23.10.2015 11:04

Mit diesen Tricks hört euch jeder zu

Business Insider: Mit diesen Tricks hört euch jeder zu | Nachricht | finanzen.net
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Wer eloquent ist, wird für schlau gehalten - und hier steht, wie ihr clever klingt.
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Manche Menschen können erzählen, was sie wollen, und es klingt einfach nur langweilig und dumm. Jeder, der so einem Menschen schon einmal zuhören musste, wird tunlichst versuchen, das in Zukunft zu vermeiden.

Und dann gibt es noch andere Menschen, die ebenfalls erzählen können, was sie wollen, und bei denen man gar nicht anders kann, als an ihren Lippen zu hängen und jedes Wort aufzusaugen. Wer seine Zuhörer so in den Bann ziehen kann, und zwar egal, ob er über den letzten Urlaub, Autos oder die Fortpflanzungsmethoden von Regenwürmern spricht, wird häufig auch als besonders intelligent angesehen. Zu verdanken hat er dies seiner Eloquenz, die ihm auch zahlreiche Neider einbringt. Doch die ist nicht angeboren, sondern kann erlernt werden. Also kein Grund, neidisch zu sein.

Wer die folgenden neun Tricks berücksichtigt, die Kollegen von Inc.com zusammengetragen haben, muss seine Zuhörer nicht mehr langweilen, sondern wird ein eloquenter Gesprächspartner, dem man gerne zuhört. Egal ob im direkten Gespräch, bei einer Präsentation in der Uni oder einem Vortrag in großer Runde.

1. Eine gerade Haltung beim Sprechen einnehmen
Zu Eloquenz zählen nicht nur die sprachlichen Fertigkeiten, sondern auch alles, was die Sprache begleitet. Auch über die Körpersprache wird mit dem Gegenüber kommuniziert. Sie trägt dazu bei, ob er gespannt zuhört oder sich gelangweilt abwendet.
Wer beim Sprechen eine gebückte Haltung einnimmt, zeigt damit mangelndes Vertrauen in sich selbst. Wie soll so jemand also seine Zuhörer überzeugen, wenn er das nicht einmal bei sich selbst schafft? Besser ist eine gerade, aber entspannte Haltung, egal ob im Sitzen oder Stehen. Das demonstriert Selbstvertrauen. Zu sehr sollte man es mit der geraden Haltung aber auch nicht übertreiben. Sonst wirkt es entweder so, als ob man sein Gegenüber gleich anfallen würde oder als ob man lieber davon laufen würde. Beides nicht sehr förderlich für ein anregendes Gespräch.

2. Den Kopf gerade halten
"Lass den Kopf nicht hängen" oder "Kopf hoch" sind nicht nur Floskeln. Neben unserem gesamten Körper zeigt auch unser Kopf anderen, ob wir an das glauben, was wir sagen. Um eloquent zu wirken, sollte man den Kopf also immer oben halten. Ein positiver Nebeneffekt: Eine gute Haltung entspannt auch den Nacken- und Halsbereich, was sich auch auf die Stimmbänder und den Klang der Sprache positiv auswirkt.

3. Sich auf die Zuhörer konzentrieren
Nichts ist in einem Gespräch irritierender, als wenn der Redner ständig seine Augen durch den Raum schweifen lässt. Denn dann haben die Zuhörer schnell das Gefühl, überhaupt nicht wichtig zu sein und hören schon bald nicht mehr zu. Eloquenz braucht aber Zuhörer. Die Konzentration auf den Gesprächspartner, oder in einer größeren Runde auf das Publikum, hat also höchste Priorität. Wenn möglich, sollte man auch nicht zur Seite blicken. Das könnte vom Gegenüber als Unehrlichkeit aufgefasst werden. Und wenn man vor einer größeren Rund spricht und ab und zu auf seine Notizen schauen muss? Dann sollte man das möglichst nur mit den Augen tun und nicht den gesamten Kopf nach unten sinken lassen (siehe auch Punkt zwei).

4. Eine Lautstärke wählen, in der man gut zu hören ist
Jeder der zuhört, muss auch etwas hören können, und diejenigen, die ganz nah beim Sprecher stehen, sollten kein Ohropax benötigen. Am besten fragt man bei größeren Gruppen einfach nach, ob jeder einen gut verstehen kann und holt sich ein Mikrophon, falls das nicht der Fall sein sollte. Auf keinen Fall sollte man anfangen zu schreien, da man so jede Glaubwürdigkeit sofort verspielt (und die Stimme so strapaziert, dass man bald nur noch flüstern kann).

