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13.09.2018 11:00
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Wirtschaftskalender: Zentralbanken klar im Fokus

DRUCKEN
  • EZB und BoE werden voraussichtlich in Wartehaltung bleiben
  • Hohe Erwartungen vor CRBT-Zinsentscheid
  • US-Kerninflation (VPI) bei 2,4% im Jahresvergleich erwartet

Der Donnerstag ist zweifellos der interessanteste Tag dieser Woche, wenn wir uns die geplanten Berichte und Ereignisse ansehen. Zunächst werden EZB, BoE und CBRT ihre Zinsentscheide bekannt geben. Sollten die beiden ersteren die Märkte nicht überraschen, ist die Unsicherheit um die türkische Entscheidung deutlich größer. Abgesehen davon wird der US-Verbraucherpreisindex am frühen Nachmittag veröffentlicht und dürfte die Fed bei ihrem geldpolitischen Straffungsprozess unterstützen.

13:00 Uhr | Zinsentscheid der Bank of England: Die Daten aus der britischen Wirtschaft, die Anfang der Woche veröffentlicht wurden, überraschten die Anleger überwiegend positiv. Die Daten zur Bautätigkeit und der Handelsbilanz übertrafen am Montag die Erwartungen, während die Arbeitsmarktdaten am Dienstag ähnliche Ergebnisse lieferten. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass die BoE heute eine Zinserhöhung vornehmen wird. Die Zentralbank signalisierte, dass vor einer strafferen Geldpolitik ein Brexit-Abkommen notwendig sei. Außerdem findet nach dem heutigen Treffen keine Pressekonferenz statt, daher wird es wahrscheinlich ein Nicht-Ereignis sein.

13:00 Uhr | CBRT-Zinsentscheid: Die türkische Krise war bisher ein lebhaftes Thema unter den Anlegern. Die starke Abwertung der Lira hat auch andere Schwellenländerwährungen belastet. Obwohl dies teilweise auf den diplomatischen Streit zwischen der Türkei und den USA zurückgeführt werden kann, hat die unangemessene Geldpolitik auch ihren Tribut gefordert. Die CBRT kündigte an, dass sie ihre Geldpolitik während der heutigen Sitzung überprüfen wird. Diese Aussage dürfte von den Märkten als hawkisch angesehen werden. Der Leitzins liegt aktuell bei 17,75% und je nach Quelle erwarten Ökonomen eine Erhöhung auf 21% oder 22%. Eine Anhebung in dieser Größenordnung könnte den Abwärtsdruck verringern, wird aber in Zukunft zusätzliche Maßnahmen erfordern, um die Lira wieder auf Kurs zu bringen. Angesichts der Tatsache, dass die Erwartungen recht hoch angesetzt sind, erscheint eine positive Überraschung eher unwahrscheinlich.

13:45 Uhr | Zinsentscheid der EZB: Auch wenn die EZB-Sitzungen in der Regel die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, dürfte heute der Fokus auf der CBRT liegen. Dies sollte jedoch nicht überraschen, da die Märkte von der EZB erwarten, dass sie mindestens bis zum nächsten Sommer in Wartestellung verbleibt. Abgesehen davon wurden Änderungen des QE-Programms (Beendigung Ende 2018) bereits Anfang des Jahres angekündigt. Daher ist es unwahrscheinlich, dass Mario Draghi und andere EZB-Mitglieder in ihrer Stellungnahme für Überraschungen sorgen werden. Dennoch sollte man die anschließende Pressekonferenz (14:30 Uhr) verfolgen, da Journalisten Fragen zu Dingen stellen könnten, die in der Erklärung nicht angesprochen werden.

14:30 Uhr BST - USA, Verbraucherpreisindex (August): Mario Draghi wird sicherlich am frühen Nachmittag die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Doch man darf nicht vergessen, dass gleichzeitig mit dem Beginn der Pressekonferenz die VPI-Inflationsdaten aus den USA veröffentlicht werden. Der Marktkonsens deutet auf eine leichte Verschlechterung der Gesamtinflation von 2,9% auf 2,8% im Jahresvergleich hin. Die Kernrate dürfte unverändert bei 2,4% bleiben. Das Preiswachstum in der US-Wirtschaft ist weiterhin stabil, daher ist es unwahrscheinlich, dass die Fed-Mitglieder die Idee einer schrittweisen Zinserhöhung aufgeben werden.

Folgende Reden von Zentralbankmitgliedern stehen heute auf der Agenda:
-  19:00 Uhr | Bostic von der Fed

USDTRY zog sich nach einer steilen Rallye zur 7er Marke in die Nähe der 5,70 zurück. Die Kursentwicklung war später deutlich ruhiger. Sollte die CRBT die Erwartungen der Märkte jedoch nicht erfüllen, könnte es zu heftigen Schwankungen kommen. Quelle: xStation 5???????

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Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert.

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