11.12.2020 10:07

Kuba wertet Peso erstmals ab - "Nicht frei von Risiken"

Währungsreform: Kuba wertet Peso erstmals ab - "Nicht frei von Risiken" | Nachricht | finanzen.net
Währungsreform
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Kuba versucht seiner angeschlagenen Wirtschaft mit einer Währungsreform neues Leben einzuhauchen.
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Präsident Miguel Diaz-Canel kündigte am Donnerstagabend (Ortszeit) eine starke Abwertung des Peso ab Januar an - der ersten überhaupt seit der kubanischen Revolution von 1959. Der Wechselkurs werde auf 24 Peso je Dollar festgelegt. Zugleich sollen andere, günstigere Wechselkurse abgeschafft werden. Die Reform sei zwar kein Allheilmittel für die Wirtschaft, sagte Diaz-Canel. "Sie wird jedoch die Schaffung der notwendigen Bedingungen begünstigen, um auf eine solidere Weise voranzukommen."
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Seit fast drei Jahrzehnten zirkulieren in Kubas staatlicher Wirtschaft zwei Währungen: der Peso und der konvertible Peso (CUC), mit dem etwa ausländische Touristen zahlen. Während Kuba den CUC 2011 schon einmal abgewertet hat und dessen Kurs bei etwa 1:24 liegt, ist der Hauptkurs des Pesos von 1:1 zum Dollar seit der kubanischen Revolution von 1959 unverändert geblieben.

Ökonomen zufolge ist die Reform kurzfristig schmerzhaft für die Kubaner. Auf längere Sicht seit sie aber wichtig, da die unterschiedlichen Wechselkurse einige Branchen subventioniert und damit die Funktionsweise der Wirtschaft verzerrt hätten.

"Die Aufgabe ist nicht frei von Risiken", räumte Diaz-Canel ein. Experten rechnen durch die Umstellung mit einer Inflationsrate im dreistellige Prozentbereich. Die Regierung hatte angekündigt, die anfängliche Abwertung mit einer Verfünffachung der durchschnittlichen staatlichen Löhne und Renten abzufedern. Diese Erhöhung gilt aber nicht für die Beschäftigte privater Unternehmen. Die Regierung droht denjenigen, die ihre Preise übermäßig erhöhten, mit strengen Sanktionen.

Kubanische Ökonomen schätzen, dass etwa 40 Prozent der staatlichen Unternehmen rote Zahlen schreiben. Von der Reform profitierten dürften vor allem diejenigen, die im Exportgeschäft aktiv sind.

Havanna (Reuters)

Bildquellen: YASUYOSHI CHIBA/AFP/Getty Images
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