20.01.2014 11:09

Vermögensverwaltende Fonds: Die besten Sharpe Ratios über fünf Jahre - Fondsanalyse

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München (www.fondscheck.de) - Bei Finanzberatern werden Vermögensverwaltende Fonds immer beliebter, so die Experten von "FundResearch".

Die Produkte würden versuchen, verschiedene Anlageklassen zu kombinieren, um in jeder Marktphase eine gute Rendite zu erzielen. Das Risiko, Verluste zu generieren, solle so minimiert werden. Um das zu erreichen, könne das Portfolio jederzeit angepasst werden. Das Angebot Vermögensverwaltender Fonds sei riesig. FundResearch zeige die Fonds mit der besten Sharpe Ratio über fünf Jahre.

Diese Auswahl sei getroffen worden, da Vermögensverwaltende Produkte langfristige Anlagen seien, bei denen die Volatilität nicht außer Acht gelassen werden dürfe. Eine Darstellung der reinen Performance wäre daher nicht sehr aussagekräftig. Diese Rangliste sei auf Basis von Daten des FINANZEN FundAnalyzer (FVBS) und der Klassifizierung von MMD-direct erstellt worden.

Die Top-10 beginne auf Platz zehn mit dem Johannes Führ Renten Wachstum AMI P . Der von Ampega Investment verwaltete Fonds weise über fünf Jahre eine Sharpe Ratio von 1,56 auf. In diesem Zeitraum komme der mit der €uro-FondsNote 3 bewertete Fonds auf eine Rendite von 33,8 Prozent und eine Volatilität von 3,09 Prozent. 94 Prozent des 23 Millionen Euro großen Portfolios investiere das Management in Anleihen.

Investitionsgüter seien auf Sektorebene mit 27,8 Prozent am stärksten allokiert. Auf Telekommunikationsdienstleister würden 16,6 Prozent und auf Erdöl- und Erdgas-Titel 15,8 Prozent entfallen. 23,3 Prozent des Portfolios würden Anleihen aus Deutschland ausmachen. Französische seien zu 14,6 Prozent vertreten, spanische zu 13,4 Prozent. Die Total Expense Ratio (TER) des Fonds betrage 1,23 Prozent.

Auf Platz neun liege der Carmignac Sécurité A Euro (Carmignac Sécurité A EUR acc) von FundResearch-Partner Carmignac Gestion. Er habe eine Sharpe Ratio von 1,57. Fondsmanager Carlos Andres Galvis könne sich zudem über die FondsNote 2 freuen. Die Performance über fünf Jahre sei mit 22,5 Prozent schlechter als die des Fonds von Johannes Führ.

Dafür sei die Volatilität von 1,89 deutlich geringer. Galvis habe knapp 85 Prozent des 5,9 Milliarden Euro starken Fonds in Anleihen investiert. Finanztitel würden mit 53,3 Prozent mehr als die Hälfte des Portfolios ausmachen. Auf Gebrauchsgüter würden 18,1 Prozent entfallen. Die TER betrage 1,07 Prozent.

Platz acht gehe an den RP Global Absolute Return Bond von Rheinische Portfolio Management. Die Sharpe Ratio über fünf Jahre betrage 1,74 Prozent. In diesem Zeitraum habe das Fondsmanagement-Team den Wert des Fonds um 34,8 Prozent steigern können, bei einer Volatilität von 2,86 Prozent. Mit einem Volumen von 13 Millionen Euro sei der Fonds der kleinste der gesamten Top-10. Der Rentenfonds (94 Prozent) investiere 56,7 Prozent im Euroraum. Detailliertere Portfolioangaben mache die Gesellschaft nicht. Auf Anleger würden Gesamtgebühren in Höhe von 1,26 Prozent zukommen.

Auf Platz sieben lande der StarCap Winbonds + (StarCapital - Winbonds plus A) von StarCapital. Die Sharpe Ratio von Peter Hubers Fonds betrage 1,77. Über fünf Jahre stehe ein Plus von guten 83,7 Prozent. Die Volatilität sei mit 6,64 Prozent jedoch entsprechend hoch. Der 192,7 Millionen Euro große Fonds trage die FondsNote 2.

Huber setze zu 46,3 Prozent auf Unternehmensanleihen und zu 18,3 Prozent auf Aktien und Aktien-ETFs. Staatsanleihen würden 5,4 Prozent des Portfolios machen, Wandelanleihen 3,9 Prozent und supranationale Anleihen 0,2 Prozent. Länder- und Sektorinformationen gebe StarCapital nicht bekannt. Für die Gesamtgebühr würden 1,29 Prozent fällig.

Den sechsten Rang belege der Julius Bär Strategy Income Euro B (Julius Baer Strategy Income (EUR) B). Er habe eine Sharpe Ratio von 1,79 und trage die FondsNote zwei. Das Fondsmanagement-Team investiere 65,7 Prozent des 206 Millionen Euro großen Portfolios in Rentenpapiere. 28 Prozent würden auf Aktien entfallen. Leider würden auch hier detailliertere Portfolioangaben fehlen. Anleger, die sich für diesen Fonds entscheiden würden, müssten relativ hohe Gebühren in Kauf nehmen: Die TER betrage 1,72 Prozent.

