finanzen.net
27.04.2016 09:14
Bewerten
(3)

Politik und Industrie einigen sich auf Kaufprämie für E-Autos

4000 Euro Zuschuss: Politik und Industrie einigen sich auf Kaufprämie für E-Autos | Nachricht | finanzen.net
GM-Elektroauto Chevrolet Bolt
4000 Euro Zuschuss
DRUCKEN
Käufer von Elektroautos sollen künftig einen Zuschuss erhalten.
Um die schleppende Nachfrage anzukurbeln, haben sich Bundesregierung und Autoindustrie auf Kaufprämien verständigt. Entsprechende Informationen des Deutschlandfunks wurden der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch in Koalitionskreisen nach einem Autogipfel am Dienstagabend im Kanzleramt bestätigt. Demnach soll es für reine E-Autos Zuschüsse von 4000 Euro geben, für Hybride mit ergänzendem Verbrennungsmotor 3000 Euro.

Die Kosten in Höhe von 1,2 Milliarden Euro sollen sich der Bund und die Hersteller jeweils zur Hälfte teilen, wie es auch in Regierungskreisen hieß. Prämien sollen nur für Modelle mit einem Listenpreis von maximal 60 000 Euro für ein Basismodell möglich sein. Ein Elektro-Golf zum Beispiel hat in der Basisfassung einen Listenpreis von knapp 35 000 Euro. Außerdem soll der Ausbau von Ladestationen mit 300 Millionen Euro gefördert werden.

Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) und Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) wollen am Mittwoch um 11.00 Uhr gemeinsam über die Details informieren. Eine Kaufprämie für E-Autos ist auch innerhalb der Koalition umstritten. Von Umweltverbände kam ebenfalls Widerspruch.

Im Kanzleramt hatten am Dienstagabend nach Angaben aus Branchenkreisen die Vorstandschefs Harald Krüger (BMW (BMW)), Dieter Zetsche (Daimler (Daimler)) und Matthias Müller (VW (Volkswagen vz)) mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und mehreren Ministern beraten. Nach dem mehrstündigen Treffen waren zunächst keine Ergebnisse bekanntgegeben worden.

Merkel hatte lange eine klare Festlegung bei der Kaufprämie vermieden. Die SPD befürwortete eine "maßvolle Kaufprämie" als Anreiz. Als Bedingung wurde aber genannt, dass die Autobauer die Hälfte der Kosten zahlen und Luxusautos ausgeschlossen werden.

Der Linke-Verkehrsexperte Herbert Behrens warnte vor einer ökologisch kontraproduktiven Wirkung, da sich die Konzerne mit Elektroautos ihre Dieselflotten schön rechnen könnten. "Eine Kaufprämie für E-Autos setzt somit Anreize für die Industrie, nichts in die Verbesserung der Verbrennungsmotoren zu investieren", sagte Behrens der dpa.

Auch Umweltverbände hatten Kaufzuschüsse kritisiert. "Nicht mal eine Woche, nachdem fast alle Autohersteller viel zu hoher Abgaswerte bei Diesel-Fahrzeugen überführt wurden, soll jetzt mit Steuergeldern der Kauf von Elektroautos subventioniert werden", hatte etwa der Naturschutzbund (Nabu) erklärt.

Abgas-Nachmessungen des Kraftfahrtbundesamtes im Zuge des VW-Skandals hatten Autobauer zu einem "freiwilligen Rückruf" von 630 000 Autos gezwungen. Bei den betroffenen Modellen von Audi, Mercedes, Opel, Porsche und den leichten VW-Nutzfahrzeugen müsse die Technik zur Abgasreinigung bei bestimmten Temperaturen geändert werden.

Die Regierung hat das Ziel ausgegeben, dass 2020 eine Million E-Autos unterwegs sein sollen. Zu Jahresbeginn waren aber erst 25 500 E-Autos und 130 000 Hybride zugelassen - bei 45 Millionen Pkw insgesamt. Als Hauptprobleme beim Ausbau der Elektromobilität gelten die vergleichsweise hohen Preise für die Fahrzeuge, die geringe Reichweite und eine unzureichende Ladestation-Infrastruktur.

Die Kaufprämie für E-Autos erinnert an die Abwrackprämie als Reaktion auf die Finanz- und Wirtschaftskrise 2009. Damals gab es eine Prämie in Höhe von 2500 Euro. Angesichts des Erfolgs der Prämie konnte eine massive Krise der Automobilindustrie verhindert werden. Hauptprofiteur damals war Marktführer Volkswagen./tb/sam/hoe/DP/stb

BERLIN (dpa-AFX)
Bildquellen: General Motors
  • Tagesgeld
  • Festgeld
  • Depot
  • Giro
  • Autokredit
  • Privatkredit
Anzeige

Nachrichten zu Daimler AG

  • Relevant
    2
  • Alle
    2
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Daimler AG

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
23.05.2019Daimler HoldKepler Cheuvreux
22.05.2019Daimler market-performBernstein Research
22.05.2019Daimler NeutralUBS AG
20.05.2019Daimler buyOddo BHF
14.05.2019Daimler buyMerrill Lynch & Co., Inc.
20.05.2019Daimler buyOddo BHF
14.05.2019Daimler buyMerrill Lynch & Co., Inc.
30.04.2019Daimler buyDeutsche Bank AG
26.04.2019Daimler overweightJP Morgan Chase & Co.
26.04.2019Daimler overweightJP Morgan Chase & Co.
23.05.2019Daimler HoldKepler Cheuvreux
22.05.2019Daimler market-performBernstein Research
22.05.2019Daimler NeutralUBS AG
13.05.2019Daimler market-performBernstein Research
29.04.2019Daimler HoldKepler Cheuvreux
30.04.2019Daimler VerkaufenDZ BANK
21.03.2019Daimler ReduceHSBC
18.02.2019Daimler SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
15.01.2019Daimler UnderweightBarclays Capital
07.12.2018Daimler VerkaufenDZ BANK

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Daimler AG nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

Heute im Fokus

DAX geht über 12.000 Punkten ins Wochenende -- US-Börsen schließen im Plus -- May kündigt Rücktritt an -- VW stellt sich auf Mammutverfahren ein -- adidas, OSRAM, Vapiano im Fokus

Boeing muss 737 Max auf Werksgeländen parken. Trump-Familie geht im Streit um Bankunterlagen in Berufung. Deutsche Börse-Aktie nach Investorentag an DAX-Spitze. Auch Siemens prüft Geschäftsbeziehungen zu Huawei. SMA Solar-Aktie mit Kurssprung. Facebook entfernt mehr als drei Milliarden Fake-Konten.
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!

Umfrage

Die rechtspopulistische FPÖ in Österreich hat für einen Skandal gesorgt. Wie glauben Sie wird sich das auf die Europawahlen auswirken?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Konjunktur/Wirtschaft
17:10 Uhr
Endspurt im EU-Wahlkampf
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Wirecard AG747206
Daimler AG710000
TeslaA1CX3T
Amazon906866
Apple Inc.865985
NEL ASAA0B733
CommerzbankCBK100
Scout24 AGA12DM8
BayerBAY001
BASFBASF11
Huawei TechnologiesHWEI11
Allianz840400
Ballard Power Inc.A0RENB
BMW AG519000