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04.09.2012 17:00
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Frankfurter Fondshandel: Ruhe vor dem Sturm

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Frankfurt (www.fondscheck.de) - Die Freude über einen leicht gestiegenen Einkaufsmanagerindex im Euroraum und in Spanien hielt sich in Grenzen, so die Deutsche Börse AG im Kommentar zum Frankfurter Fondshandel.

Der Dax habe zum Wochenauftakt zwar um 0,6 Prozent auf 7.015 Punkte zugelegt. "Vollends trauten sich die Investoren aber nicht aus der Deckung", meine die Helaba. Für zusätzliche Verunsicherung habe die Ankündigung der Ratingagentur Moody's gesorgt, die den Ausblick für die Kreditwürdigkeit der Europäischen Union von "stabil" auf "negativ" senken wolle.

"Die großen Entscheidungen stehen noch aus", ergänze Frank Wöllnitz von ICF Kursmakler. Kurz vor dem ESM-Urteil der Karlsruher Verfassungsrichter, der griechischen Schicksalsfrage sowie der Entscheidungen über zusätzliche Stützungskäufe der Notenbanken hätten sich Anleger vermutlich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen wollen. "Es ist wenig los im Handel mit aktiv verwalteten Fonds." Die drei größten Positionen der vergangenen Woche habe der Händler in Rentenfonds verzeichnet, die insgesamt ausgeglichen gehandelt würden.

"Nach einer unterdurchschnittlichen Woche sind die Umsätze in Publikumsfonds am heutigen Dienstag wieder angezogen", melde Anja Deisenroth-Boström von der Baader Bank. "In Summe verabschiedeten sich Investoren von ihren Engagements."

Vom Abgabeüberhang betroffen seien beispielsweise Publikumsfonds wie der DWS Select Invest (DWS Select-Invest), der in deutsche Standardwerte als auch in Unternehmen aus dem MDAX und TecDax investiere. Aktien von europäischen Firmen aus der zweiten Reihe mit niedriger bis mittlerer Börsenkapitalisierung kämen ebenfalls aus den Depot raus. Abflüsse verbuche die Fonds-Spezialistin zudem etwa im OP European Mid & Small Caps (OP European Mid & Small Caps).

Rege gehandelt in beide Richtungen würde hingegen der Julius Baer Euroland Value Stock Fund (Julius Baer Euroland Value Stock Fund C). Auf überwiegende Gegenliebe stoße der Jupiter Global Fund - Jupiter European Growth (The Jupiter Global Fund - Jupiter European Growth L), der sich mit einer ausgewiesenen Performance von knapp über 27 Prozent seit Jahresbeginn ordentlich behaupte.

Gemischte Körbe wie der M & W Privat (M & W Privat) hätten derzeit kaum zu den Publikumslieblingen gehört, wie Wöllnitz anmerke. "Anleger trennten sich in Summe von ihren Anteilen an breit aufgestellten Portfolios." Abgestoßen würde zudem der Dachfonds Piano Inka (apo Piano INKA), der mindestens 65 Prozent der Mittel in Renten- und Geldmarktfonds anlege und bis maximal 35 Prozent in Aktienfonds. Zu den meist gehandelten Portfolios habe bei ICF Kursmakler zudem der M&G Optimal Income Fund (M&G Optimal Income Fund A-H) gehört, wie Wöllnitz mitteile. Der zumeist gesuchte Mischfonds investiere zu mindestens 50 Prozent in Schuldinstrumenten wie Anleihen.

Auf vornehmlich feste Erträge hätten Anleger gesetzt, die sich zum Beispiel für den Templeton Global Total Return Fund (Templeton Global Total Return Fund A (Mdis) USD) entschieden hätten. "Für die anderen beiden der Top-Positionen in unserer Umsatzstatistik gibt es bei uns mehr Verkäufer als Käufer." Unterm Strich abgestoßen worden seien etwa der Templeton Global Bond Fund (Templeton Global Bond Fund A (acc) EUR-H1) und der DWS Inter-Renta .

Durchwachsene Umsätze in beide Richtungen verbuche Deisenroth-Boström in Publikumsfonds mit internationaler Ausrichtung. An dividendenstarken Unternehmen beispielsweise im M&G Global Dividend Fund (M&G Global Dividend Fund A EUR) fänden Investoren Gefallen, während im DWS Top Dividende die Abflüsse überwögen. (04.09.2012/fc/a/f)

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