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22.04.2013 10:02
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2013: Das Jahr der Biotech-Fonds?

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München (www.fondscheck.de) - 2013 scheint das Jahr der Biotech-Aktienfonds zu werden, so die Experten von "FundResearch".

Allein in den ersten drei Monaten des Jahres zeige der Kategoriedurchschnitt "Aktienfonds Biotech" des FINANZEN FundAnalyzer (FVBS) ein Plus von 18,77 Prozent an. Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2012 habe er eine Wertsteigerung von 24,14 Prozent erreicht. Der Nasdaq Biotech - an dem sich die meisten Fonds orientieren würden - komme im laufen Jahr bisher auf ein Plus von 20,31 Prozent (2012: 28,97 Prozent). Alle 15 Fonds in dieser Peergroup würden eine positive Performance zeigen.

Den besten Start ins Jahr 2013 habe der UBS EF Biotech (UBS (Lux) Equity Fund - Biotech (USD) P-acc) erwischt. Nach 29,76 Prozent im vergangenen Jahr habe das Fondsmanagement-Team der Schweizer Großbank das erste Quartal 2013 mit einem Plus von 22,81 Prozent abgeschlossen. Der knapp 373 Mio. Euro große Fonds trage die €uro-FondsNote 2 und sei zu fast 95 Prozent in den USA investiert (Stand: 31. März 2013). Die USA seien generell der beliebteste Biotech-Markt und bei jedem Fonds am stärksten allokiert.

Im UniSector GenTech (UniSector: GenTech A) von Union Investment seien die Vereinigten Staaten mit 35,5 Prozent (Stand: 31. März 2013) allerdings vergleichsweise gering gewichtet. Vielleicht sei das der Grund, dass Fondsmanager Dr. Markus Manns mit einer Wertentwicklung von "nur" 16,38 Prozent im laufenden Jahr bisher am schlechtesten abschneide. 2012 sei der Fonds mit 41,73 Prozent noch Top-Performer gewesen.

Mit einem Volumen von relativ geringen 17,4 Mio. Euro wisse der BB Biotech (Bellevue Funds (Lux) - BB Biotech B EUR) von Bellevue Asset Management durchaus zu überzeugen. Das Fondsmanagement-Team um Dr. Tazio Storni komme im ersten Quartal 2013 auf ein Plus von 20,88 Prozent. Das bedeute Platz fünf der Peergroup. Das Vorjahresergebnis von 29,46 Prozent scheine schlagbar zu sein. Auch Bellevue gewichte die USA mit 85,8 Prozent (Stand: 31. März 2013) sehr stark. Wie bei ihren Landsleuten von der UBS würden die Schweizer mit 9,8 Prozent am stärksten in das US-Unternehmen Gilead Science investieren. An dem Unternehmen kämen Biotech-Fonds nicht vorbei. Es sei in nahezu jedem Portfolio vertreten.

Fondsmanager Michael Sjöström lande mit dem Pictet Biotech (Pictet - Biotech-P EUR) nur knapp hinter dem Bellevue-Fonds. Er habe den Wert seines Fonds im laufenden Jahr bisher um 20,38 Prozent steigern können und damit schon fast die Marke des Vorjahres (22,33 Prozent) erreicht. Der 831 Mio. Euro große Fonds sei mit Abstand das größte Produkt der Peergroup und auch das bekannteste. Zu 88,41 Prozent investiere Sjöström in den USA (Stand: 31. März 2013). Mit 9,4 Prozent sei auch bei ihm Gilead Science die Top-Holding.

Vier Biotech-Fonds seien mit der €uro-FondsNote 1 bewertet. Unter anderem der in diesem Jahr bisher drittstärkste Performer Franklin Biotechnology Discovery Fund (Franklin Biotechnology Discovery Fund A (acc) USD) von Franklin Templeton. Der 320 Mio. Euro Fonds von Evan McCulloch und Jerel Banks zeige eine Wertentwicklung von 22,09 Prozent in den ersten drei Monaten 2013. 2012 habe er mit einem Plus von 24,36 Prozent geschlossen.

Drei Biotech-Fonds hätten es bereits im ersten Quartal 2013 ihr Vorjahresergebnis zu überbieten geschafft. Der in diesem Jahr siebtbeste Performer FCP OP Medical BioHealth Trend (FCP OP MEDICAL BioHealth-Trends EUR) von Oppenheim Asset Management komme bisher auf 19,79 Prozent. Das Plus von 12,29 Prozent aus 2012 sei das schlechteste Ergebnis innerhalb der Peergroup gewesen. Der Fonds trage die €uro-FondsNote 4 und habe ein Volumen von 72,14 Mio. Euro. Im Gegensatz zu den anderen Fonds investiere das Fondsmanagement-Team primär in Small- und Mid-Caps. Dies könnte das andere Performanceprofil erklären.

Der zweite, der seine 2012-Performance habe toppen können, sei ein FondsNote-1-Fonds: SEB Concept Biotechnology . Das vergangene Jahr habe er allerdings mit lediglich 17,70 Prozent geschlossen. Für dieses Jahr stehe hingegen ein Plus von 18,13 Prozent. Fondsmanagerin Henrietta Theorell Malmsäter, die knapp 95 Mio. Euro verwalte, könnte das nicht so starke vergangene Jahr also vergessen machen. Der Fonds sei mit einer Volatilität von 13,42 Prozent über drei Jahre der risikoärmste der Peergroup.

Schließlich habe es noch das Fondsmanagement-Team des Lacuna Bio Tech (Lacuna - BioTech) von IPConcept geschafft, die Wertentwicklung aus dem vergangenen Jahr zu verbessern. Stand für den 22 Mio. Euro kleinen Fonds 2012 noch ein Plus von 16,42 Prozent, habe er im ersten Quartal 2013 mit 16,70 Prozent performt.

Auch wenn die Wertentwicklung bei einigen Fonds deutlich schwächer sei als bei anderen, handle es sich bei den Biotech-Fonds insgesamt um eine extrem starke Assetklasse. Mit Ausnahme von 2011, als fünf der 15 Fonds ein Wertverlust hätten verzeichnen müssen, habe jedes der Produkte seit 2009 durchweg positive Ergebnisse erzielt. Der Peergroup-Durchschnitt verzeichne über fünf Jahre ein Plus von 92,36 Prozent. Der Index habe in diesem Zeitraum sogar ein Plus von 163,38 Prozent generiert. (Ausgabe vom 19.04.2013) (22.04.2013/fc/a/f)

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