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22.01.2014 09:13
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Aktienfonds 2013: Tops und Flops - Fondsanalyse

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München (www.fondscheck.de) - Was war das für ein Aktienjahr, so die Experten von "FundResearch".

Nicht einmal die größten Optimisten hätten das erhofft. Der Deutsche Aktienindex Dax habe 2013 mit einem Plus von 25,5 Prozent beendet. Die US-Indices Dow Jones und S&P 500 hätten 26,2 bzw. 29,3 Prozent geschafft. Europas Blue-Chip-Index EURO STOXX 50 habe um rund 18 Prozent zugelegt und das japanische Pendant, der Nikkei, habe gar Historisches geschafft: Er habe das Jahr mit einem Plus von 57 Prozent geschlossen - der höchste Wertzuwachs seit 1972.

Anleger, die 2013 ihr Geld in Aktien investiert hätten, hätten also kaum verlieren können, sollte man meinen: Ganz so sei es dann aber doch nicht gewesen. Entscheidend sei die Kategorie gewesen. Von den 62 Aktienfonds-Peergroups des FINANZEN FundAnalyzer (FVBS) hätten 44 das vergangene mit einem Plus beendet. Die anderen 18 hätten Verluste verzeichnet. Insbesondere Nebenwerte-Fonds würden zu den Gewinnern gehören. Unter den zehn stärksten Kategorien würden sich sechs Nebenwerte-Peergroups finden. Am stärksten seien die Nordamerikanischen gewesen. Mit einem Plus von 32,5 Prozent würden sie auf dem zweiten Platz liegen. Deutsche Nebenwerte-Fonds würden mit einem Zuwachs von 27,5 Prozent auf Rang neun rangieren. Die beste Peergroup des Jahres 2013 seien jedoch Biotech-Aktienfonds. Sie würden im Schnitt auf ein Plus von beeindruckenden 52,1 Prozent kommen.

Unter den Verlierern des vergangenen Jahres würden sich viele Schwellenländer finden. Russische Aktienfonds hätten mit rund 0,6 Prozent noch verhältnismäßig wenig verloren. Bei asiatischen Produkten (ex Japan) seien es 0,9 Prozent gewesen. Die Kategorie Aktienfonds Emerging Markets habe 2013 mit einem Minus von rund 4,5 Prozent geschlossen. Aktienfonds des im vergangenen Sommer in die Krise gerutschten Subkontinents Indien hätten 8,7 Prozent verloren.

Besonders hart sei das Jahr für die Türkei verlaufen. Seien türkische Aktienfonds 2012 mit einem Plus von knapp 60 Prozent noch die weltweit stärkste Peergroup gewesen, so stehe für 2013 ein Minus von 31 Prozent. Das bedeute den vorletzten Platz der Rangliste. Nur Anleger einer Kategorie hätten stärker leiden müssen: Wer auf Gold-Aktienfonds gesetzt habe, der habe sein Geld schwinden gesehen. Mit einem Minus von 49,8 Prozent hätten sie im Durchschnitt das vergangene Jahr geschlossen. Zwar seien sie bereits 2012 Schlusslicht unter den Aktienfonds gewesen. Damals hätten sie mit 13,6 Prozent jedoch deutlich weniger verloren.

Während Biotech-Anleger ihr Geld um rund die Hälfte hätten vermehren können, hätten diejenigen verloren, die auf Goldprodukte setzen würden in etwa denselben Wert. Grund genug, sich diese beiden Peergroups etwas genauer anzuschauen. Dabei falle vor allem eines auf: Während sich unter den 44 Aktienfonds des Biotech-Sektors (einschließlich sämtlicher Tranchen, ohne ETFs) nicht ein Produkt finde, das 2013 mit einem Minus geschlossen habe, habe keiner der 65 Gold-Aktienfonds im Plus notiert.

