07.01.2014 12:35

Bundesbank warnt offenbar vor Internetwährung Bitcoin

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Auch die Bundesbank warnt vor den Risiken der Internetwährung Bitcoin.
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"Aufgrund ihrer Konstruktion und wegen der großen Volatilität sind Bitcoins hochspekulativ", sagte das zuständige Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank, Carl-Ludwig Thiele, dem Handelsblatt. Für die virtuelle Währung gebe es keine staatliche Garantie, und es könne grundsätzlich zu einem Totalverlust für den Anleger kommen.
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   Vor der Bundesbank haben schon die französische und die chinesische Notenbank sowie die Europäische Bankenaufsicht vor den Risiken der virtuellen Währung gewarnt. In China, wo Bitcoins besonders beliebt sind, haben die Währungshüter den Banken sogar verboten, Transaktionen in Bitcoins durchzuführen.

  

Digitale Währungen

Amazon Coins

Der Online-Händler Amazon.com stellte im Februar 2013 die virtuelle Währung Amazon Coins vor. Dabei handelt es sich um eine Art Gutschein-Geld, das einen festen Wechselkurs zu anderen Währungen besitzt und mit diesen erworben werden muss. Die Währung wird von Amazon kontrolliert und ist bislang auch nur dort einsetzbar.
Amazon Coins richten sich vor allem an Besitzer des Kindle-Tablets, die damit Apps und Spiele kaufen können. Sie müssen dafür jedoch nicht zwingend die Coins verwenden, sondern können auch mit normalem Geld bezahlen. Auf Spiele und Apps, die mit Coins bezahlt werden, gibt Amazon jeoch einen Rabatt von bis zu zehn Prozent. Amazon verspricht, dass nicht verbrauchte Coins kein Ablaufdatum haben und jederzeit benutzt werden können. Die einmal gekauften Amazon Coins können jedoch nicht in Euro oder US-Dollar zurückgetauscht werden.

Auch Microsoft (Points) und Facebook (Credits) haben bereits versucht, in ihren Online-Diensten eine eigene digitale Währung zu etablieren, die nach dem gleichen System funktionierte wie die Amazon Coins. Beide Unternehmen sind jedoch 2013 wieder zu den nationalen Währungen zurückgekehrt.

Bitcoin (BTC)

Bitcoins sind zurzeit die wohl bekannteste digitale Währung. Das Konzept für Bitcoins und die zugehörige Software stammen von Satoshi Nakamoto, was vermutlich das Pseudonym einer Person oder Personengruppe ist.
Bitcoins werden über ein Computernetz erzeugt und über spezielle Bitcoin-Börsen gehandelt. Die ersten Einheiten des digitalen Geldes wurden im Januar 2009 generiert. Die Anzahl der insgesamt jemals verfügbaren Bitcoins ist bei 21 Millionen Bitcoins gedeckelt, rund die Hälfte wurde bislang erzeugt. Je mehr Bitcoins bereits geschöpft wurden, desto schwerer wird es, neue Bitcoins zu erzeugen.
Der Wechselkurs von Bitcoins zu anderen Währungen unterliegt heftigen Schwankungen, Tagesgewinne oder -verluste im zweistelligen Prozentbereich sind keine Seltenheit. Da es sich bei Bitcoins nicht um ein gesetzliches Zahlungsmittel handelt, ist ihre Annahme nicht verpflichtend. Tatsächlich warnen bereits einige Länder vor Bitcoins bzw. haben deren Nutzung eingeschränkt. So ist beispielsweise in China für Finanzinstitute und Zahlungsdienstleister der Handel mit Bitcoins untersagt.

Linden-Dollar

Der Linden-Dollar ist das Zahlungsmittel im Online-Spiel "Second Life". Spieler können sich im Spiel Linden-Dollar verdienen, indem sie Objekte an andere Spieler verkaufen, Jobs annehmen oder andere bezahlte Aktivitäten ausführen.
Bei Linden Lab, dem Betreiber des Spiels, können Linden-Dollar gekauft oder auch wieder in reale Währungen umgetauscht werden. Der Linden-Dollar kommt daher einer richtigen digitalen Währung schon näher als beispielsweise Amazon Coins. Angeblich soll es bei Second Life einige Spieler geben, die ihren richtigen Arbeitsplatz aufgegeben haben und nur noch durch den Verdienst und Umtausch von Linden-Dollars leben.

Litecoin (LTC)

Auf der technischen Seite sind Litecoins nahezu identisch umgesetzt wie Bitcoins: Um die seit 2011 existierende digitale Währung zu erzeugen, müssen sogenannt Blöcke berechnet werden. Die dafür benötigte Rechenleistung nimmt kontinuierlich zu. Insgesamt ist das Mining jedoch effizienter als bei Bitcoins und kann somit auch von normalen Rechnern durchgeführt werden. Auch die Gesamtmenge der Litecoins, die generiert werden können, liegt mit 84 Millionen deutlich höher als bei Bitcoins.
Litecoins können an über 20 Online-Marktplätzen gehandelt werden, meist wird jedoch nur der Tausch von Litecoins in Bitcoins und zurück unterstüzt. Nur bei wenigen Börsen können Litecoins auch in US-Dollar oder Euro getauscht werden. Erfunden und in der ersten Version veröffentlicht wurde Litecoin von Charles Lee, einem ehemaligen Google-Entwickler.

