10.08.2018 09:12
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Wirtschaftskalender: Lawine an wichtigen Veröffentlichungen

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  • Britisches Wirtschaftswachstum dürfte sich im zweiten Quartal beschleunigen
  • US-VPI sollte starkes Preiswachstum bestätigen
  • Kanadische Arbeitslosenquote soll auf 5,9% sinken
  • WASDE-Bericht könnte Volatilität am Getreidemarkt antreiben

Der letzte Handelstag der Woche könnte interessant werden, da der Wirtschaftskalender einige wichtige Veröffentlichungen enthält. Nach dem schwedischen VPI am frühen Morgen folgt eine Lawine von britischen Daten (einschließlich vorläufiger BIP-Daten für das zweite Quartal). Die Inflationszahlen aus den USA werden gleichzeitig mit dem kanadischen Arbeitsmarktbericht am frühen Nachmittag veröffentlicht, weshalb der USDCAD einer erhöhten Volatilität unterliegen könnte. Zuallerletzt sollten Rohstoffhändler um 18:00 Uhr vorsichtig sein, da der WASDE-Bericht über den Getreidemarkt veröffentlicht wird.

9:30 Uhr | Schweden, VPI-Inflation (Juli): Die jüngste VPI-Inflationsrate aus Schweden ließ das Preiswachstum auf 2,1% im Jahresvergleich steigen. Diesmal deutet der Marktkonsens auf eine Verlangsamung auf 2% im Jahresvergleich hin. Die Riksbank richtet ihre Aufmerksamkeit jedoch auf die CPIF-Inflation (VPI zu konstanten Zinssätzen), da mit dieser Messung das schwedische Preisstabilitätsziels festgelegt wird. SEK-Händler dürften es daher erfreulich finden, dass bei der CPIF-Inflation ein Wert von 2,2% im Jahresvergleich (Ziel 2%) erwartet wird. Dennoch zeigt der Markt für Zinsderivate in diesem Jahr nur eine Wahrscheinlichkeit von 10% für eine Zinserhöhung.

10:30 Uhr | Großbritannien, BIP-Daten für Q2: Die britische Wirtschaft enttäuschte im ersten Quartal des Jahres mit einer Wachstumsrate von lediglich 1,2% im Jahresvergleich (0,2% im Quartalsvergleich). Den von Bloomberg befragten Ökonomen zufolge dürfte das zweite Quartal jedoch besser ausfallen, da sie erwarten, dass sich das britische Wirtschaftswachstum auf 1,3% im Jahresvergleich beschleunigen wird. Nicht viel, aber immer noch besser als das erste Quartal. Auf vierteljährlicher Basis sollte die Wachstumsrate 0,4% betragen. Neben dem BIP-Bericht werden GBP-Händlern sowohl ein Update zur Bautätigkeit und den Produktionszahlen (Industrie und verarbeitendes Gewerbe) erhalten.

14:30 Uhr | USA, VPI-Inflation (Juli): Der gestrige EPI-Wert enttäuschte, da er im Juli im Monatsvergleich weder einen Anstieg noch einen Rückgang aufwies. Im Jahresvergleich zeigte der EPI wiederum einen niedrigeren Wert als erwartet. Dies muss sich jedoch heute nicht in einem schwächeren VPI wiederspiegeln. Die mittlere Schätzung der Agentur Bloomberg deutet darauf hin, dass die Gesamtinflation bei 2,9% im Jahresvergleich bleiben wird, während die Kernrate bei 2,3% bleiben sollte. Angesichts des Willens der US-Währungsbehörden, ihren Pfad der allmählichen Zinserhöhung fortzusetzen, könnte die Veröffentlichung hier für eine Bestätigung sorgen.

14:30 Uhr | Kanada, Arbeitsmarktbericht: Genau eine Woche nach der Veröffentlichung des amerikanischen NFP-Berichts werden CAD-Händler das entsprechende Pendant aus Kanada erhalten. Die kanadische Wirtschaft soll im Juli 17 Tsd. Arbeitsplätze geschaffen haben. Darüber hinaus wird erwartet, dass die Arbeitslosenquote von 6% auf 5,9% und die Erwerbsquote von 65,5% auf 65,4% sinken wird. Das Lohnwachstum dürfte sich von 3,5% auf 3,6% im Jahresvergleich beschleunigen. Wenn sich der Arbeitsmarkt so weiterentwickelt, könnten die Chancen für weiter steigende Zinsen im letzten Quartal 2018 steigen (aktuell bei 76,5% für eine Zinserhöhung im Oktober).

 

Das heutige Datenpaket aus Großbritannien und den USA könnte dem GBPUSD-Paar erlauben, unter das Unterstützungsniveau bei 1,2790 zu fallen. Wenn dies der Fall ist, könnte sich der Ausblick für die britische Währung weiter verschlechtern. Nächste Unterstützung kann bei der 1,26-Marke gefunden werden. Quelle: xStation 5

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Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert.

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