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22.07.2019 15:18
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IfW: Internationaler Währungsfonds verliert zunehmend an Bedeutung

Einen zunehmenden Bedeutungsverlust des Internationalen Währungsfonds (IWF) hat der Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW), Gabriel Felbermayr, anlässlich des 75. Jahrestages der Bretton-Woods-Konferenz kritisiert.

Die Bilanzsumme des IWF habe sich in den vergangenen sieben Jahren mehr als halbiert. An seine Stelle würden zunehmend bilaterale und regionale Abmachungen treten, die internationale Krisen verschärfen könnten und dem Stabilitätsgedanken des IWF und der Bretton-Woods-Konferenz zuwider liefen, bemängelte er.

"Nur eine multilaterale Organisation wie der IWF kann die notwendige Transparenz bei Krediten sicherstellen und international für wirtschaftliche Stabilität sorgen", sagte Felbermayr. Zum Bedeutungsverlust des IWF trage auch bei, dass sich die Stimmrechte seiner 189 Mitglieder an sogenannten Quoten ausrichte, die nach einer komplizierten Formel berechnet werden. Dabei würden Industriestaaten bevorzugt und Entwicklungsländer benachteiligt.

Ein Signal zur Stärkung des IWF wäre es, den frei gewordenen Posten des Direktors nicht durch einen Europäer, sondern einen Vertreter aus einem Schwellen- oder Entwicklungsland zu besetzen, betonte er. "Es stehen hervorragend ausgewiesene Persönlichkeiten zur Verfügung: zum Beispiel der Chicagoer Professor und ehemalige indische Zentralbankchef Raghuram Rajan oder der Chef der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in Basel, der Mexikaner Agustin Carstens." Außerdem sollten sich der IWF und seine Mitglieder im Klaren sein, dass strenge Vorgaben bei der Kreditvergabe in Bezug auf Umweltauflagen oder Menschenrechte Staaten zu anderen Kreditgebern treiben könnten.

BERLIN (Dow Jones)

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