27.12.2012 12:04
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MEAG EuroRenten Dynamic Floor-Fonds: Jahresbericht zum 30. September 2012, Wertentwicklung von +1,30%

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München (www.fondscheck.de) - Der MEAG EuroRenten Dynamic Floor erwirbt überwiegend verzinsliche Wertpapiere von Ausstellern mit Sitz in Europa, so die Experten von MEAG.

Die Anlagepolitik des Fonds basiere auf einem dynamischen Wertsicherungskonzept, welches die Rentenanlagen mit einem Absicherungsmechanismus, der das maximale Verlustpotenzial laufend überwache und begrenze, kombiniere. Es werde angestrebt, die Wertuntergrenze des MEAG EuroRenten Dynamic Floor von 95 Prozent nicht zu unterschreiten (keine Garantie). Die Umsetzung dieses dynamischen Wertsicherungskonzeptes erfolge aktiv mit Hilfe von Derivaten.

In der Berichtsperiode vom 1. Oktober 2011 bis 30. September 2012 habe die europäische Staatsschuldenkrise die Entwicklung an den europäischen Rentenmärkten überschattet. Im Mittelpunkt des Geschehens hätten insbesondere die südeuropäischen Peripherieländer gestanden. Zu einer allmählichen Beruhigung der Märkte habe zunächst die großzügige Bereitstellung von Liquidität durch die Europäische Zentralbank (EZB) im Dezember 2011 und Februar 2012 geführt. Ab Frühjahr habe sich jedoch die Stimmung spürbar abgekühlt und die Euroskeptiker hätten wieder die Oberhand gewonnen. Die Kurse zehnjähriger Peripherieanleihen der Eurozone seien deutlich gesunken, im Gegenzug seien die Renditen zehnjähriger Bundesanleihen auf ein neues Allzeittief unterhalb von 1,20 Prozent gefallen.

Da sich infolge der Krise die Konjunkturerwartungen für den Euroraum merklich verschlechtert hätten, habe die EZB im Juli mit einer Leitzinssenkung um 25 Basispunkte auf ein historisch niedriges Niveau von 0,75 Prozent reagiert. Unterstützend hätten auch die Ankündigungen der EZB gewirkt, notfalls gefährdeten Euroländern Schützenhilfe zu leisten und unbegrenzt deren Staatsanleihen aufzukaufen, wenn diese Länder zuvor einen Hilfsantrag beim Europäischen Rettungsfonds gestellt hätten. Insgesamt gesehen hätten sich die Renditen zehnjähriger Bundesanleihen in einer Bandbreite zwischen 1,15 und 2,27 Prozent bewegt.

Der MEAG EuroRenten Dynamic Floor habe in den vergangenen sechs Monaten ausschließlich in Staatsanleihen aus den Kernländern Europas investiert. Bundesanleihen hätten zum Berichtsstichtag mit 54,9 Prozent den größten Anteil dargestellt, gefolgt von Staatsanleihen aus Finnland mit 28,2 Prozent. Aufgrund der Flucht in Bundesanleihen und der daraus resultierenden Ausweitung der Renditeaufschläge französischer sowie österreichischer Staats- gegenüber Bundesanleihen sei deren Bestand komplett in deutsche und niederländische Staatsanleihen umgeschichtet worden. Letztere seien zum Berichtsstichtag mit 12,9 Prozent im Portfolio enthalten gewesen.

Das Absicherungsverhältnis sei täglich überwacht und adjustiert worden, um die angestrebte Wertuntergrenze von 95 Prozent des Höchststands nicht zu unterschreiten. In den ersten beiden Monaten des Berichtszeitraums sei eine Erhöhung der Absicherung mittels Derivate (Bund-Future-Kontrakte) erfolgt, um Kursverluste durch den Zinsanstieg bei Staatsanleihen aus den Kernländern Europas abzufedern.

