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26.03.2020 14:30

Billigzinsen in der Coronakrise: Verbraucher interessieren sich nach wie vor für Immobilienfinanzierungen

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Trotz Corona-Krise beschäftigen sich noch viele Verbraucher mit einer möglichen Immobilienfinanzierung. "Wir sehen, dass Baufinanzierungen weiterhin nachgefragt werden, derzeit auf ähnlichem Niveau wie vor den aktuellen Entwicklungen aufgrund des Coronavirus", sagt Mirjam Mohr, Vorständin für das Privatkundengeschäft des Baufinanzierungsvermittlers Interhyp.

Das sei ein momentanes Bild und man beobachte die Situation sehr genau, da die Entwicklungen derzeit sehr dynamisch seien, ergänzt sie.  Auch beim Vermittler Dr. Klein spürt man derzeit keinen Rückgang. "Es gibt nach wie vor sehr viele Anfragen", berichtet Michael Neumann, Vorstandsvorsitzender der Dr. Klein Privatkunden AG.

Wer derzeit eine Immobilienfinanzierung plant, profitiert zunächst einmal. Die Bauzinsen erreichten Mitte März nämlich ein Allzeittief. So zahlen Darlehensnehmer für Immobilienkredite mit einer zehnjährigen Zinsbindung unter Umständen jährlich nur noch 0,6 Prozent. Je nach Bonität sind sogar Zinsen um die 0,4 Prozent möglich. Das klingt nach einer sehr komfortablen Ausgangssituation, aber Immobilienkäufer und Bauherren müssen etliche Jahre vorausplanen und genau kalkulieren. So wundert es nicht, dass die Beraterinnen und Berater von Interhyp auch von vielen Nachfragen zur derzeitigen Entwicklung der Bauzinsen und der Immobilienpreise berichten.

Einige Verbraucher würden überlegen, ob eine Investition in die Immobilie gerade jetzt sinnvoll sei oder nicht, erzählt Mirjam Mohr. Die Fachleute raten zur Besonnenheit und zu einer wohl überlegten Finanzierung. Ein Immobilienkredit sollte immer möglichst zukunftssicher ausgerichtet sein - mit langen Zinsbindungen, hohen Tilgungen und Möglichkeiten, flexibel auf Situationen reagieren zu können. Dazu würden etwa kostenlose Optionen zur Sondertilgung gehören, erklärt die Interhyp-Vorständin.

Beraterinnen und Berater können im Home-Office arbeiten. "Unsere Experten nutzen dafür vielfach unsere Live-Beratung, das ist eine telefonische Beratung mit Bildschirmübertragung", sagt Mohr. Über einen Internetlink teilen sie den Bildschirm mit den Kunden. So sieht der Kunde zum Beispiel den kompletten Anbietervergleich. Das persönliche Budget sowie mögliche Angebotsgestaltungen und Eckdaten wie Tilgungshöhe oder Zinsbindung können so gezeigt und besprochen werden. Beim Finanzierungsvermittler Dr. Klein greifen Berater und Kunden ebenfalls auf die persönliche Beratung per Telefon und Video-Chat zurück.

Dass die Bauzinsen noch weiter sinken, gilt als unwahrscheinlich. Die Zinsen für Hypothekenkredite orientieren sich nämlich auch an den langfristigen Kapitalmarktzinsen und entwickeln sich eher wie die Rendite von Bundesanleihen. Anleger machen derzeit einen Bogen um die Staatsanleihen, denn sie rechnen mit einer steigenden deutschen Staatsverschuldung. Die Kurse der Anleihen geraten also unter Druck, im Gegenzug ziehen die Renditen an. "Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe ist wieder gestiegen, auch aufgrund der erwarteten Kosten für die Hilfsprogramme des Staates", sagt auch Mohr. Die Renditen der Anleihen sind ein wichtiger Wegweiser für die Entwicklung der Refinanzierungsbedingungen der Banken. Die Banken würden auch kaum die Margen bei den Finanzierungen senken, meint zudem der Zinsexperte Max Herbst von der FMH-Finanzberatung. Die Immobilienfinanzierung gelte schließlich als sicheres und einträgliches Geschäft.

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