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23.01.2019 13:55
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Wird die EZB für Kursschwankungen beim EURUSD sorgen?

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Der EURUSD befindet sich seit drei Monaten in einer engen Handelsspanne, da sich die wirtschaftlichen Bedingungen in den USA und der EU verschlechtert haben. Solch lange Ruhephasen führten in der Vergangenheit oft zu großen Kursschwankungen. Könnte die EZB hier der Auslöser sein?

  • EURUSD könnte gewisse Hinweise vom Anleihemarkt nutzen
  • Investoren dürften weiterhin im USD positioniert sein
  • Dovische EZB erwartet, Änderung der Geldpolitik unwahrscheinlich

EURUSD und der Anleihemarkt
Da sich die wirtschaftlichen Bedingungen verschlechtern, sinken die Anleiherenditen sowohl in den USA als auch in der Eurozone. Aber die 10-jährigen US-Anleiherenditen fallen von einem höheren Niveau, so dass der USD theoretisch mehr zu verlieren hat. Es sah so aus, als hätte EURUSD die 1,15 knacken können, aber die dovische Rede von EZB-Präsident Mario Draghi untergrub den Euro. Die Renditedifferenz für Anleihen (grüne Linie) notiert immer noch deutlich höher als der EURUSD, aber es gibt natürlich keine Garantie, dass dies in einer EURUSD-Rallye resultiert.

Der Anleihemarkt bietet etwas Auftrieb, aber wird der Euro davon profitieren können? Quelle: Bloomberg, XTB Research

Positionierung der Investoren
Aufgrund der Stilllegung der US-Regierung wurden die CFTC-Daten zur Positionierung seit einem Monat nicht mehr aktualisiert. Zuvor neigte die Positionierung zugunsten des US-Dollars, was darauf hindeutet, dass er mehr "zu verlieren" hätte. Dies ist jedoch nur einer von vielen Indikatoren.

Technische Analyse
Aus der langfristigen Perspektive bleibt das Paar in einem Abwärtstrend, da wir uns in einer Reihe von tieferen Tiefs und tieferen Hochs befinden. Innerhalb dieses breiten Abwärtstrendkanals haben wir eine Konsolidierung gesehen, die eine Bodenbildung ankündigen könnte. Wenn diese Bodenbildung jedoch scheitert, könnten die letzten drei Monate zu einem Flaggenmuster werden und zu einem bärischen Impuls führen. Am wichtigsten ist, dass die EURUSD-Käufer im Vorfeld des EZB-Treffens vor der Herausforderung stehen, die Untergrenze der Flagge als auch die 1,13er-Marke zu verteidigen.

EURUSD stößt im Vorfeld der EZB-Treffens auf wichtige Unterstützungen. Quelle: xStation 5

Fazit
Es sieht so aus, als hätte der Euro zu Beginn des Jahres 2019 einige Gelegenheiten vertan, aufzuwerten. Die EZB wird zugeben müssen, dass sich die konjunkturelle Lage verschlechtert hat, aber das wird von den Märkten bereits eingepreist und EZB-Präsident Mario Draghi dürfte aufhören, eine geldpolitische Veränderung vorzuschlagen. Der größte “Market Mover”, den wir uns vorstellen könnten, wäre ein Hinweis auf eine mögliche Rückkehr zum Anleihekaufprogramm (QE). EURUSD-Käufer hoffen jedoch auf eine Vermeidung solch einer Entscheidung.  

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Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert.

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