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21.12.2016 16:30
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Tschechien: Aufwertung in Sicht

Euro am Sonntag: Tschechien: Aufwertung in Sicht | Nachricht | finanzen.net
Euro am Sonntag
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Die steigende Inflation dürfte das Ende des Mindestkurses der Krone bedeuten. Anleger könnten von einer Aufwertung profitieren.
€uro am Sonntag
von Astrid Zehbe, Euro am Sonntag

Als die Schweizer Notenbank vor fast zwei Jahren den Mindestkurs des Franken zum Euro überraschend aufgab, kam das einem Erdbeben gleich. Der Aktienmarkt des Landes brach ein. Ein Euro kostete nur noch einen statt 1,20 Franken. Ein ähnliches Szenario könnte es bald auch in Tschechien geben, wenn auch mit weniger drastischen Auswirkungen. Seit 2013 hält die tschechische Notenbank ihre Währung ebenfalls künstlich auf einem Mindestkurs. 27 Kronen (CZK) soll ein Euro mindestens kosten. Um eine Aufwertung der tschechischen Währung zu verhindern, flutet die Zentralbank den Markt mit Milliarden von Kronen.

Preise steigen wieder stärker

Damit könnte bald Schluss sein. Die Gefahr der Deflation, die die Währungshüter 2013 dazu veranlasste, einen Mindestkurs festzulegen, scheint vorüber. Die Preise sind zuletzt gestiegen, und das stärker als erwartet. Mit einer Rate von 1,5 Prozent ist die Inflation im November erstmals seit 2013 wieder über ein Prozent geklettert und liegt 0,5 Prozentpunkte höher, als die Notenbank selbst prognostiziert hatte. Analysten erwarten, dass die Teuerung weiter zulegt und bereits Anfang 2017 das Notenbankziel von zwei Prozent erreicht.
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Neben steigenden Energiekosten dürfte vor allem die gute konjunkturelle Lage mit sinkenden Arbeitslosenzahlen und schnell steigenden Löhnen zu weiteren Preisanstiegen führen. Mittelfristig rechnen Finanzmarktexperten darum damit, dass die Währungshüter den Wechselkurs zwischen Krone und Euro wieder freigeben. Wann genau es so weit ist, wird - ähnlich wie vor zwei Jahren in der Schweiz - eine Überraschung bleiben. Auf diese Weise will die Notenbank im Vorfeld hohe Zuflüsse in die Währung verhindern.

Von Aufwertung profitieren

Ohne die Interventionen der Notenbank würde die Tschechische Krone aufwerten. Wie stark, lässt sich jedoch nur schwer sagen. Laut Terminkontrakten kostet ein Euro in zwölf Monaten nur noch 26,63 Kronen, das entspricht einer Aufwertung der Krone um 1,4 Prozent. Auch die Währungshüter glauben, dass die Krone nur minimal aufwerten würde. Studien hingegen, in denen die Kaufkraft untersucht wurde, kommen zu dem Schluss, dass die tschechische Währung aktuell rund 30 Prozent unterbewertet ist. Anleger, die auf eine stärkere Krone setzen wollen, können in ein Partizipations-Zertifikat der Commerzbank (ISIN: DE 000 CB2 CZK 2) investieren. Es bildet die Kursentwicklung eins zu eins ab und hat keine Laufzeitbeschränkung.
Bildquellen: Vladimir Wrangel / Shutterstock.com, Ikerlaes / Shutterstock.com

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