Peercoin (PPC)

Die digitale Währung Peercoin gibt es seit 2012. Sie wurde von dem Softwareentwickler Sunny King erfunden, der auch hinter der später veröffentlichten digitalen Währung Primecoin steht. Die Grundlagen sind ähnlich wie bei Bitcoins: Auch Peercoins werden durch das Aufbringen von Rechenleistung generiert, wobei die benötigte Rechnleistung mit der Zeit immer weiter ansteigt. Anders als bei Bitcoins gibt es bei Peercoins jedoch noch einen weiteren Mechanismus, das sogenannte Besitzschaftsprinzip. Dabei besitzt jedes Peercoin einen Zeitstempel, der anzeigt, wie alt die Einheit ist bzw. wann sie hergestellt wurde. Gibt ein Nutzer ein Peercoin aus, geht dieses Münzalter verloren, sorgt aber gleichzeitig dafür, dass die Schwierigkeit ein neues Peercoin zu erzeugen für diesen Nutzer abnimmt. Peercoins sind durch dieses Prinzip energiefreundlicher als Bitcoins, da nicht ständig mehr Rechenleistung benötigt wird.
Die Geldmenge wird bei Peercoins lediglich über ein konstante Transaktionsgebühr in Höhe von 0,01 PPC etwas reguliert. Eine feste Obergrenze für die jemals verfügbare Menge an Peercoins gibt es nicht.

Primecoin (XPM)

Auch bei Primecoin, einer digitalen Währung die im Sommer 2013 veröffentlicht wurde, gelten die Prinzipien von Bitcoin als Grundlage. Auch hier werden neue Einheiten der Währung über Rechenleistung hergestellt, indem eine Primzahlsuche als Algorithmus eingesetzt wird. Daher auch der Name Primecoin (von engl. Prime=Primzahl).
Grund für die Erfindung von Primecoin war der Ärger des Entwicklers Sunny King darüber, dass bei Bitcoins eine immense Rechenleistung sinnlos verbraucht wird. Über die Primzahlsuche, die bei seiner digitalen Währung Primecoin eingesetzt wird, dient die Erzeugung der Währungseinheiten, nach Aussagen von King, der Lösung wissenschaftlich nützlicher Probleme.

Quark

Der Name "Quark" kommt aus der Teilchenphysik und bedeutet "Elementarteilchen". Die digitale Währung von Hauptentwickler Max Guevara verfolgt das Ziel zu einer elementaren Währung aufzusteigen, die in Zukunft weit verbreitet und tatsächlich als alltägliches Zahlungsmittel nutzbar sein soll. Dafür setzt sich Quark technologisch deutlich von Bitcoins ab. Der Mining-Algorithmus, der gelöst werden muss um neue Einheiten der Währung zu erzeugen, lässt sich ausschließlich mit Standardcomputern lösen. Spezialisierte Rechenmaschienen, wie sie mittlerweile für das Mining von Bitcoins zwingend benötigt werden, werden ausgeschlossen. Außerdem setzt Quark auf eine erhöhte Sicherheit und besonders kurze Transaktionszeiten. Pro Jahr sollen künftig 1 Millionen Quark-Coins produziert werden, um eine stabile Inflation zu erzeugen.

Ripple (XRP)

Die Währung Ripple fungiert als digitale Währung im gleichnamigen Zahlungsnetzwerk. Über das Zahlungsnetzwerk Ripple können prinzipiell alle existierenden Währungen getauscht werden. Die Währung Ripple fungiert dabei als Brückenwährung, Tauschmittel oder Wertaufbewahrungsmittel im Netzwerk, die Nutzer sind aber nicht verpflichtet, sie zu verwenden.
Im Gegensatz zu Bitcoins wird für die Erzeugung von Ripples keine Rechenleistung aufgebracht. Ripples können bei verschiedenen Börsen erworben oder durch soziales Engagement verdient werden, indem man Rechenleistung für Forschungsprojekte zur Verfügung stellt. Die Gesamtmenge der Ripples ist auf 100 Milliarden begrenzt, etwas über die Hälfte wurden bereits ausgegeben.

Weitere digitale Währungen

Mittlerweile gibt es zahlreiche weitere digitale Währungen, die sich am Bitcoin-Prinzip orientieren und nur minimal davon abweichen, zum Beispiel durch den Schwierigkeitsgrad beim Generieren neuer Währungseinheiten. Einige Beispiele dafür sind:

- Novacoin (NVC)
- Terracoin (TRC)
- Colossuscoin (COL)
- Feathercoin (FTC)

In Deutschland sieht die Bundesbank jedoch Bitcoins noch "aktuell als ein Nischenphänomen". Derzeit fänden täglich etwa 70.000 Transaktionen mit Bitcoins weltweit statt. "Dies ist verschwindend gering, wenn wir uns vor Augen führen, dass allein in Deutschland pro Arbeitstag 24,6 Millionen Überweisungen und 35,2 Millionen Lastschriften getätigt werden", sagte Thiele.

   Zentralbanken und Regierungen stehen Bitcoins mit Skepsis gegenüber. Wenn sich Bitcoins auf breiter Basis durchsetzen, würde der Einfluss von Notenbanken und Staaten auf die Geldwertstabilität erheblich geschwächt. Die virtuelle Währung ist eine Art "Privatgeld", über das Regierungen und Zentralbanken keine Kontrolle haben.

   Dow Jones Newswires

Platz 9: Weitere digitale Währungen

Mittlerweile gibt es zahlreiche weitere digitale Währungen, die sich am Bitcoin-Prinzip orientieren und nur minimal davon abweichen, zum Beispiel durch den Schwierigkeitsgrad beim Generieren neuer Währungseinheiten. Einige Beispiele dafür sind:

- Novacoin (NVC)
- Terracoin (TRC)
- Colossuscoin (COL)
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