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01.09.2012 03:00
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Wie Studenten ihre Ausbildung finanzieren können

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Angehende Akademiker brauchen viel Geld. Dieses kommt oft von den Eltern oder dem BAföG-Amt. Es gibt aber auch Alternativen.
€uro am Sonntag
von Samantha Meier

Wer zahlt mein Studium? Diese Frage stellen sich in diesem Jahr wieder Hundertausende Erstsemester. Bei den meisten werden wohl die Eltern die Kosten tragen. Das wissen auch Experten. „Die finanzielle Unterstützung für Studierende kommt überwiegend aus dem Elternhaus und vom BAföG“, sagt ­Georg Schlanzke vom Deutschen Studentenwerk. Laut Schlanzke braucht ein an­gehender Akademiker im Durchschnitt monatlich 812 Euro. In dieser Summe sind Lernmittel, Telefon, Kleidung, Versicherungen, Verkehrsmittel, Ernährung und Miete mit eingerechnet.

Das Bundesausbildungsförderungsgesetz, besser bekannt als BAföG, springt Studierenden bei, deren Eltern die Ausbildung nicht finanziell unterstützen können. Das Modell besteht zur einen Hälfte aus einem Zuschuss und zur anderen aus einem zinsfreien Darlehen. Doch auch hier gibt es Obergrenzen: Maximal 670 Euro gewährt das BAföG-Amt. Also doch jobben? Die neuen Bachelor- und Master-Studiengänge haben das Studium straffer und schulähnlicher gemacht. So finden viele Studenten keine Zeit mehr für einen Nebenjob. Doch es gibt Alternativen:

Warum nicht zur Bank?
Wer studieren möchte und keinen Anspruch auf BAföG hat, kann auf andere Studienfinanzierungen zurückgreifen. Das diesbezüglich bekannteste Modell ist der Studien­kredit. Hierbei nehmen die angehenden Akademiker bei einer Bank ­einen Kredit für ihr Studium auf und zahlen diesen, nachdem sie ihren Abschluss gemacht haben, unter bestimmten Voraussetzungen zurück. Den bekanntesten dieser Kredite bietet die bundeseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) an. ­Einige Banken haben auf dieses Konzept gesetzt, andere verfügen über eigene Modelle. €uro am Sonntag hat die wichtigsten Anbieter und ­deren Konditionen verglichen.

Eine andere Förderung vom Staat ist der Bildungskredit. Er läuft über maximal 24 Monate und enthält eine monatliche Auszahlung von 300 Euro. Der Kredit kann nur in der fortgeschrittenen Ausbildungsphase in Anspruch genommen werden. Der Vorteil des Bildungskredits: Dank der Bundesgarantie kostet er nur 2,09 Prozent effektiven Jahreszins. Der Bildungskredit kann zusätzlich zum BAföG in Anspruch ­genommen werden.

Bildungssparen
Pünktlich zum Semesterbeginn hat Wirtschaftsminister Philipp Rösler das Bildungssparen wieder auf die Agenda gesetzt. Bei diesem schon aus dem Koalitionsvertrag ­bekannten Konzept wird zur Ge-burt eines Kindes ein Konto angelegt, auf das monatlich eingezahlt wird. Dieses Geld kann das Kind ­später für seine Ausbildung verwenden. Die Bundesregierung plant, Bildungssparer mit 150 Euro Startguthaben zu unterstützen. Das Konzept steht allerdings noch auf wa­ckeligen Beinen und soll in dieser Legislaturperiode auch nicht mehr umgesetzt werden. Georg Schlanzke ist wenig begeistert vom Bildungssparen. „Wer seinem Kind von klein auf ein Konto anlegen kann, ist sicher gut beraten, allerdings sind die Eltern, deren Kinder BAföG beantragen müssen, vermutlich nicht in der Lage, schon vor Ausbildungsbeginn etwas auf die Seite legen zu ­können.“

Damit ist das Förderuniversum noch längst nicht durchmessen: Der sogenannte Bildungsfonds finanziert sich über private Geldgeber wie Kirchen. Der Studierende kann mit diesem Bildungsfonds sowohl Stu­diengebühren als auch das tägliche Leben und Auslandsaufenthalte finanzieren. Ist der Abschluss geschafft, geht es ans Zurückzahlen. Wie hoch die Raten sind, richtet sich nach dem Einkommen. Wer nach dem Studium arbeitslos ist, muss lediglich die Hälfte oder auch gar nichts zurückzahlen. ­Anbieter dieser Form sind zum Beispiel das bundesweite Bildungsfondskonzept CareerConcept oder Studienfonds der Deutschen Bildung.

Zuletzt gibt es noch das Studienbeitragsdarlehen. Es hilft ausschließ­lich, Studiengebühren zu finanzieren, nicht aber Essen, Miete und Kleidung. Informationen hierzu gibt es bei den Bildungsministerien oder den Unis.
Anbieter von Studienkrediten auf einen Blick (pdf)

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