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21.05.2014 11:57
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Commerzbank beurlaubt Händler wegen Manipulationsverdacht

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Erstmals macht auch die Commerzbank wegen Manipulationsversuchen am Devisenmarkt Schlagzeilen.
Die Bank hat zwei ihrer Währungshändler suspendiert. Informationen des Wall Street Journal Deutschland zufolge sollen die beiden im Januar versucht haben, den Wechselkurs des Euro zum polnischen Zloty bei einer Transaktion für einen Kunden zu manipulieren. Die Bank bestätigte die Suspendierung.

"Die Bank verfolgt eine Null-Toleranz-Politik hinsichtlich der Verletzung von Compliance-Richtlinien, dies gilt auch schon beim Versuch vorschriftswidrigen Verhaltens. Daher hat die Commerzbank sofort gehandelt, nachdem Vorbereitungen zum Verstoß gegen Compliance-Richtlinien erkannt wurden", sagte ein Sprecher von Commerzbank Corporates & Markets. Die Bank gehe von einem Einzelfall aus und davon, dass weder die Bank noch die beiden Mitarbeiter von der versuchten Manipulation profitiert haben.

Die Aufsichtsbehörden untersuchen seit dem vergangenen Jahr weltweit alle möglichen Manipulationen am Devisenmarkt sowie an den Referenzzinssätzen Libor und Euribor durch Mitarbeiter von Banken. Während es sich bei der Commerzbank den Informationen zufolge um eine versuchte Manipulation im Rahmen eines Kundenauftrages handelte, steht bei anderen Banken auch die Manipulation der Referenzkurse für bestimmte Währungspaare im Raum.

Kapitalvernichter: DSW Watchlist 2014

Quelle

Die DSW Watchlist wird seit den 90er Jahren alljährlich von der DSW erstellt und veröffentlicht. Die Liste beschränkt sich dabei auf Unternehmen, die im Prime Standard gelistet sind. Der Punktestand errechnet sich unter Berücksichtigung der Kursentwicklung über ein, drei und fünf Jahre und kann einen maximalen Wert von -1.000 erreichen. Die Entwicklung über fünf Jahre wird dabei am stärksten gewichtet. In diesem Ranking werden Gesellschaften in Insolvenz nicht berücksichtigt.
Die DSW Watchlist 2014 wurde am 5. März 2014 veröffentlicht.

Platz 10

Air Berlin

Punkte: -494

Performance 5 Jahre: -65,0 Prozent
Performance 3 Jahre: -55,4 Prozent
Performance 1 Jahr: 7,8 Prozent

Platz 9

Commerzbank

Punkte: -549

Performance 5 Jahre: -70,5 Prozent
Performance 3 Jahre: -64,7 Prozent
Performance 1 Jahr: 9,5 Prozent

Platz 8

Solar Fabrik

Punkte: -557

Performance 5 Jahre: -63,3 Prozent
Performance 3 Jahre: -59,3 Prozent
Performance 1 Jahr: -26,7 Prozent

Platz 7

Sygnis Pharma

Punkte: -596

Performance 5 Jahre: -84,3 Prozent
Performance 3 Jahre: -68,9 Prozent
Performance 1 Jahr: 71,5 Prozent

Platz 6

Medigene

Punkte: -604

Performance 5 Jahre: -80,0 Prozent
Performance 3 Jahre: -56,7 Prozent
Performance 1 Jahr: -12,6 Prozent

Platz 5

Youniq

Punkte: -777

Performance 5 Jahre: -83,5 Prozent
Performance 3 Jahre: -80,5 Prozent
Performance 1 Jahr: -52,0 Prozent

Platz 4

Asian Bamboo

Punkte: -855

Performance 5 Jahre: -79,4 Prozent
Performance 3 Jahre: -96,8 Prozent
Performance 1 Jahr: -75,8 Prozent

Platz 3

YOC

Punkte: -882

Performance 5 Jahre: -85,6 Prozent
Performance 3 Jahre: -94,3 Prozent
Performance 1 Jahr: -77,2 Prozent

Platz 2

3W Power

Punkte: -892

Performance 5 Jahre: -95,6 Prozent
Performance 3 Jahre: -91,3 Prozent
Performance 1 Jahr: -62,3 Prozent

Platz 1

SolarWorld

Punkte: -895

Performance 5 Jahre: -97,0 Prozent
Performance 3 Jahre: -93,8 Prozent
Performance 1 Jahr: -56,6 Prozent

Zuletzt hatte etwa die Deutsche Bank im Januar Händler in New York suspendiert und später entlassen, von denen mindestens einer den Handel mit argentinischen Pesos manipuliert haben soll. Auch britische und amerikanische Banken haben bereits Mitarbeiter entlassen, denen nach der Analyse von internen Chatprotokollen Fehlverhalten nachgewiesen werden konnte. Die Institute, darunter auch die Deutsche Bank, haben im Rahmen all dieser Ermittlungen bereits Strafen in Milliardenhöhe an die Aufseher gezahlt.

Die Ermittlungen der deutschen Finanzmarktaufsicht beweisen nach bisherigem Stand Manipulationsversuche bei lateinamerikanischen und asiatischen Währungen, wie Bafin-Direktor Raimund Röseler am Dienstag auf einer Veranstaltung der Aufsichtsbehörde sagte. Er bezeichnete die bisherigen Ermittlungsergebnisse als "beunruhigend". Allerdings handele es sich um viele Einzelfälle und es gebe keine Hinweise auf ein organisiertes, von oberen Führungsebenen angeordnetes Verhalten.

Die betreffenden Händler haben demnach bei der Festsetzung des Währungsniveaus um höhere oder niedrigere Preise gebeten, wie Mitschriften von Telefonaten und Emails zeigen. Die Gegenseite habe sich dann entsprechend verhalten, um den Markt in die gewünschte Richtung zu bewegen, sagte Röseler. Die Ermittlungen erstrecken sich auf alle Banken, die mit Währungen handeln, wenngleich hierzulande bisher die Deutsche Bank im Fokus gestanden hat. Offenbar gestalten sich die Ermittlungen schwieriger als gedacht. Röseler hofft, die Untersuchungen "deutlich vor 2018" abzuschließen.

Mitarbeit: Madeleine Nissen Kontakt zur Autorin: isabel.gomez@wsj.com DJG/igo/sha Dow Jones Newswiressj.com   DJG/igo/sha Dow Jones Newswires Jones Von Isabel Gomez

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