Infolge des Zinsrückgangs bei Bundesanleihen zwischen Anfang Dezember 2011 und Mitte März 2012 habe das Fondsmanagement die Absicherung reduziert, um an den Kursgewinnen in den Kernländern stärker partizipieren zu können. Mitte März 2012 sei es zu einem sprunghaften Zinsanstieg gekommen, sodass die Absicherung wieder erhöht worden sei. Im weiteren Verlauf hätten die Marktteilnehmer verstärkt Bundesanleihen gekauft, da diese vor dem Hintergrund der wiederaufkeimenden Staatsschuldenkrise der Euro-Peripherieländer weiter als sicherer Hafen angesehen worden seien. Um erneut von den massiven Kursgewinnen profitieren zu können, sei ein Abbau der Absicherung auf ein Mindestniveau bis Ende Mai 2012 erfolgt.

Mit der Ankündigung der EZB im Juli 2012, im Zweifelsfall unbegrenzt Anleihen aufzukaufen, habe sich die Situation an den Rentenmärkten wieder etwas entspannt und die Absicherung sei demgemäß reduziert worden. Allerdings habe das Fondsmanagement die Absicherung bis zum Ende der Berichtsperiode erneut leicht erhöht. Vor dem Hintergrund der aktiven Steuerung der Absicherung habe die Wertuntergrenze während der gesamten Berichtsperiode eingehalten werden können.

Der MEAG EuroRenten Dynamic Floor habe im Berichtszeitraum 1. Oktober 2011 bis 30. September 2012 eine Wertentwicklung von +1,30 Prozent erzielt (Berechnung nach BVI-Methode). Infolge des steigenden Zinsniveaus in der ersten Hälfte des Berichtszeitraums habe die Absicherung mit Bund-Future-Kontrakten gemäß dem Modell der dynamischen Wertsicherung positiv auf die Wertentwicklung des Gesamtportfolios gewirkt.

Durch die Zunahme der Probleme in den europäischen Peripherieländern und der daraus resultierenden Fluchtbewegung in Anleihen aus den Kernländern sei es in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres schließlich zu einem deutlichen Zinsrückgang gekommen. Um an den Kursgewinnen zu partizipieren, habe das Fondsmanagement schrittweise, gemäß dem Wertsicherungsmodell, die Absicherung mit Bund-Future-Kontrakten reduziert. Beeinträchtigt worden sei die Wertentwicklung jedoch durch immer wieder auftretende, länger anhaltende Seitwärtsbewegungen der Märkte, die durch Phasen hoher Volatilität unterbrochen worden seien, in denen die Absicherung häufig habe angepasst werden müssen.

Der ordentliche Nettoertrag pro Anteil betrage für das abgelaufene Geschäftsjahr 0,82 Euro. Dieser Betrag sei neben dem Ergebnis aus Veräußerungsgeschäften am 30. September 2012 zur Wiederanlage verwendet worden.

Die Renditen von zehnjährigen deutschen Bundesanleihen würden die Erwartung längerfristig niedriger Zinsen widerspiegeln. Ein essenzieller Treiber für die Zinsen bleibe die Risikoaversion an den Märkten, da deutsche Bundesanleihen weiterhin als sicherer Anlagehafen gelten würden. Das Bekenntnis des EZB-Präsidenten Mario Draghi zum Schutz des Euro und das avisierte Anleiheaufkaufprogramm der Europäischen Notenbank sollten generell für eine Entspannung an den Märkten sorgen.

Allerdings sei die Krise in der Eurozone noch nicht beendet und die hohe Ereignisdichte könne in der kurzen Frist weiterhin zu starken Schwankungen an den Rentenmärkten führen. In der längeren Frist sollten sich jedoch langsam verbessernde Konjunktur- und Wachstumsperspektiven in Verbindung mit einer sinkenden Risikoaversion an den europäischen Rentenmärkten durchsetzen. Dadurch müssten die Zinsen der deutschen Bundesanleihen leicht ansteigen. (Stand vom 30.11.2012) (27.12.2012/fc/a/f)

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