31.05.2013 11:41
Bewerten
(12)

Europäer werden trotz Schuldenkrise reicher

Studie zu Privatvermögen: Europäer werden trotz Schuldenkrise reicher | Nachricht | finanzen.net
Studie zu Privatvermögen
DRUCKEN
Trotz der weiterhin brodelnden Schuldenkrise sind die Menschen in Westeuropa reicher geworden.
Das zumindest hat die Beratungsgesellschaft Boston Consulting in ihrer jährlichen Studie "Global Wealth" errechnet. Demnach wuchs das Privatvermögen in der Region im vergangenen Jahr um 5,2 Prozent auf 35,8 Billionen Dollar. Das sind nach heutigen Wechselkursen umgerechnet 27,7 Billionen Euro.

    "Das kommt vor allem durch die gut laufenden Aktienmärkte", sagte Experte Daniel Kessler bei der Vorstellung der Studie am Donnerstag in New York. Auch Bargeld oder Anleihen flossen in die Berechnung mit ein, nicht aber Immobilien.

    Noch im Jahr 2011 hatten die Märkte und damit die Privatvermögen merklich unter den Wirren der Schuldenkrise gelitten. Deutschland schnitt aber bereits damals besser ab als viele Nachbarn und konnte auch jetzt beim Vermögen überdurchschnittlich zulegen - um 6,2 Prozent. Insgesamt saßen die Deutschen laut Boston Consultion auf 5,2 Billionen Euro.

    Boston Consulting zählte alleine in Deutschland 362 000 Haushalte mit einem Privatvermögen von 1 Million Dollar oder mehr. Im Jahr 2011 waren es auf vergleichbarer Basis erst 331 000. Deutschland belegt damit unter den Nationen den siebten Rang. In Europa gibt es nur in Großbritannien und der Schweiz mehr Reiche. Weltweit führen die USA die Rangliste mit weitem Vorsprung an (5,9 Millionen) vor Japan (1,5 Millionen) und China (1,3 Millionen).

    Die Wohlhabenden hätten kräftiger zugelegt als der Mittelstand, erläuterte Kessler. "Die Differenz ist aber nicht so groß, dass man sagen könnte, dass eine massive Umverteilung der Vermögen in Europa zu sehen wäre."

    Weltweit gesehen stieg das Vermögen im vergangenen Jahr um 7,8 Prozent auf 135,5 Billionen Dollar und damit deutlich stärker als im Jahr 2011. "Asien-Pazifik ist der Treiber", erklärte der zuständige Experte Federico Burgoni. "Und das wird auf absehbare Zeit auch so bleiben." Bis zum Jahr 2017 dürfte die Boomregion mit ihrem Schwergewicht China sogar Nordamerika in Sachen Vermögen überholt haben, schätzen die Berater.

    Wie groß die Kluft beim Vermögenswachstum zwischen den einzelnen Weltregionen ist, zeigen die Zahlen aus dem vergangenen Jahr: So konnten die Asiaten um 13,8 Prozent auf 28,0 Billionen Dollar zulegen. Japan ist dabei nicht eingerechnet. Dagegen legten selbst die wirtschaftlich solide dastehenden Nordamerikaner "nur" um 7,8 Prozent auf 43,3 Billionen Dollar zu. "Wir befinden uns in einer Welt der zwei Geschwindigkeiten", sagte Kessler. "Die neue Welt wächst schneller als die alte Welt."/das/DP/jsl

NEW YORK (dpa-AFX)
Bildquellen: Marc Dietrich / Shutterstock.com, gcpics / Shutterstock.com

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

Heute im Fokus

DAX geht fester ins Wochenende -- US-Börsen kaum verändert -- Finanzspritze für Tesla-Rivale Faraday Future -- Allianz verdient weniger im vierten Quartal -- Coca-Cola, HNA, Deutsche Bank, VW im Fokus

32 Sammelklagen gegen Intel. Chefs von US-Banken erhalten kräftige Gehaltserhöhungen. Überraschende Kehrtwende bei JPMorgan - "Bitcoin-ETFs sind der heilige Gral". Wetten und Manipulationen: War der Börsencrash erst der Anfang? Kaufempfehlung liefert HHLA-Aktie Rückenwind.
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Top-Thema: Künstliche Intelligenz

Im neuen Anlegermagazin stellen wir Ihnen drei Aktien aus dem Software-Sektor vor, die beim Megatrend "Künstliche Intelligenz" gut positioniert sind. Außerdem: Der US-Medienkonzern Walt Disney verspricht langfristigen Anlegern die Chance auf attraktive Renditen. Gilt das auch für RTL und ProSiebenSat1?
Kostenfrei registrieren und lesen!

Top-Rankings

KW 7: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 7: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Diese Aktien hat Warren Buffett im Depot
Einige Änderungen unter den Top-Positionen.

Umfrage

Wen wünschen Sie sich als künftigen deutschen Außenminister?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Scout24 AGA12DM8
Apple Inc.865985
Allianz840400
Deutsche Telekom AG555750
E.ON SEENAG99
Amazon906866
BMW AG519000
adidas AGA1EWWW
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Siemens AG723610
Yamana Gold Inc.357818
Steinhoff International N.V.A14XB9
BASFBASF11