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22.09.2016 03:00
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Die besten Fonds der Welt: So sieht Rendite aus!

Euro am Sonntag-Titelstory: Die besten Fonds der Welt: So sieht Rendite aus! | Nachricht | finanzen.net
Euro am Sonntag-Titelstory
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Breit gestreut in ganze Kontinente oder interessante Branchen investieren - das gelingt ­mit spezialisierten Fonds. €uro am Sonntag stellt die erfolgreichsten vor.
€uro am Sonntag
von C. Platt und A. Hohenadl, Euro am Sonntag

Die Welt ist zusammengewachsen. Kaum ein Flecken auf der Landkarte ist noch unerforscht, fast jeder Winkel der Erde kartografiert. Was Forscher und Geografen betrifft, gilt im übertragenen Sinn auch für die Fondsbranche. So gut wie jede Region ist für Anleger zugänglich. Längst lässt sich selbst in exotische Länder investieren, und neben den klassischen Indus­trienationen finden auch ungewöhnliche Regionen ihren Weg in die Depots.


Auf der ganzen Welt breit gestreut zu investieren gelingt am leichtesten mit Fonds. Viele Produkte konzentrieren sich auf Regionen oder Themen und wählen daraus die aussichtsreichsten Aktien aus. €uro am Sonntag nimmt die Anleger mit auf eine Reise um (fast) die ganze Welt. Für vier Regionen stellt die Redaktion auf den folgenden Seiten jeweils drei Fonds vor, die dank ihrer Erfolge auf sich aufmerksam gemacht haben. Zudem haben wir attraktive Produkte aufgeführt, die sich auf Branchen und Themen fokussieren.


Um die vier Regionen zu bestimmen, orientiert sich die Redaktion an den gängigen Fondskategorien und weniger an den exakten Grenzen der Kontinente. Vorgestellt werden Produkte für die Regionen Nordamerika, Südamerika, Europa und Asien/Pazifik. Bei Letzterer konzentrieren wir uns auf Fonds, die Japan außen vor lassen - denn diese Kategorie ist die weitaus größte für asiatische Aktien und enthält die meisten vergleichbaren Produkte.

Eine Region lässt €uro am Sonntag ­außen vor: Afrika. Wenngleich die Zahl der Möglichkeiten zunimmt, in den Kontinent zu investieren, steckt die Entwicklung des Aktienmarkts dort vielerorts noch in den Kinderschuhen. Das spiegelt sich auch in der Fondslandschaft wider, wo die Auswahl guter Afrika-Investments mit breiter Streuung begrenzt ist.

Renditesieger und Klassiker

Bei der Auswahl der jeweils drei Produkte hat sich die Redaktion zweimal an den Renditeranglisten orientiert: So findet sich zu jeder Region ein Fonds, der auf Fünfjahressicht auf dem ersten Platz steht, und einer, der 2016 die Spitzenposition einnimmt. Diesen zwei quantitativ ausgewählten Fonds stellen wir für jede Region einen Klassiker zur Seite - einen Fonds, der schon lange auf dem Markt ist und viel Geld verwaltet, zugleich aber auch in den vergangenen Jahren solide gewirtschaftet hat. Produkte, die sich ausschließlich auf Nebenwerte beschränken, wurden nicht berücksichtigt.


Eine besonders große Auswahl haben Investoren bei den Europa- und Nordamerika-Fonds, entsprechend hart ist die Konkurrenz. Rund 350 Produkte für gesamteuropäische Aktien buhlen um die Gunst der Anleger, bei den Nordamerika-Produkten sind es fast 300. Für Aktien aus dem asiatisch-pazifischen Raum ausgenommen Japan sind hierzulande knapp 150 Fonds verfügbar. Überschaubar ist die Gruppe der Lateinamerika-Fonds: Sie enthält nur 40 Produkte.

Welche Regionen sich in den kommenden Jahren am besten entwickeln werden, lässt sich nicht vorhersagen. Europäische und nordamerikanische Aktien gehören als Basisinvestment aber in jedes Depot. Ein breit gestreutes Portfolio sollte jedoch alle Regionen abdecken. Für diese Diversifikation sind die vorgestellten Fonds geeignet.

Inwiefern die genannten Fonds ins Depot passen, hängt von der persönlichen Neigung der Anleger und der sonstigen Aufteilung des Vermögens ab. Wer viel Geld zur Verfügung hat und sich breit über alle Regionen hinweg aufstellen möchte, kann in alle Fonds investieren. Denn jeder hat seine individuellen Vorzüge.

