marktlagen | Nachricht | finanzen.net
Trading-Blog
Roland Jegen
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Gestern gab es die Midterms Wahlen in den USA. Die Demokraten werden das Repräsentantenhaus zurückerobern und die Repräsentanten die Mehrheit im Senat behalten.
Als nächste politische Entscheidung steht das finale Brexit Abkommen in naher Zukunft an. Die Politik hat also einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die Märkte. Doch wie sollte man sich als Trader in solch einem Umfeld verhalten?

Marktreaktionen auf politische Nachrichten lassen sich in der Regel nie vorhersagen, Versuche die Reaktion der Märkte zu antizipieren, scheitern meist. Selbst sorgfältige Umfragen zeigen aktuell wenig Verlässlichkeit, wie das Brexit Votum oder die US Wahl zeigte. Daher können Trader und Investoren durchaus überrascht und auf dem falschen Fuß erwischt werden. Das Verhalten eines Traders vor Nachrichten hängt im Wesentlichen stark vom Zeithorizont der genutzten Handelsstrategie ab.

Ein Blick auf die Charts einiger großer politischer Events der letzten Jahre zeigt, dass die teils sehr großen Kursabschläge meist nur von kurzer Dauer waren. Dazu schauen wir uns zunächst einmal den Einfluss der Brexit-Entscheidung auf den DAX-Future an. Am Folgetag eröffnete der deutsche Leitindex ca. 1000 Punkte tiefer. Es dauerte etwa einen Monat bis der DAX die durch diese News entstandenen Kursverluste egalisiert hatte. An diesem Handelstag wurde ein lokales Tief bei 9152,5 Punkten markiert, das bis zum heutigen Tag nicht mehr angelaufen wurde.

Quelle: WH SelfInvest NanoTrader

Ähnlich war der Verlauf nach der US-Wahl im November 2016. Am Tag nach der Wahl eröffnete der FDAX ca. 500 Punkte tiefer. Es folgte ein beeindruckender Trendtag, an dem sogar das Hoch des Vortages übertroffen wurde. An diesem Handelstag wurde ebenfalls ein lokales Tief gebildet(bei 10.013 Punkten), das bis heute nicht wieder angelaufen wurde.

Quelle: WH SelfInvest NanoTrader

Für Investoren und langfristige Trader empfiehlt es sich daher in solch einem Umfeld meist im Markt zu bleiben und gegebenenfalls die Positionsgröße zu reduzieren. Nur sehr wenige News bewegen die Märkte sehr weit in eine Richtung, häufig wird die erste Reaktion der Märkte nach kurzer Zeit wieder egalisiert und der Markt bewegt sich weiter in die vorherrschende Trendrichtung.

Unerfahrene Trader sollten besser komplett an der Seitenlinie bleiben und abwarten, bis sich die Märkte nach politischen Entscheidungen wieder beruhigt haben.

Für Daytrader, die eine auf Volatilität ausgelegte Strategie handeln, ist solch ein Marktumfeld jedoch ideal. Solche Strategien liefern zu diesen polischen Entscheidungen meist viele Einstiegssignale. Diese sollten jedoch immer mit dem passenden Risiko- und Money-Management gehandelt werden, eine strikte Verlustbegrenzung ist unabdingbar für den Erfolg solcher Strategien.

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Risikohinweis

Dieser Artikel ist die persönliche Meinung des Autors. Er dient lediglich als Information. Diese Analysen dürfen nicht als Anlage- oder Vermögensberatung interpretiert werden. Eine Investitionsentscheidung bezüglich irgendwelcher Wertpapiere oder sonstiger Finanzinstrumente benötigt das Hintergrundwissen Ihrer persönlichen Situation, welche der Autor nicht kennt. Dieser Inhalt veraltet und wird nach Veröffentlichung nicht aktualisiert.

Roland Jegen ist seit über 10 Jahren an der Börse aktiv. Seit Anfang 2016 arbeitet er als Trading Experte bei WH SelfInvest. Neben der klassischen Chartanalyse gehören Auction Market Theory und Market Profile sowie automatisierte Handelssysteme zu seinen Steckenpferden.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

Bildquellen: WH Selfinvest, WH Selfinvest

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