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11.10.2019 06:11
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Versicherungen: Welche Policen sollten Studenten abschließen?

Euro am Sonntag-Mailbox: Versicherungen: Welche Policen sollten Studenten abschließen? | Nachricht | finanzen.net
Euro am Sonntag-Mailbox
Sie fragen, wir antworten! Die Redaktion von Euro am Sonntag beantwortet Leseranfragen zu Rechts-, Finanz- und Versicherungsthemen.
€uro am Sonntag
von Martin Reim, €uro am Sonntag

Mein Sohn hat zu diesem Wintersemester ein Studium aufgenommen. Welche Versicherungen braucht er?


€uro am Sonntag: Das Thema Krankenversicherung ist fürs Erste wahrscheinlich schon gelöst. Denn mit dem Immatrikulationsantrag ist meist ein entsprechender Nachweis einzureichen. Die Krankenversicherungspflicht gilt in Deutschland auch für Studierende. Bis zum 25. Geburtstag können sie beitragsfrei bei den Eltern mitversichert werden, wenn diese einer gesetzlichen Krankenkasse angehören. Das ist allerdings nur möglich, wenn sie noch kein eigenes Einkommen erzielen, dieses regelmäßig nicht höher als 435 Euro monatlich liegt oder aber "geringfügig beschäftigt" sind und dabei nicht mehr als 450 Euro im Monat verdienen (als Mini-Jobber).


Ist eine Mitversicherung nicht möglich, können sie sich günstig in einer gesetzlichen studentischen Krankenversicherung versichern (KVdS). Bei Aufnahme des Studiums können sich Studierende aber auch von der KVdS befreien lassen und in eine Private Krankenversicherung (PKV) gehen, wenn schon vor dem Studium eine PKV bestand. Allerdings ist dann während des Studiums eine Rückkehr in die gesetzliche Krankenkasse nicht so ohne weiteres möglich. "In der PKV können Studierende vergünstigte Tarife abschließen, die Prämien sind dennoch oft höher als der Beitrag für die gesetzliche KVdS", erläutert eine Sprecherin der Verbraucherschutzorganisation Bund der Versicherten (BdV). Lediglich wenn die Eltern als Beamte beihilfeberechtigt sind und dadurch für die Zeit des Studiums ebenfalls ein Beihilfeanspruch besteht, ist die sogenannte Restkostenversicherung meist günstiger.

Ebenfalls unverzichtbar ist die Privathaftpflichtversicherung. Wer anderen einen Schaden zufügt, muss dafür haften - und zwar mit dem privaten Vermögen in unbegrenzter Höhe. Insbesondere Personenschäden können in die Millionen gehen und existenzbedrohend sein. "Studierende sind in der Regel bis zum Abschluss des ersten Studiums bei den Eltern mitversichert, sofern sie nicht verheiratet oder verpartnert sind", sagt die BdV-Sprecherin. Hier gibt es allerdings auch Ausnahmen und Altersgrenzen, daher ist es sinnvoll, sich vom Versicherer der Eltern die Mitversicherung schriftlich bestätigen zu lassen.

Berufsunfähigkeit im Blick

Auch wenn eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) vielen Studierenden noch überflüssig erscheint, gehört sie zu den Policen, auf die sie nicht verzichten sollten. "Für die Höhe der Prämie sind neben dem Beruf und der vereinbarten Rentenhöhe auch das Eintrittsalter, die Laufzeit und der Gesundheitszustand entscheidend. Daher gilt: Je früher ein Vertrag abgeschlossen wird, desto besser", heißt es beim BdV. Da es zahlreiche Tarife und Fallstricke gibt, sollten sich Studierende beraten lassen, beispielsweise von Verbraucherzentralen und unabhängigen Versicherungsberatern. Beide Gruppen arbeiten auf Honorarbasis, agieren also nicht provisionsorientiert.
Auf der Internetseite des BdV gibt es eine kostenlose Informationsbroschüre "Gut versichert in Ausbildung und Studium" (bundderversicherten.de/publikationen/broschueren).





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Bildquellen: istockphoto_stokkete, Tyler Olson / Shutterstock.com

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