Dauerläufer vorzuziehen

Grundsätzlich erscheint es aber sinnvoller, auf Produkte zu setzen, die über einen langen Zeitraum ihre Tauglichkeit bewiesen haben. Deshalb sind die Fünfjahresspitzenreiter und die Klassiker prinzipiell vorzuziehen. Das heißt aber nicht, dass die Fonds, die €uro am Sonntag als Spitzenreiter im laufenden Jahr vorstellt, langfristig nichts taugen. Über einen kürzeren Zeitraum vorn zu liegen hat jedoch weniger Aussagekraft.

Für Anleger, die sich für eine Region partout nicht für einen der drei vorgestellten Fonds entscheiden können, hat €uro am Sonntag gleichwohl eine Empfehlung parat. Die Fonds, die die Redaktion insgesamt am meisten überzeugen, sind in den Tabellen hervorgehoben.

Bei den Themenfonds haben wir aber auf eine Markierung verzichtet: Die genannten Branchen sind höchst unterschiedlich, und jede hat ihren eigenen Reiz - die in der Tabelle genannten Fonds sind darum alle empfehlenswert.

Aktiengigant

Nordamerika: Aktiv gemanagte Fonds tun sich gerade in den USA schwer, langfristig besser zu sein als der breite Markt.

Nordamerika-Fonds investieren fast ausschließlich in den Vereinigten Staaten. Eine starke Einschränkung ist das aber nicht - denn die USA sind der mit Abstand größte Aktienmarkt der Welt.

Champion auf Fünfjahressicht ist ein Indexfonds. Der PowerShares EQQQ Nasdaq ETF gibt die Entwicklung des US-Technologieindex Nasdaq wieder. Kein anderer ungehebelter US-Aktienfonds konnte ihn schlagen. Ein extrem guter Lauf von Technologiewerten wie Amazon, ­Facebook oder Alphabet bescherte den hohen Zuwachs. Dass der Spitzenplatz an einen ETF geht, zeigt das Dilemma von Fondsmanagern in extrem effizienten Märkten wie den USA. Weil dieser täglich von Tausenden Experten analysiert wird, fällt es aktiven Managern schwer, einen Vorsprung gegenüber einem breiten Aktienindex herauszuholen.

Orientierung an einer Benchmark ist dem Management des CS USA Value Equity Fund fremd. "Wir suchen nach stark unterbewerteten Unternehmen, ohne dabei auf Vergleichsindizes zu schauen", sagt Sven Sommer, Portfoliomanager bei der Credit Suisse. Im laufenden Jahr gehen viele Investmentideen des Fonds auf, sodass er sich seit Jahresbeginn an die Spitze der Rangliste setzen konnte. Auf Sicht von drei Jahren war der Fonds, der eher traditionelle Geschäftsfelder etwa aus der Industrie abdeckt, weniger erfolgreich: Am Boom der Sektoren Gesundheitswesen, Basiskonsumgüter und Technologie hat er kaum teil­genommen, weil sich dort keine un­terbewerteten Firmen mehr finden ließen.

Dass es aktiven Managern gelingen kann, den Markt zu schlagen, beweist der Fidelity America. Ihn hat die Redaktion als empfehlenswerten Klassiker für US-Aktien ausgesucht. Fondsmanager Angel Agudo kauft vor allem Standardwerte, mittelgroße Unternehmen mischt er bei. Er investiert vorzugsweise in Konzerne, die unterbewertet sind, entweder weil sie bei den Anlegern gerade außer Mode sind oder weil ihr Erholungspotenzial als gering eingeschätzt wird. Das hat zur Folge, dass er viele der aktuell beliebten Titel nicht (mehr) hält. Mit dieser Stra­tegie, die dem Value-Stil ähnelt, hat Agudo über fünf Jahre ein Plus von über 160 Prozent erzielt.
Erfolgreiche Nordamerika-Fonds (pdf)

Rohstofflieferant

Südamerika: Hauptakteur Brasilien hängt an den Rohstoffpreisen und hofft auf einen wirtschaftsfreundlichen Kurs des neuen Präsidenten.

Lateinamerika besteht börsentechnisch gesehen aus ganz viel Brasilien, einem guten Stück Mexiko und einem kleinen Rest. Weil es der Börse in São Paulo lange Zeit schlecht ging, kam Südamerika als Region nicht vom Fleck. 2016 läuft es jedoch bestens.