Am schlimmsten habe es den Stabilitas Pacific Gold+Metals P (STABILITAS - PACIFIC GOLD+METALS P) von IPConcept getroffen. Fondsmanager Martin Siegel habe knapp 63 Prozent verloren. Auch seine Kollegen Eckart Keil und Werner Ullmann vom Stabilitas Gold+Ressourcen P (STABILITAS - GOLD+RESOURCEN P) würden nach einem Minus von 58,3 Prozent ihre Wunden lecken. Die Insti-Tranche dieses Fonds habe 58,2 Prozent verloren. Damit stelle IPConcept die drei Fonds mit den höchsten Verlusten der Peergroup. Besser sei es derweil für das Team des HWB Gold & Silber plus (HWB Gold & Silber Plus R) von LRI Invest gelaufen. Mit einem Minus von 9,5 Prozent habe der Fonds die geringsten Verluste der Peergroup erzielt.

Trotz der erheblichen Verluste von Gold-Aktienfonds gebe es vier Produkte, die die Euro-FondsNote 1 tragen würden. Dazu gehöre der APM Gold&Resources (APM Gold&Resources Fund R (VT)) von Semper Constantia. Fondsmanager Andreas Böger habe 2013 mit einem Minus von rund 27,1 Prozent geschlossen. Damit verwalte er dennoch den stärksten FondsNote-1-Fonds. Mit -28,8 Prozent folge kurz dahinter der DJE - Gold & Ressourcen (DJE - Gold & Ressourcen PA (EUR)) von Stefan Breitner. Etwas mehr als die Hälfte seines Wertes habe der größte Fonds der Peergroup verloren: Der rund 1,8 Milliarden Euro große BGF World Gold A2 USD (ISIN LU0055631609 WKN 974119) von BlackRock-Fondsmanager Evy Hambro. Ebenfalls FondsNote 1 trage der Tocqueville Gold (Tocqueville Gold P) der französischen Gesellschaft Tocqueville. Die Fondsmanager John Hathaway und Doug Groh hätten 51,7 Prozent verloren.

Diese Sorgen hätten die Fondsmanager der Biotech-Aktienfonds derzeit nicht. Der Biotechnologie-Sektor boome. Insbesondere die Krebstherapie stehe derzeit im Mittelpunkt. "Im Fokus stehen dabei Biotech-Firmen, die mit neuen Medikamenten unmittelbar vor der Marktzulassung stehen", erläutere Felicia Flanigan, Portfoliomanagerin des BB Biotech (Bellevue Funds (Lux) - BB Biotech B EUR) von Bellevue Asset Management. Die Euro-Tranche des Fonds komme 2013 auf ein Plus von 56,7 Prozent.

Biotechnologie sei ein Wachstumsmarkt. Das würden auch die anderen Fonds dieser Peergroup zeigen. Top-Performer sei der FCP OP Medical BioHealth Trends (FCP OP MEDICAL BioHealth-Trends I H) von Oppenheim Asset Management. Das Fondsmanagement-Team erreiche ein Plus von 61,6 Prozent. Dahinter würden gleichauf zwei Fonds mit FondsNote 1 liegen: Der CS Biotechnology H EUR (CS SICAV (Lux) Equity Biotechnology H EUR) von Credit Suisse und der SEB Concept Biotechnology . Beide hätten im vergangenen Jahr eine Wertsteigerung von 60,1 Prozent geschafft.

Anleger, die keinen der Top-Fonds der Peergroup im Depot haben, sondern auf das Schlusslicht der Peergroup setzten, brauchen sich dennoch nicht zu grämen: Der Nordea Senior Generations Equity BP EUR (Nordea-1 Senior Generations Equity Fund BP-SEK) erzielte ein Plus von 23,1 Prozent, so die Experten von "FundResearch". Mit einem Volumen von rund 8,3 Millionen Euro sei der Fonds allerdings sehr klein. Das größte Volumen der Peergroup habe der Franklin Biotech Discovery A USD (Franklin Biotechnology Discovery Fund A (acc) USD) von Franklin Templeton. Die Fondsmanager Evan McCulloch und Jerel Banks würden 1,16 Milliarden Euro verwalten. Und das würden sie recht erfolgreich machen: Mit 57,6 Prozent liege ihr Fonds auf Platz 11 aller Biotech-Aktienfonds.

Für Finanzberater sei die Situation nicht einfach. Sollte man Biotech-Fonds halten oder gerade jetzt in Gold einsteigen? Ein Blick auf die aktuellen FondsNoten könne helfen. Mit den Bewertungen mit 1 und 2 mache man wenig falsch. (Ausgabe vom 21.01.2014) (22.01.2014/fc/a/f)

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