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08.10.2013 10:57
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Börse Hamburg: Warten auf Jahresendrally im Fondshandel

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Hamburg (www.fondscheck.de) - In einem von Zurückhaltung geprägten Marktumfeld haben sich die Umsätze im Fondshandel der Börse Hamburg im September im Vergleich zum Vormonat leicht rückläufig entwickelt, so die Börse Hamburg.

Anleger hätten Anteile im Volumen von rund 71 Mio. Euro gehandelt. Hintergrund seien vor allem die unklaren Vorgaben für die Märkte aus den USA: "Die Anleger warten ab, denn die Haushaltsfrage in der weltgrößten Volkswirtschaft ist weiter ungeklärt. Und auch hinter dem künftigen Kurs der US-Notenbank steht nach wie vor ein Fragezeichen", habe Dr. Thomas Ledermann, Geschäftsführer der Börse Hamburg, gesagt. "Außerdem waren Investoren im September gespannt darauf, welches Signal von der Bundestagswahl ausgeht - und es ist weiter spürbar, dass den Märkten die noch ausstehende Regierungsbildung nicht behagt. So haben Anleger ihr Pulver für eine Jahresendrally trocken gehalten."

Vergleichsweise gefragt gewesen seien Deutsche Aktien. Anleger hätten zum Beispiel rege den Deka Dax ETF (Deka DAX® UCITS ETF) gehandelt, der die Entwicklung des deutschen Leitindex abbilde. Im Blickpunkt der meisten Anleger hätten aber erneut offene Immobilienfonds gestanden. Von den zehn umsatzstärksten Fonds im September würden sieben in diese Anlageklasse fallen.

Besonders starke Umsätze seien im DEGI Europa zu verzeichnen gewesen, bei dem das Immobiliensondervermögen mit Ablauf des Monats auf die Depotbank übergegangen sei. Vor allem in der zweiten Septemberhälfte seien die Verkaufsanfragen gestiegen - die Kapitalverwaltungsgesellschaft Aberdeen habe eine für Juli angekündigte Ausschüttung um zwei Monate verschoben, die dann am 30. September erfolgt sei. Noch höhere Umsätze habe es lediglich im CS Euroreal (CS Euroreal A EUR) gegeben, dem mit 9,3 Mio. Euro erneut am stärksten gehandelten Fonds.

Auch im Morgan Stanley P2 Value sei bis zum Ablauf der Liquidationsfrist am 30. September reger Handel zu beobachten gewesen. Über die Börse Hamburg würden beide Fonds auch über den 30. September hinaus für jeden Anleger handelbar bleiben.

"Immobilien sind für Anleger nach wie vor eine sehr interessante Anlageklasse. Das zeigt die hohe Nachfrage nach Häusern und Wohnungen vor allem in den großen Städten", habe Ledermann gesagt. "Aber nicht jeder hat gleich mehrere Hunderttausend Euro zur Hand, und außerdem entsteht beim Kauf einer einzelnen Immobilie oft ein enormes Klumpenrisiko. Mit einer Anlage in Immobilienfonds lässt sich dieses Risiko eingrenzen."

Kurssteigerungen habe es vor allem für Aktienfonds gegeben, die auf den zuletzt arg gebeutelten indischen Markt setzen würden. Unter den Top 10-Performern mit auf Monatssicht zum Teil zweistelligen Renditen seien allein vier solche Fonds. Mit einem Plus von annähernd 15 Prozent sei der Amundi Equity India Infrastructure (AMUNDI FUNDS Equity India Infrastructure - AU (C)) im September der Performance-Spitzenreiter gewesen. Sein besonderer Schwerpunkt seien Unternehmen, die vom Ausbau der Infrastruktur auf dem Subkontinent profitieren würden. Dazu würden vor allem Firmen in den Bereichen Energie, Telekommunikation, Transport, Wasser und Werkstoffe sowie Institutionen zählen, die auf die Finanzierung von Infrastrukturprojekten spezialisiert seien.

Auch in anderen Schwellenländern wie der Türkei, Thailand und Brasilien sei der Aufwärtstrend deutlich gewesen. So hätten der Istanbul Equity Fund und der ESPA Stock Istanbul (ESPA STOCK ISTANBUL (T) EUR) einen Zuwachs von rund 14 beziehungsweise mehr als 12 Prozent verbucht. Andere Emerging-Markets-Fonds hätten ebenfalls zweistellig zugelegt.

"Auch wenn der Kurs der nächsten Monate weiter unklar ist: Die Anleger sind erleichtert darüber, dass die US-amerikanische Notenbank Federal Reserve ihr Programm zum Anleihen-Rückkauf zunächst uneingeschränkt fortführt", erläutere Christine Lutz, Maklerin bei der Wertpapierhandelsbank Schnigge. Das habe die Notierungen in den Emerging Markets steigen lassen und die Anteilspreise entsprechender Fonds nach oben getrieben.

Gelitten hätten im September vor allem die Notierungen von Fonds, die auf eine positive Entwicklung der Preise für Gold und andere Edelmetalle setzen würden. Die Feinunze Gold habe nachgegeben und sich im Fortgang des Septembers immer weiter von der Marke von 1.400 USD entfernt. (08.10.2013/fc/a/f)

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