Für ihre Schwellenländerfonds ist die Gesellschaft Stewart, ehemals First State, seit vielen Jahren bekannt. Nicht nur in Asien, sondern auch in Lateinamerika leistet sie gute Arbeit. So ist der Stewart Latin America das beste Produkt der vergangenen fünf Jahre für diese Region. Wie für den Anbieter üblich kaufen die Fondsmanager Tom Prew und Dominic St. George qualitativ hochwertige Unternehmen, die vorhersehbar und nachhaltig wachsen. Diese dürfen allerdings nicht zu teuer sein. Dieser konservative Ansatz hat in der Vergangenheit dazu geführt, dass die Volatilität für einen Lateinamerika-Fonds sehr gering war. Ein Spitzenprodukt, das allerdings nur mit vollem Ausgabeaufschlag erhältlich ist.

Ein ähnliches Renommee für Schwellenländerinvestments wie Stewart hat die schottische Fondsgesellschaft Aberdeen. Sie stellt 2016 den besten Lateinamerikafonds. In den Vorjahren lief es allerdings weniger gut - vor allem die Schwankungen waren sehr hoch. Der Fonds geht größere Wetten ein als das Stewart-Produkt. So ist er zurzeit zu fast 60 Prozent in Brasilien investiert. Er profitiert daher stark von der aktuellen Hausse, hat aber auch unter dem Kursverfall der Börse in São Paulo zuvor sehr gelitten. Die Fondsmanager suchen nach Unternehmen, die sich durch relativ einzig­artige Attribute auszeichnen und sehr langfristig orientiert sind.

Fast 20 Jahre alt ist der Klassiker für Südamerika-Aktien: der BGF Latin American Fund. Gelenkt wird er seit 2002 von William Landers, der als Lateinamerika-Veteran gilt. Das mit einem Vermögen von 1,4 Milliarden US-Dollar schwerste Produkt für die Region hält sich relativ eng an seinen Vergleichsindex. Nur in den Sektoren Energie und Versorger zeigt sich ein deutliches Über- beziehungsweise Untergewicht. Landers hat in den vergangenen Jahren nicht immer gut ausgesehen - doch die Hoffnung bleibt, dass er wieder an frühere Glanzzeiten anknüpft.
Erfolgreiche Südamerika-Fonds (pdf)

Old Economy

Europa: Traditionelle Wirtschaftszweige spielen die wichtigste Rolle, die meisten Fonds investieren in ganz Europa inklusive Großbritannien.

Rund 350 Fonds sind hierzulande erhältlich, die in ganz Europa nach lukrativen Aktien forschen. Wer hier in den Ranglisten ganz oben steht, hat sich gegen besonders viele Konkurrenten durchsetzen können.

Die höchsten Gewinne über fünf Jahre konnte der Jupiter European Growth mit 114 Prozent einfahren. Fondsmanager Alexander Darwall sucht nach Unternehmen, die einzigartige Produkte oder Dienstleistungen anbieten und so eine große Preissetzungsmacht haben. Wichtig ist für ihn, dass dieses Angebot nicht nur regional, sondern weltweit ein hohes Wachstum ermöglicht und die Firmen solide wirtschaften. Mit seinem recht konzentrierten Portfolio von etwa 35 Titeln gelingt es Darwall mit bemerkenswerter Konstanz, Jahr für Jahr in den Rendite-Rang­listen oben mitzuspielen.

Seit Jahresbeginn ganz vorn steht der Apus Capital ReValue. In einem für europäische Aktien bislang mäßigen Jahr gelingt ihm ein Zuwachs von 4,3 Prozent. "Vom Wandel zu profitieren ist das Kernthema des Fonds", erklärt Heinz-Gerd Vinken von Apus Capital das Konzept.

Bevorzugt werden zum einen Firmen, die sich restrukturieren und dadurch neues Potenzial bieten, zum anderen Unternehmen, die Zukunftstechnologien entwickeln. Im Fokus stehen damit Firmen, die kurz vor einem Durchbruch stehen. Mit diesem relativ riskanten Ansatz zeigt der noch kleine Fonds, der einen hohen Anteil an Nebenwerten hält, bereits seit einigen Jahren eine starke Entwicklung.