5. Das Gesagte mit passenden Gesten unterstreichen
Wer schon einmal begabten Rednern zuhören durfte, wird festgestellt haben, dass sie wichtige Punkt mit Gesten unterstreichen. Das kann ein erhobener Zeigefinger oder eine ausladende Bewegung mit beiden Händen sein. Wie man Gesten effektiv einsetzt, lernt man am besten, indem man gute Redner kopiert. In jedem Fall sollte das Gestikulieren nicht zum Fuchteln werden. Daher gilt auch: Wenn es nichts zu unterstreichen gibt, sollten die Hände still sein. Unsere Bundeskanzlerin nutzt in diesem Fall etwa die Merkelraute, aber auch andere Handpositionen sind erlaubt. Wichtig ist nur, dass die Hände wirklich still sind und nicht mit Notizzetteln, dem Wasserglas oder dem Ring spielen, denn das ist ein Zeichen von Nervosität. Eloquente Redner sind natürlich nie nervös.

6. Den gesamten Körper strategisch einsetzen.
Das geht besonders gut, wenn man auf einer Bühne vor großem Publikum spricht. Dann kann man sich einfach an eine andere Stelle stellen, wenn man inhaltlich zu einem neuen Punkt kommt. Aber auch in einem einfachen Gespräch kann man seinen Körper strategisch einsetzen. Zum Beispiel indem man sich leicht nach vorne lehnt, um einen wichtigen Punkt zu unterstreichen, oder die Sitz- oder Stehposition leicht ändert, wenn man zu einem neuen Thema übergeht.

7. Lebhafte Worte benutzen, die jeder versteht
Wer häufig Phrasen und Klischees bedient, klingt weder besonders intelligent, noch besonders eloquent. Gegen bildhafte und lebendige Sprache ist im Grunde nichts einzuwenden, sie sollte nur unerwartet eingesetzt werden. Statt "Das gibt es wie Sand am Meer" könnte man beispielsweise sagen "Das ist so gewöhnlich wie eine Stubenfliege", um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.
Dass man darüber hinaus keine Fremdwörter benutzen sollte, wenn man bei seinem Gesprächspartner gut ankommen will, versteht sich von selbst. Wer mit klug klingenden Wörtern um sich wirft, die kaum jemand kennt, gilt schnell als eingebildeter Snob. Wenn sich Fremdwörter aufgrund des Themas nicht vermeiden lassen, sollten sie mit einer kleinen Erklärung eingeführt werden. Dann weiß jeder Zuhörer gleich, was gemeint ist.

8. Die Sprechgeschwindigkeit wechseln
Wer seine Zuhörer vergraulen möchte, der spricht am besten monoton und immer in der gleichen Geschwindigkeit. Dann hört bestimmt keiner mehr zu, egal wie spannend das Gesagte eigentlich ist. Wer seine Zuhörer aber lieber behalten will, sollte öfter einmal die Sprechgeschwindigkeit wechseln. Zusammenfassungen können beispielsweise schneller vorgetragen werden als neue Informationen, die von den Zuhörern erst einmal verarbeitet werden müssen. Auch sonst empfiehlt es sich, bei wichtigen Informationen lieber einen Gang zurückzuschalten, um so ihren Wert zusätzlich zu unterstreichen.

9. Pausen nutzen um Betonungen zu setzen
Bei Eloquenz geht es aber nicht nur um Sprache und Körpersprache, sondern auch um das richtige Schweigen. Wer bei wichtigen Punkten langsamer spricht und zusätzlich danach noch eine kurze Pause einlägt, schafft für seine Zuhörer die optimale Atmosphäre, um sich mit dem Gesagten auseinanderzusetzen und es wirklich zu begreifen. Doch nicht nur nach wichtigen Aspekten, sondern auch davor können Pausen angebracht sein. Wenn man über eine interessante Frage spricht und dann kurz vor der Auflösung eine Pause macht, schafft das Spannung und die Zuhörer können gar nicht anders, als an den Lippen des Sprechers zu hängen und auf seine nächsten Worte zu warten.


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Bildquellen: AnetaPics / Shutterstock.com
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