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12.11.2013 15:56
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Fondshandel: Manchen wird es zu heiß

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Frankfurt (www.fondscheck.de) - Abermals neue Rekordhochs nach der überraschenden Zinssenkung der EZB am vergangenen Donnerstag sorgen auch im Fondshandel für hohe Umsätze - allerdings gibt es Zu- und Abflüsse, so die Deutsche Börse AG.

Laut Antja Deisenroth-Boström von der Baader Bank seien gleich nach dem Zinsentscheid Gewinne mitgenommen worden, vor allem in international investierenden Fonds: "Der Euro hat stark verloren, in US-Dollar-lastigen Fonds gab es daher Abgaben auf hohem Niveau - zum Teil auch große Blöcke."

Frank Wöllnitz von ICF Kursmakler melde hingegen einen Käuferüberhang. "Die historischen Hochs sind gut für den Markt." Der Dax halte sich mittlerweile seit zwei Wochen oberhalb der 9.000 Punkte-Marke, am gestrigen Montag habe er sogar erstmals über 9.100 Zählern geschlossen.

Wie Deisenroth-Boström berichte, hätten sich Anleger besonders am Donnerstag vom DWS Vermögensbildungsfonds I , dem Lingohr-Systematic-LBB-Invest (LINGOHR-SYSTEMATIC-LBB-INVEST) und dem M&G Global Basics (M&G Global Basics Fund EUR-Klasse A acc) getrennt, alle drei international engagierte Fonds. Gegen den Trend sei der M&G Global Dividend (M&G Global Dividend Fund EUR-Klasse A acc) gekauft worden.

Auch in deutschen und europäischen Fonds werde tendenziell Kasse gemacht - allerdings nicht im gleichen Umfang: Auf den Verkaufslisten stünden etwa der FF - European Growth (ISIN nicht bekannt/ WKN 973279) und der Cominvest Fondak (Fondak - A - EUR), während im DWS Deutschland zugegriffen werde.

Ausgesprochen kauffreudig würden sich Anleger Wöllnitz zufolge weiterhin beim Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen (Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen T) zeigen. Der konzentriere sich auf deutsche Nebenwerte und komme damit für die zurückliegenden sechs und zwölf Monate auf ein Plus von 10,4 respektive 12,5 Prozent. Der MDAX habe in dieser Zeit mit 16 und 42 Prozent allerdings noch viel besser abgeschnitten.

Daneben würden Anleger laut Wöllnitz aus dem APO Medical Opportunities (apo Medical Opportunities) aussteigen: "Das ist, wenn man sich den Chart anschaut, auch kein Wunder", kommentiere der Händler. In den vergangenen sechs Monaten punkte der Fonds mit einem Plus von 12,7 Prozent, auf Sicht von zwölf Monaten sogar mit 32 Prozent. Er enthalte Aktien von Pharmakonzernen und anderen Unternehmen aus der Gesundheitsbranche.

In Sachen Mischfonds werde weiterhin unterschieden: Nur die mit überzeugender Rendite würden gekauft. Wöllnitz berichte von Zuflüssen im Flossbach von Storch Multiple Opportunities (Flossbach von Storch SICAV - Multiple Opportunities R) und im Ethna-Aktiv (ETHNA Aktiv E, Klasse E A) sowie - wie bereits in den vergangenen Wochen - von Abflüssen aus dem Carmignac Patrimoine (Carmignac Patrimoine A EUR acc).

Deisenroth-Boström zufolge werde außerdem der Arero Weltfonds (ARERO - Der Weltfonds) gekauft. Der Flossbach von Storch komme im laufenden Jahr auf ein Plus von 8,6 Prozent, der Ethna Aktiv auf 4,3 Prozent und der Arero auf 5,18 Prozent, der Carmignac hingegen nur auf knapp 2 Prozent.

"Sehr heftig" gesucht sei Wöllnitz zufolge auch ein reiner Rentenfonds: der UniRenta Corporates , der schwerpunktmäßig US-amerikanische Unternehmensanleihen kaufe. Besonders gut gefahren seien Investoren damit bislang aber nicht: Seit Anfang Januar belaufe sich das Minus auf 2,7 Prozent.

Für asiatische Aktien würden sich Anleger weiterhin eher wenig interessieren - zu attraktiv sei die Kursentwicklung europäischer und US-amerikanischer Titel. "Es ist relativ ruhig", kommentiere Deisenroth-Boström. Abgestoßen würden etwa der Aberdeen Global Asian Smaller Companies in Britischen Pfund und US-Dollar (Aberdeen Global - Asian Smaller Companies Fund D2), Zuflüsse gebe es hingegen im FF Greater China (Fidelity Funds - Greater China Fund A (USD)).

Im Handel mit Minenfonds sehe Deisenroth-Boström nach wie vor kaum Umsätze. "Daher kann ich auch keine Richtung ausmachen." Der Goldpreis habe im November erneut nachgegeben: Aktuell werde die Feinunze zu 1.278 US-Dollar gehandelt, Ende Oktober seien es noch über 1.350 US-Dollar gewesen. (12.11.2013/fc/a/f)

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