finanzen.net
20.05.2020 15:01

Seibert: Unterschiedliche Haltungen zu EU-Wiederaufbaufonds normal

Folgen
Werbung

Von Andreas Kißler

BERLIN (Dow Jones)--Regierungssprecher Steffen Seibert hat die Vorbehalte aus mehreren EU-Staaten gegen den von Deutschland und Frankreich vorgestellten Plan für einen europäischen Wiederaufbaufonds als nicht überraschend gewertet. Deutschland und Frankreich wollten den Weg zu einem gemeinsamen Beschluss erleichtern, betonte er bei einer Pressekonferenz in Berlin. "Aber dass es da unterschiedliche Haltungen gibt, und dass dazu noch Arbeit und auch Gespräche nötig sind, das ist jetzt etwas durchaus Normales in Europa", fügte er hinzu.

Es handele sich um einen Vorschlag, der die EU-Kommission bei ihrem Auftrag unterstützen solle, einen Vorschlag an alle Mitgliedsstaaten zu machen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) habe erklärt, es sei bekannt, dass es in Europa dazu durchaus unterschiedliche Vorstellungen gebe, erinnerte ihr Sprecher.

Seibert verteidigte das Vorgehen und sah darin ausdrücklich keine Einführung der umstrittenen Eurobonds durch die Hintertür. Der Vorschlag beziehe sich auf den außergewöhnlichen Fall der Corona-Pandemie und ermächtige die Kommission, "im klar definierten Umfang Mittel an den Kapitalmärkten aufzunehmen". Es gebe dann auch einen verbindlichen Rückzahlungsplan. Dies seien "nicht Eurobonds im anderen Gewand", betonte Seibert.

Der deutsch-französische Plan für einen europäischen Wiederaufbaufonds über 500 Milliarden Euro war bei EU-Partnern auf Widerstand gestoßen. Österreichs Kanzler Sebastian Kurz erklärte, er habe sich mit den Regierungschefs der Niederlande, Dänemarks und Schwedens ausgetauscht. "Unsere Position bleibt unverändert", so Kurz über den Nachrichtendienst Twitter. Die EU soll demnach keine Zuschüsse, sondern Kredite an betroffene Staaten geben.

Kontakt zum Autor: andreas.kissler@wsj.com

DJG/ank/jhe

(END) Dow Jones Newswires

May 20, 2020 09:02 ET (13:02 GMT)

Werbung

Fondsfinder

Suchen

Heute im Fokus

DAX fester -- Asiens Börsen uneinig -- Aroundtown verdient im 1Q operativ mehr -- Infineon beschließt Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen -- ENCAVIS bekräftigt Prognose

Commerzbank will mit Nachrangleihen Bilanz stärken. Sanofi verkauft Großteil seiner Regeneron-Aktien. Boeing kündigt diese Woche wohl massiven Stellenabbau an. MLP ersetzen Sixt Leasing im SDAX. LEG und TAG beenden Gespräche über Zusammenschluss. Peugeot und TOTAL wollen Batterie-Produktion nach Frankreich holen. Französischer Industriekonzern Saint-Gobain will Sika-Aktienpaket verkaufen. ifo-Beschäftigungsbarometer legt im April etwas zu.
Werbung
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!

Umfrage

Wo sehen Sie den DAX Ende 2020?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Scout24 AGA12DM8
Wirecard AG747206
TUITUAG00
Lufthansa AG823212
NEL ASAA0B733
Daimler AG710000
BioNTech SE (spons. ADRs)A2PSR2
Infineon AG623100
TeslaA1CX3T
Allianz840400
ITM Power plcA0B57L
Airbus SE (ex EADS)938914
Deutsche Telekom AG555750
BayerBAY001