Wer einen Klassiker für europäische Aktien sucht, wird beim Invesco Pan European Structured Equity fündig. Sieben Milliarden Euro haben Anleger in den Fonds investiert, der von Michael Fraikin und Thorsten Paarmann geleitet wird. Die Manager konzentrieren sich auf schwankungsarme Werte, weil sie dort ein besseres Verhältnis von Rendite und Risiko sehen. Als Schlüsselfaktoren erfolgreicher Aktien hat das Duo vier Faktoren ausgemacht, anhand derer es die Titel systematisch auswählt: Gewinnerwartungen, Marktstimmung, Management und Bewertung. Der hohe Zuwachs des eher defensiven Aktienfonds in der vergangenen Jahren belegt, dass der Ansatz ­funktioniert.
Erfolgreiche Europa-Fonds (pdf)

Staatenvielfalt

Asien/Pazifik: Mehr als 60 Prozent der Weltbevölkerung leben in Asien. China ist die dominierende Volkswirtschaft der Region.

Die Region Asien/Pazifik vereint unter sich so verschiedene Länder wie China, Indien, Australien und Korea. Die meisten Fonds, die in diese Region investieren, schließen ausdrücklich Japan aus, weil dessen riesiger Aktienmarkt sonst die übrigen Märkte in den Hintergrund drängen würde.

Top-Fonds über fünf Jahre ist der Comgest Growth Asia Pacific ex-Japan. Er gewann in diesem Zeitraum 80 Prozent hinzu. Das Managementteam verfolgt einen Quality-Growth-Ansatz: Es sucht Unternehmen, die solide wirtschaften und mit hoher Wahrscheinlichkeit stabil wachsen. Investiert wird in Unternehmen, die von externen Faktoren wie etwa den Rohstoffpreisen nur wenig abhängig sind. Unternehmen wie Banken, deren Bilanzen nicht recht zu durchschauen sind, meiden die Manager vollständig. Der Schwerpunkt liegt auf Aktien aus China und ­Hongkong.

Dass der beste Fonds im laufenden Jahr, der Fidelity Asian Aggressive, weniger konservativ zu Werke geht, lässt sich schon dem Namen entnehmen. Das Portfolio von Fondsmanager Anthony Srom ist mit 25 bis 35 Titeln sehr konzentriert, sodass jede Aktie einen relevanten Beitrag leistet. "Aggressiv" bedeutet hingegen nicht, dass sich Srom auf schnell wachsende Unternehmen zu jedem Preis konzentriert - eher das Gegenteil ist der Fall. "Ich verfolge keinen expliziten Investmentstil, wenngleich neue Positionen eher in Richtung Value- oder Contrarian-Strategie gehen", sagt er. Der Manager setzt also auf das Erholungspotenzial unterbewerteter und unbeliebter Titel.

Klassiker für die Region ist der Stewart Asia Pacific Leaders, der früher unter dem Namen First State bekannt war. Der elf Milliarden Euro schwere Fonds liefert mit hoher Kons­tanz gute Ergebnisse und konnte in den vergangenen zehn ­Jahren seinen Wert beinahe verdreifachen - ein beeindruckendes Ergebnis für einen Fonds, der relativ konservativ anlegt und vor allem auf Standardwerte setzt. Wie der Name besagt, sollen ausschließlich Marktführer den Weg ins Portfolio finden. Einziger Wermutstropfen: Um den Ansturm der Anleger zu begrenzen, wird der Fonds nur mit vollem Ausgabeaufschlag verkauft.
Erfolgreiche Asien-Fonds (pdf)

Die Spezialisten

Branchen und Themen: Neben Ländern und Regionen bieten sich für Anleger auch Investments in Konsumgüter, Technologiefirmen, Wasserversorgung und Immobilien an.

Branchen- und Themenfonds sind die Spezialisten unter den breit gestreuten Investments.Mit ihnen picken sich Anleger gezielt Wirtschaftszweige heraus, bei denen sie eine besonders gute Wertentwicklung erwarten. Wer aber nicht nur taktisch, sondern auf lange Sicht anlegen will, sollte sich nicht in zu speziellen Märkten tummeln.

Welche Renditen mit Branchenfonds möglich sind, zeigt der aktuelle Spitzenreiter in der Fondsstatistik von €uro am Sonntag: Knapp 200 Prozent Plus seit Jahresanfang erbrachte der Stabilitas Silber + Weißmetalle (ISIN: LU 026 580 366 7). Damit ist er nicht nur der beste Branchenfonds, sondern der beste Fonds insgesamt in diesem Zeitraum.

