Krieg im Nahen Osten

Darum gibt der Eurokurs zum US-Dollar nach

09.03.26 20:18 Uhr

Euro Dollar Kurs: Weshalb der Euro zum US-Dollar nachgibt | finanzen.net

Der Kurs des Euro ist am Montag im US-Handel unter 1,16 US-Dollar geblieben.

Werte in diesem Artikel
Devisen

0,1248 EUR 0,0000 EUR -0,03%

8,0108 CNY 0,0022 CNY 0,03%

0,8692 GBP -0,0004 GBP -0,05%

9,1930 HKD -0,0007 HKD -0,01%

187,0600 JPY -0,1300 JPY -0,07%

1,1741 USD -0,0001 USD -0,00%

1,1505 EUR 0,0003 EUR 0,03%

0,0053 EUR 0,0000 EUR 0,05%

0,8518 EUR -0,0001 EUR -0,01%

Die Anleger setzen wegen des Kriegs im Nahen Osten stärker auf den Dollar als Krisenwährung, was die europäische Gemeinschaftswährung aktuell unter Druck bringt.

Zuletzt wurde der Euro zu 1,1577 Dollar gehandelt. Am Freitagabend hatte er noch über 1,16 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs am Montag auf 1,1555 (Freitag: 1,1561) Dollar fest.

Es gibt weiterhin keine Anzeichen für ein schnelles Ende des Krieges im Nahen Osten und den damit verbundenen Beeinträchtigungen der Lieferung von Energierohstoffen aus der Region am Persischen Golf. So geht der Krieg zwischen der Islamischen Republik auf der einen sowie Israel und der USA auf der anderen Seite auch nach der Ernennung von Modschtaba Chamenei zum neuen obersten Führer im Iran mit unverminderter Härte weiter. Israel und auch US-Präsident Donald Trump haben dem 56-jährigen neuen Staatschef bereits gedroht, auch er sei seines Lebens nicht sicher.

Zudem belasteten enttäuschende Konjunkturdaten aus Deutschland den Euro. Zu Beginn des Jahres waren Auftragseingang und Produktion in den Industriebetrieben der größten Volkswirtschaft der Eurozone schlechter ausgefallen als erwarte.

"Alles in allem lassen die heutigen Zahlen nicht erwarten, dass die Industrie im ersten Quartal das Wachstum der deutschen Wirtschaft unterstützen wird", kommentierte Commerzbank-Experte Ralph Solveen. "Zwar machen die gerade auch für die Industrie zuletzt besseren Stimmungsindikatoren Hoffnung auf eine Wende zum Besseren, aber es bleibt abzuwarten, ob diese Hoffnungszeichen auch nach der Eskalation im Nahen Osten und den deshalb stark gestiegenen Ölpreisen bestehen bleiben."

/la/mis

NEW YORK (dpa-AFX)

Bildquellen: Winiki / Shutterstock.com, OlgaNik / Shutterstock.com