12.11.2017 09:02
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+70 Prozent an einem Tag: Bitcoin Cash hebt ab - Neues Allzeithoch für den kleinen Bitcoin-Bruder

Mega-Handelsvolumen: +70 Prozent an einem Tag: Bitcoin Cash hebt ab - Neues Allzeithoch für den kleinen Bitcoin-Bruder | Nachricht | finanzen.net
Mega-Handelsvolumen
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Während die größte Digitalwährung Bitcoin in nur 3 Tagen einen Absturz um 1.300 Dollar hinnehmen musste, hat der kleine Bruder Bitcoin Cash im Windschatten deutlich zugelegt. Aus gutem Grund.
Für Bitcoin-Anleger war es eine aufregende Handelswoche. Zunächst sah alles nach einer Fortsetzung der Rally bei der größten Digitalwährung aus. Am Mittwoch markierte der Kryptotoken bei 7.828,27 Dollar den höchsten Stand aller Zeiten. Doch die Freude währte nicht lange, denn kurz darauf folgte der Absturz. In den darauffolgenden vier Tagen hat der Bitcoin mehr als 1.600 Dollar an Wert verloren und notiert am Sonntag um 6.163,50 Dollar und damit deutlich unter seinem Allzeithoch.

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Bitcoin Cash als großer Gewinner

Doch während die größte Digitalwährung kräftig Federn lassen muss, legt Bitcoin Cash deutlich zu: Allein in den vergangenen sieben Handelstagen zog der Kurs um 190 Prozent an. Auch am Wochenende geht es weiter nach oben: Bei 2.500 US-Dollar markiert der digitale Token ein neues Allzeithoch. Das Handelsvolumen übersteigt sogar das von Bitcoin, wie Coinmarketcap berichtet.

Hintergrund der unterschiedlichen Entwicklung der beiden Bitcoin-Varianten ist das am Mittwoch überraschend abgesagte Großevent Segwit2X. Im Rahmen des für die kommende Woche geplanten Updates hatte die Block-Größe innerhalb der Bitcoin-Blockchain von einem auf zwei MegaByte verdoppelt werden sollen. Dadurch sollte die Skalierbarkeit der Kryptowährung verbessert und damit der Durchsatz an Transaktionen beschleunigt werden. Dies hatte sich in den vergangenen Monaten angesichts der massiv gestiegenen Transaktionszahlen als großes Problem erwiesen.

Doch die Bitcoin-Community stand nicht geschlossen hinter den Plänen. Nach Einschätzung vieler Teilnehmer der Blockchain gebe es nämlich bereits eine Lösung für das Problem: Den kleinen Bruder des Bitcoin, Bitcoin Cash. Bei dieser Währung liegt das Blocklimit bereits bei acht MegaByte. Dieser war infolge einer Hardfork entstanden - eines Updates der Blockchain, an der nicht die Mehrheit der Community teilgenommen hatte. Auch der dritte Bitcoin-Ableger, Bitcoin Gold, hatte auf diesem Weg das Licht der Welt erblickt. Entsprechendes drohte dem Bitcoin mit Segwit2x nun erneut: Eine weitere Abspaltung der Währung und ein weiterer Riss durch die Bitcoin-Community.

Experten glauben, dass die Absage von Segwit2x, die dem Bitcoin kurzzeitig zu einem neuen Allzeithoch verholfen hatte, mittelfristig ein deutlicher Belastungsfaktor für die Digitalwährung ist. Denn das Hauptproblem, die geringe Durchsatzrate von Bitcoin-Transaktionen, besteht weiterhin und muss nun auf anderem Weg angegangen werden. Infolge der Unsicherheit haben viele Anleger offenbar ihre Bitcoin-Einlagen in Bitcoin Cash umgeschichtet - und der Abspaltung damit kräftig Rückenwind verliehen.

Auch Neueinsteiger am Kryptomarkt dürften sich angesichts der Kursstände in dieser Woche eher an Bitcoin Cash als an Bitcoin orientiert haben, denn die Abspaltung ist deutlich günstiger zu haben als die etablierte Digitalwährung.

Gewinnmitnahmen tun ihr Übriges

Neben den Umschichtungen in Bitcoin Cash dürfte auch eine weitere Tatsache den Bitcoin in den vergangenen Tagen belastet haben: Gewinnmitnahmen. Zwar ist eine hohe Volatilität bei Kryptowährungen eher die Regel als die Ausnahme. Jedoch waren Investoren, die in den vergangenen Wochen eingestiegen waren, angesichts der anhaltenden Rally erfolgsverwöhnt. Mit anhaltenden Kursaufschlägen mehrte sich auch die Nervosität unter Investoren - viele dürften daher in dieser Woche Gewinne mitgenommen haben.

Redaktion finanzen.net

Zum Weiterlesen:
» Bitcoin kaufen - So geht's
» Bitcoin-Webinar am 14.11.2017 - Hype oder Investition der Zukunft?

Bildquellen: Carlos Amarillo / Shutterstock.com, 3Dsculptor / Shutterstock.com, Zapp2Photo / Shutterstock.com, Tomas Daliman / Shutterstock.com

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