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14.07.2020 16:10
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Zusammenfassung: Quartalszahlen der wichtigsten US-Banken

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Drei große US-Banken - JPMorgan Chase & Co (JPM.US), Citigroup Inc (C.US) und Wells Fargo & Co (WFC.US) - haben vor der heutigen Markteröffnung in den USA ihre Quartalsergebnisse veröffentlicht. Aufgrund des spezifischen Marktumfelds, mit dem die Banken in diesen Tagen konfrontiert sind, waren die Investoren auf der ganzen Welt besonders an diesen Zahlen interessiert. Da die derzeitige Krise die schlimmste Depression seit mindestens dem Zweiten Weltkrieg sein wird, sind die Finanzinstitute gezwungen, mit einem Umfeld niedriger (oder sogar negativer) Zinssätze sowie mit einer Konkurswelle fertig zu werden. Daher standen auch die Rückstellungen für Kreditausfälle im Mittelpunkt des Interesses. Im Folgenden präsentieren wir eine Zusammenfassung der heutigen Berichte.

JPMorgan Chase & Co (JPM.US)

  • Bereinigte Einnahmen von 33,82 Milliarden USD (Erwartung: 30,57 Milliarden USD) 
  • Gewinne von 4,69 Milliarden USD oder 1,38 USD pro Aktie (Erwartung: 1,01 USD)
  • Rückstellung für Kreditverluste in Höhe von 10,47 Milliarden USD (Erwartung: 9,15 Milliarden USD)
  • Anleihenverkäufe und Handelserträge in Höhe von 7,34 Milliarden USD (+99% im Jahresvergleich) 
  • Einstieg ins 3. Quartal mit Reserven in Höhe von 34 Milliarden USD
  • „Wir sind auf alle Eventualitäten vorbereitet, denn unsere Bilanz erlaubt es uns, auch im Sturm ein Hafen zu bleiben", so CEO Jamie Dimon.

Citigroup Inc (C.US)

  • Einnahmen von 19,8 Milliarden USD
  • EPS von 50 Cent (Erwartung: 32 Cent) 
  • Gesamtkosten für Kredite: 7,90 Milliarden Dollar (Erwartung: 7,66 Milliarden USD) 
  • Festverzinsliche Verkäufe und Handelserträge in Höhe von 5,60 Milliarden USD (Erwartung: 4,59 Milliarden USD)
  • Einnahmen aus dem Investment-Banking in Höhe von 1,76 Milliarden USD (Erwartung: 1,43 Milliarden USD)
  • „Während die Kreditkosten unseren Reingewinn belasteten, war unser Geschäftsergebnis während des Quartals insgesamt stark, und wir haben die COVID-19-Pandemie einigermaßen gut gemeistert", so CEO Corbat.

Wells Fargo & Co (WFC.US)

  • Einnahmen von 17,84 Milliarden USD (Erwartung: 18,5 Milliarden USD)
  • Erster Quartalsverlust seit 2008
  • Verlust pro Aktie von 66 Cent (Erwartung: Verlust pro Aktie von 13 Cent)
  • Eine Rekordsumme von 9,5 Milliarden USD für Kreditverluste (etwa 4 Milliarden USD mehr als erwartet!)
  • Senkung der Dividende von 51 Cent auf 10 Cent pro Aktie
  • „Wir sind äußerst enttäuscht sowohl über die Ergebnisse des zweiten Quartals als auch über unsere Absicht, unsere Dividende zu kürzen. Unsere Einschätzung der Dauer und Schwere des wirtschaftlichen Abschwungs hat sich gegenüber den im letzten Quartal zugrunde gelegten Annahmen erheblich verschlechtert, was zu der Zuführung von 8,4 Milliarden US-Dollar zu unserer Rückstellung für Kreditverluste im zweiten Quartal geführt hat", so CEO Charlie Scharf. 

Alles in allem haben JPMorgan und Citigroup im zweiten Quartal trotz der anhaltenden Krise gut abgeschnitten und die Erwartungen der Analysten leicht übertroffen. Ihre Handelsbereiche profitierten von einem Jahr der Achterbahnfahrt, während die Investment-Banking-Abteilungen ebenfalls einige solide Erträge verzeichneten. Auch wenn die Rückstellungen für Kreditverluste in die Höhe schnellten, geben die Gewinn- und Verlustrechnungen für den Augenblick vielleicht etwas Hoffnung. Bei Wells Fargo sieht die Situation ganz anders aus, da das Unternehmen unter den gegebenen Umständen eindeutig zu kämpfen hat. Abgesehen von den enormen Kreditverlusten sieht auch die Gewinn- und Verlustrechnung beunruhigend aus. Nichtsdestotrotz sollte man bedenken, dass Wells Fargo sich hauptsächlich auf das Privatkundengeschäft konzentriert.

Die Aktie von Wells Fargo eröffnete heute mit einer bärischen Kurslücke. Aufgrund der beunruhigenden Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung beschlossen die Führungskräfte der Bank, die Dividende auf 10 Cent zu kürzen, was für einige langfristige Investoren schlecht sein könnte. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung stürzt die Aktie um etwa 8% ab. Kurzfristig könnte der Bereich um die 22,45 USD als entscheidende Unterstützungszone dienen. Quelle: xStation 5
 

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