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14.10.2015 18:19

Diese 11 Jobs gefährden eure (psychische) Gesundheit

Business Insider: Diese 11 Jobs gefährden eure (psychische) Gesundheit | Nachricht | finanzen.net
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Es ist Montagmorgen, der Wecker klingelt und nichts ist schlimmer als die Vorstellung, jetzt aufzustehen? Geschenkt, kennt jeder. Vielleicht hat man es am Sonntagabend ein bisschen übertrieben mit dem Glas Vino, oder man hat es vor lauter Netflix und Entspannung mal wieder nicht rechtzeitig ins Bett geschafft.

Manchmal wacht man aber auch einfach auf und nur der Gedanken an die Arbeit macht direkt krank. Man fühlt sich schon kraftlos und ausgelaugt, noch bevor die Woche überhaupt losgeht. Tritt dieses Problem öfter auf und will auch nicht mehr so richtig weggehen, könnte das ein Anzeichen für eine ausgewachsene Depression sein.

Rund vier Millionen Menschen leiden in Deutschland an einer echten depressiven Erkrankung, und manche Berufsgruppen sind besonders gefährdet.

Eine Studie der Universität von Cincinnati untersuchte zwischen 2002 und 2005 mehr als 200.000 erwachsene Arbeitnehmer im US-Bundesstaat Pennsylvania, um herauszufinden, in welchen Jobs Menschen am häufigsten depressiv werden. Die Kollegen von der WirtschaftsWoche haben daraus eine Liste der elf Krankmacher-Berufe zusammengetragen.

11. Journalisten und Autoren
Am Ende der Liste stehen wir, also alle, die Schreiben zu ihrem Beruf gemacht haben. Unter Journalisten und Autoren, aber auch unter ihren Verlegern, liegt der Anteil der Depressiven bei 12,4 Prozent.

10. Broker
Kaufen, verkaufen, halten. Auch wer Handel mit Wertpapieren oder Rohstoffen betreibt, ist gefährdet. Laut der Studie kämpfen 12,6 Prozent aller Broker mit leichten oder schweren Depressionen.

9. Parteien und Vereine
Ob nun ehrenamtlich oder hauptberuflich, die Mitgliedschaft in Organisationen kann schnell in viel Stress ausarten. Menschen, die sich in Parteien oder Vereinen engagieren, liegen daher auf Platz neun. Rund 13,3 Prozent von ihnen schlugen sich im Untersuchungszeitraum der Studie mit Depressionen herum.

8. Umweltschutz
Wer sich für Umweltschutz einsetzt, hat mit Sicherheit oft das Gefühl, gegen Windmühlen anzukämpfen. Das schlägt sich oft in Stress nieder - 13,4 Prozent der untersuchten Mitarbeiter in diesem Bereich gelten laut der Studie als depressiv.

7. Juristen
Juristen sind oft nicht sehr beliebt, besonders Anwälte und Rechtsberater dürften selten gut gelaunte Kunden haben. In dieser Liste belegen sie Platz sieben, mit einer rund 13,4-prozentigen Erkrankungsquote.

6. Personaldienstleister
Wer mit Menschen arbeiten muss, hat es schwer. Vor allem dort, wo diese Menschen als reine Rohstoffe angesehen werden. Personaldienstleister, also Mitarbeiter von Unternehmen wie Zeitarbeitsfirmen oder Personal-Service-Agenturen, haben eine Depressionsquote von 14,3 Prozent.

5. Produktion und verarbeitende Industrie
Dass aber andere Menschen für das eigene Unglück nicht unbedingt notwendig sind, zeigt der sechste Platz dieser Liste: Unter den Personen, die in der Industrie im Bereich Produktion und Verarbeitung beschäftigt sind, leiden ebenfalls zu 14,3 Prozent an Depressionen. Auch wenn bei den meisten anderen Einträgen dieser Liste der Mensch der schlimmste Stressfaktor zu sein scheint - jeden Tag ein paar hundert Schrauben festziehen zu müssen, scheint auch nur selten glücklich zu machen.

4. Soziale Arbeit
Der menschliche Kontakt, den Sozialarbeiter, Altenpfleger oder Streetworker jeden Tag haben, ist für die Gesellschaft ebenso unabdingbar wie für die Hilfsbedürftigen selbst. Aber die Angestellten setzen hier weit mehr ein, als nur ihre Zeit. Jeden Tag mit menschlichen Krisen umgehen zu müssen, ist bestimmt nicht einfach. Hinzu kommt eine chronisch schlechte Bezahlung gepaart mit ungeregelten Arbeitszeiten. Depressionsgefahr: 14,6 Prozent.

3. Immobilienmakler
Wer beruflich eher mit Häusern und Grundstücken zu tun hat als mit ihren Einwohnern, hat es nicht besser. Immobilienmakler landen mit einer Erkrankungsrate von 15,7 Prozent auf Platz drei der Liste. Ob das am schwankenden Gehalt liegt, oder an der Tatsache, dass niemand Leute mag, die gefühlt Geld für Nichtstun (einmal Tür aufschließen, Provision her) bekommen, bleibt Spekulation.

2. Nah- und Fernverkehr
Mitarbeiter im öffentliche Nah- und Fernverkehr haben es sehr oft mit ganz besonders übellaunigen Mitmenschen zu tun. Daher landen sie auf dem zweiten Rang. Mit einer Quote von 16,2 Prozent liegen sie weit über dem Durchschnitt der untersuchten Berufe (10,4 Prozent).

1. Manager und Führungskräfte
Oben wird die Luft dünn... Wer viel Verantwortung trägt, hat in der Regel lange Arbeitszeiten, viel Stress und noch viel mehr Probleme. Da hilft auch all das liebe Geld nicht weiter. Das zeigt jedenfalls eine Studie der SRH Heidelberg, die die psychische Gesundheit von deutschen Managern untersuchte. Mit einer Erkrankungsrate von rund 17 Prozent liegen Bosse deutlich über den Durchschnitt der Bevölkerung und sind traurige Spitzenreiter.

Aber ob nun in diesen Risikogruppen oder anderswo: Trotz der weiten Verbreitung von Depressionen in der Bevölkerung wird sie nur selten richtig erkannt. Experten schätzen, dass nur 20 bis 25 Prozent aller Erkrankten eine ausreichende Behandlung bekommen. Symptome wie Schlafstörungen, Energielosigkeit, Appetitverlust und Konzentrationsprobleme können alle auf eine depressive Erkrankung hindeuten und sind allemal ein guter Grund, sich einmal mit einem Arzt darüber zu unterhalten. Denn auch Morgens-Nicht-Aus-Dem-Bett-Kommen ist behandelbar.


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Bildquellen: Fernando Madeira / Shutterstock.com
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