03.03.2013 07:45
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Statistik verspricht gutes Börsenjahr

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Stieg der Dow Jones im Januar über drei Prozent, schloss das Börsenjahr fast immer erfolgreich.

Die Vorzeichen für ein erfolgreiches Aktienjahr 2013 sind gut. Zumindest statistisch. „Wenn Geschichte Zukunft schreibt, dann können wir uns alle zurücklegen und unser Geld für uns arbeiten lassen“, scherzt Dennis Nacken, Vice President, Global Capital Markets & Thematic Research bei Allianz Global Investors. Denn die Statistik zeige, dass in 97 Prozent der Fälle, in denen der Dow-Jones-Aktienindex im Januar über drei Prozent gestiegen war, das Börsenjahr auch am Jahresende erfolgreich abschloss. Diese statistische Messlatte hat er im Januar 2013 deutlich übersprungen (siehe Grafik). „Wenn nur das Wort ‚wenn‘ nicht wäre“, sagt Nacken und holt Statistik-Fans auf den Boden der Tatsachen zurück. „Einerseits scheint zwar der jüngste Anstieg der Aktienmärkte fundamental unterlegt – die Arbeits- und Immobilienmarktdaten in den USA entwickeln sich erfreulich, die Unternehmensberichte waren zumeist besser als erwartet und Frühindikatoren in der Eurozone signalisieren eine leichte Wiederbelebung der Wirtschaft.“ Im Zuge der geldpolitischen Maßnahmen und der besseren Refinanzierungsmöglichkeiten von Banken und Staaten, erkennt Nacken auch einen Rückgang der systematischen Risiken. „Doch andererseits köcheln einige Risiken unverändert weiter und können zumindest kurzfristig für Verunsicherung damit für mehr Volatilität sorgen.“ Durch die Schuldenprobleme in Zypern und die Wahlen in Italien sei es beispielsweise zu neuen politischen Risiken in Europa und damit zu leicht ansteigenden Risikoprämien gekommen. Zudem stelle der Haushaltsstreit in den USA eine Belastung dar.

Die Chancen auf mittelfristig steigende Aktienmärkte stünden dem Experten zufolge jedoch gar nicht schlecht: „Ein chinesisches Sprichwort lautet: ‚Wer die Zukunft verstehen will, muss die Vergangenheit kennen.“ In diesem Zusammenhang seien die aufgetürmten Schuldenberge der Industriestaaten ein Spiegelbild der Vergangenheit. Für den Schuldenabbau heiße das, dass sich Investoren auf eine Zeit der finanziellen Repression mit langfristig niedrigen, wenn nicht sogar negativen Realzinsen bei liquiden und sicheren Anlagen einstellen.

Schwellenländer setzen Wachstumstrend fort. „Soft-Landing“ in China.

Beratern empfiehlt Nacken, innerhalb Europas den deutschen Aktienmarkt übergewichtet zu lassen. „Die weltweit leicht verbesserten Frühindikatoren deuten auf einen steigenden Lager- und Investitionszyklus hin, der den deutschen Exportunternehmen zusätzliche Wachstumsimpulse verleihen könnte.“ In Europa zeige das Bruttoinlandsprodukt für das vierte Quartal 2012 zwar unverändert eine Rezession an. Die Einkaufsmanagerindizes signalisierten für Januar 2013 jedoch bereits eine spürbare Stabilisierung. „Erfreulich ist auch, dass sich die Ungleichgewichte innerhalb Europas leicht abbauen und sich auch die Leistungsbilanzsalden in den Peripheriestaaten verbessert haben“, so Nacken. Für den europäischen Aktienmarkt dürfte sich die politische Risikoprämie allerdings nur langsam verringern. „Es empfiehlt sich, eher die Eurozone zu favorisieren“, glaubt der Experte. „Der Rest des europäischen Anlageuniversums kann untergewichtet bleiben.“

Mit Blick auf die Schwellenländer sollte der Wachstumstrend nach einer Schwächephase im vergangenen Jahr intakt bleiben: „Treiber sind die leicht höhere Nachfrage aus den Industriestaaten, die expansive Wirtschaftspolitik sowie die Konsumfreude der neuen Mittelschicht“, erkennt Nacken. Angesichts der guten Wachstumsaussichten und besserer Bilanzen der Unternehmen wäre eine deutliche höhere Prämie gegenüber den Industrieländern durchaus gerechtfertigt. Insbesondere China gebe wieder Grund zu Hoffnung: „Unser ‚Soft-Landing-Szenario‘ für China scheint sich zu bewahrheiten“, sagt der Allianz-Experte. „Mit Blick auf die größtenteils erfreulichen Konjunkturindikatoren ist eine Wachstumsbeschleunigung in 2013 zu erwarten.“ Neben den zyklischen Faktoren scheinen vermehrt auch strukturelle Reformen das Wachstum zu treiben. Zudem dürfte der private Konsum von steigenden Reallöhnen und einem insgesamt wachsenden Pro-Kopf-Einkommen begünstigt sein. Chinesische Aktien sind für Nacken attraktiv eingepreist. Sogenannte A-Aktien, die nur in China und von Chinesen gehandelt werden dürfen, seien dabei deutlich günstiger als die global handelbaren H-Aktien.

Globale Indizes: Dow Jones-Anstieg im Januar verspricht gutes Börsenjahr 2013.

Quelle: FINANZEN FundAnalyzer (FVBS)

(PD)

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