Sein Anlagefokus freilich ist sehr speziell: Das Portfolio investiert in Unternehmen, die in der Gewinnung und Verarbeitung von Silber, Platin und Palladium tätig sind. Diese Firmen profitierten überproportional von den diesjährigen Preisanstiegen bei Edelmetallen. Ein gutes taktisches Investment, ohne Frage. Aber auch ein langfristig taugliches? Eher nicht. Wer den Fonds fünf Jahre hielt, steht heute rund 40 Prozent im Minus. Über zehn Jahre fällt gar ein Minus von 60 Prozent an.

Freuen dürfen sich hingegen Anleger, die vor fünf Jahren in Biotech-Fonds investiert haben. Der beste seiner Kategorie, der ESPA Stock ­Biotec, legte in diesem Zeitraum um rund 245 Prozent zu. Jahrelang ging es für die Branche nur aufwärts. ­Zuletzt kam es aber zu deutlichen Rückschlägen.

Börsennotierte Biotechfirmen erlebten bislang ein recht durchwachsenes Börsenjahr. Unter anderem litten sie an der verschärften Debatte in den USA um eine stärkere Regulierung der Medikamentenpreise. Letztlich würde das auch die Gewinnmargen der Biotechfirmen unter Druck bringen. Zwischenfazit für Fondsanleger: Der ESPA Stock Biotec, der sich auch im Offensiven Musterdepot von €uro am Sonntag befindet, verlor seit Jahresanfang rund 20 Prozent.

Eine gewisse Risikobereitschaft sollte also schon mitbringen, wer in die Biotechbranche investiert. Und den Ausgang der US-Präsidentenwahl vor einem Neuengagement ­abzuwarten könnte hilfreich sein. Denn dann dürfte auch der politische Rahmen klarer sein, mit dem die US-dominierte Branche künftig konfrontiert sein wird.

Investieren in die Grundgüter

Wer nach Investments sucht, bei denen der Einstiegszeitpunkt unkritischer ist, wird ebenfalls fündig. Als defensive Branche bietet sich der ­Bereich Basiskonsumgüter an. Denn Produkte des täglichen Lebens werden immer nachgefragt - auch in konjunkturell schwierigen Zeiten. Die Aktienkurse von Unternehmen wie Nestlé oder Procter & Gamble entwickeln sich daher relativ stabil. Als Investment bietet sich der Lyxor ETF MSCI World Consumer Staples an. Mit diesem Indexfonds bekommen Anleger Zugang zu den größten Konsumgüterherstellern der Welt.

Aussichtsreich, aber ein wenig riskanter, sind Technologiefirmen. Im Vergleich zur Jahrtausendwende ist die Branche erwachsen geworden, viele Unternehmen verfügen über starke Bilanzen und hohe Cashreserven. Und die Produkte von Techfirmen wie Apple oder Alphabet (ehemals Google) beeinflussen unser Leben immer stärker. Der Favorit der Redaktion, um in diesen Bereich zu investieren, ist der DNB Technology. Das von Anders Tandberg-Johansen gelenkte Portfolio überzeugt seit ­vielen Jahren mit ­einer exzellenten Wert­entwicklung.

Ebenso beeindruckend ist die Konstanz, mit der der Lyxor ETF World Water an Wert zulegt. Er investiert weltweit in Unternehmen, die in der Wasserversorgung und -aufbereitung tätig sind. Angesichts der wachsenden Weltbevölkerung wird sauberes Trinkwasser immer knapper - und der Wert der entsprechenden Versorger steigt. Eines der wenigen Themeninvestments, das nun schon über viele Jahre hervorragende Renditen abwirft.

Eine spannende Branche bilden auch börsennotierte Immobiliengesellschaften in den USA. Sie überzeugen mit einer langjährigen guten Wertentwicklung bei relativ moderatem Risiko. Und: Seit Kurzem sind sie in einem eigenen Sektorindex gebündelt. Bisher waren sie inmitten von Banken und Versicherungen bei den Finanzwerten "versteckt". Nun bilden sie innerhalb des US-Index S & P 500 den elften Sektor. Als ­eigenständige Anlageklasse dürften die Immotitel künftig noch stärkeres Interesse bei Anlegern wecken. Als Investment empfiehlt die Redaktion den ausschüttenden ETF iShares US Property Yield.
Empfehlenswerte Branchen- und Themenfonds (pdf)
Bildquellen: Duncan Andison / Shutterstock.com, MarcelClemens / Shutterstock.com

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