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10.03.2014 11:54
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LBBW Multi Global-Fonds: Marktumfeld öffnet Mischfonds Chancen - Fondsanalyse

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Stuttgart (www.fondscheck.de) - Die Korrekturphase an den Börsen im Januar hat gezeigt, dass an den Wertpapiermärkten aktive Allokationsentscheidungen unabdingbar sind, so die Experten von LBBW Asset Management im Kommentar zum LBBW Multi Global (LBBW Multi Global R).

Das aktuelle Marktumfeld biete vor allem Mischfonds, die flexibel in Aktien und Anleihen investieren könnten, gute Bedingungen. "Die zwischenzeitliche Marktschwäche haben wir genutzt, um unsere taktische Allokation im Aktienbereich vorsichtig auf rund 20 Prozent zu erhöhen", sagt Fondsmanager und Aktienexperte Steffen Merker, der gemeinsam mit Anleihespezialist Christoph Groß den Mischfonds LBBW Multi Global verwalte. Der LBBW Multi Global sei defensiv ausgerichtet, könne aber bis zu 30 Prozent des Portfolios in Aktien halten.

Steffen Merker investiere ausgehend von der Konjunkturerwartung für Europa und den entsprechenden Gewinnerwartungen in Unternehmen, die ihre Umsätze und Gewinne vor allem in Europa und den USA erzielen würden. Er weise darauf hin, dass sich am Aktienmarkt durch vorübergehende Korrekturphasen immer wieder Einstiegschancen böten. Davon hätten Mischfonds profitiert, die die Gewichtung der Anlageklassen der sich wandelnden Marktlage anpassen könnten. Es habe zum Jahresende zu viel Optimismus am Markt geherrscht, der dann im Januar durch die Korrektur wieder einer realistischen Einschätzung mit Blick auf Wachstums- und Gewinnentwicklung gewichen sei. Realistisch biete das Wachstum Potenzial für einen Gewinnanstieg von zehn Prozent. "In der zurückliegenden Korrekturphase konnten antizyklisch handelnde Investoren Aktien zu günstigen Bewertungen erwerben", so Merker.

Der Schwerpunkt der Aktieninvestments des LBBW Multi Global liege im Euroraum, gefolgt von Großbritannien. Den Branchenfokus lege Merker derzeit auf Industrieaktien, gefolgt von Werten aus dem Technologiesektor. Konstant attraktiv seien darüber hinaus die großen Öl- und Erdgasförderer wie Royal Dutch Shell, die stabile Ergebnisse erwirtschaften und gleichzeitig hohe Dividendenrenditen von mehr als vier Prozent aufweisen würden.

Der Jahresauftakt habe auch für Anleiheinvestoren gute Rahmenbedingungen gebracht. Der defensiv agierende Mischfonds LBBW Multi Global, der zu etwa 80 Prozent Portfolioanteil in Rentenpapiere investiert sei, habe diese Situation nutzen können. "Im Januar konnte der Fonds an vielen attraktiven Neuemissionen sowohl bei Staatsanleihen wie auch bei Pfandbriefen und Unternehmensanleihen teilnehmen", habe Christoph Groß gesagt, der das Rentenportfolio des LBBW Multi Global verwalte. Derzeit würden Unternehmensanleihen mit rund 70 Prozent Anteil am Rentenbestand den größten Portfolioanteil ausmachen. Besonders erfreulich: "Die Rendite der Wertpapiere liegt durch Zukäufe attraktiver Neuemissionen trotz Zinsrückgangs stabil bei 2,10 Prozent", erkläre Groß.

Besonders interessant finde Groß derzeit Anleihen von Versorgern wie Gas Natural und Iberdrola aus Spanien oder die italienische Enel. Sie hätten von der sukzessiven Verbesserung der fundamentalen Situation profitiert. Zuletzt habe Groß Hybridpapiere des französischen Versorgers EDF in den Bestand genommen. "Versorger aus Deutschland hingegen sind aktuell weniger attraktiv", so Groß. Angesichts der Energiewende stünden die Geschäftsmodelle der deutschen Versorger vor Umwälzungen. "Bei Senioranleihen deutscher Versorger wird dieses Risiko derzeit aufgrund des niedrigen Zinsniveaus nicht mehr adäquat vergütet."

Im Rentenportfolio des LBBW Multi Global fokussiere sich der Experte deshalb auf Anleihen mittlerer Laufzeiten und einer Duration, die sich in einem Korridor zwischen drei bis vier Jahren bewege. Der überwiegende Teil der Anleihen verfüge über ein "BBB"-Rating oder besser. "Kürzere Laufzeiten werfen zu wenig Rendite ab und längere Laufzeiten sind erhöhten Zinsänderungsrisiken ausgesetzt", erkläre Groß. Eine geringe Beimischung von Hochzinsanleihen sei jedoch weiterhin sinnvoll, denn in dieser Rating-Kategorie befänden sich einige Unternehmen, die operativ gut aufgestellt seien und vor allem aufgrund der entsprechenden Staaten-Herunterstufung im High-Yield-Segment gelandet seien. (10.03.2014/fc/a/f)

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