Mit einer Sharpe Ratio von 1,79 belege der FvS Multiple Opportunities R (Flossbach von Storch SICAV - Multiple Opportunities R) von Flossbach von Storch den fünften Platz. Zwar weise er dieselbe Sharpe Ratio auf, wie der auf Rang sechs gelandete Julius Bär Strategy Income Euro B (Julius Baer Strategy Income (EUR) B). Doch der Flossbach-Fonds sei mit der €uro-FondsNote 1 bewertet, während der Strategy Income die Note 2 trage. Fondsmanager Bert Flossbach schaffe im Zeitraum von fünf Jahren eine Wertsteigerung von 113,4 Prozent bei einer Volatilität von 8,5 Prozent. 72,5 Prozent des 3,5 Milliarden großen Fondsvolumens investiere er in Aktien.

9,7 Prozent würden in Gold und 6,5 Prozent in Anleihen fließen. In Deutschland seien 19,9 des Portfolios angelegt und in den USA 19,2 Prozent. Auf Sektorebene habe Flossbach nichtzyklische Konsumgüter mit 34,8 Prozent am stärksten gewichtet. Technologie-Titel würden 21,2 Prozent des Portfolios ausmachen. Die Gebühren seien mit 1,72 Prozent vergleichsweise hoch. Hinzu würden im letzten Geschäftsjahr noch 0,61 Prozent wertentwicklungsabhängige Gebühren kommen (Performance Fee).

Platz vier gehe an den Kapital Plus A (Kapital Plus - A - EUR) von Allianz Global Investors. Der Fonds habe eine Sharpe Ratio von 1,86 und sei mit der FondsNote 1 bewertet. Für die vergangenen fünf Jahre stehe ein Performance-Plus von knapp 70 Prozent. Mit einer Volatilität von 5,4 Prozent sei er vergleichsweise schwankungsarm. Seit Juni 2011 verantworte Stefan Kloss den gut eine Milliarde Euro großen Fonds. 67,6 Prozent des Fondsvolumens investiere er in Anleihen, 28,1 Prozent in Aktien.

Titel aus Großbritannien würden mit 24,3 Prozent fast ein Viertel des Portfolios ausmachen. Französische lägen mit 22,3 Prozent knapp dahinter. Wie Flossbach setze auch Kloss auf nichtzyklische Konsumgüter. Sie seien zu 20,4 Prozent gewichtet. Der Industriesektor mache 19,2 Prozent aus. Die Total Expense Ratio (TER) betrage 1,15 Prozent.

Einen Treppchenplatz sichere sich der Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen (Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen T) von Shareholder Value Management AG. Die Sharpe Ratio von 1,99 bringe den Fonds auf Platz drei. Fondsmanager Frank Fischer - der sich über die FondsNote 1 freuen könne - habe in den vergangenen fünf Jahren ein Plus von starken 151,6 Prozent erzielt. Die Volatilität betrage 9,6 Prozent.

55,4 Prozent des gut 650 Millionen Euro großen Fondsvolumens investiere Fischer in Aktien. 32,7 Prozent würden auf Anleihen entfallen. Auf Länderebene setze der Fondsmanager auf Deutschland. Titel aus der Bundesrepublik würden 52,5 Prozent des Portfolios aufmachen. Anleger müssten 1,51 Prozent an Gesamtgebühren aufbringen.

Auf Rang zwei lande der M&G Optimal Income Euro (M&G Optimal Income Fund EUR-Klasse A-Hedged Acc). Die Sharpe Ratio von 2,12 könne sich sehen lassen. Im Fünfjahreszeitraum habe der Fonds seinen Wert um 88,4 Prozent steigern können - bei einer Volatilität von relativ geringen 5,8 Prozent.

Den M&G-Fondsmanager Richard Woolnough und Stefan Isaacs würden ein Volumen von rund 20 Milliarden Euro betreuen. Damit sei der Fonds der größte in diesen Top-10. Das Geld würden sie zu 46,8 Prozent in Investment-Grade-Anleihen stecken. 21,5 Prozent würden auf Staatsanleihen und 18,1 Prozent auf High-Yield-Anleihen entfallen. Aktien würden 11,3 Prozent des Portfolios ausmachen. Zur Länder- und Sektorallokation lägen keine Informationen vor. Die TER betrage 1,46 Prozent.

Die beste Sharpe Ratio aller Vermögensverwaltender Fonds im Zeitraum von fünf Jahren weise mit 2,29 der RW Rentenstrategie auf. Der Name des Fonds lasse glauben, dass es sich um reinen Rentenfonds handle. Das Fondsmanagement-Team der Röcker & Walz Vermögensverwaltung könne jedoch 20 Prozent des Portfolios in Aktien anlegen. Für die vergangenen fünf Jahre stehe ein Performance-Plus von 34,2 Prozent bei einer sehr niedrigen Volatilität von 2,3 Prozent.

Der 64,9 Millionen Euro große Fonds investiere 32,7 Prozent des Portfolios in Deutschland und 15,6 Prozent in den Niederlanden. Den größten Teil des Portfolios würden mit derzeit 69 Prozent Unternehmensanleihen ausmachen. Staatsanleihen seien zu 12,9 Prozent allokiert und Wandelanleihen zu 6,9 Prozent. Die Gesamtkosten würden sich auf 1,11 Prozent belaufen. (Ausgabe vom 17.01.2014) (20.01.2014/fc/a/f)

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