finanzen.net
11.01.2018 06:34
Bewerten
(0)

Krankenkassen pochen auf Gesamtkonzept für Pflege im Krankenhaus

DRUCKEN

BERLIN (dpa-AFX) - Die Krankenkassen pochen bei Union und SPD kurz vor dem erwarteten Ende ihrer Sondierung auf ein Gesamtkonzept für bessere Pflege am Krankenbett. Sie warnten davor, dass eine neue große Koalition "immer mehr Geld mit der Gießkanne an alle Krankenhäuser" ausschüttet, wie der Vize-Chef des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenversicherung, Johann-Magnus von Stackelberg, der Deutschen Presse-Agentur sagte.

"Wer meint, mit zusätzlichem Geld für eine angeblich nicht finanzierte Tarifsteigerung Personalprobleme bei der Pflege im Krankenhaus zu lösen, der irrt", sagte Stackelberg. CDU und CSU wollen, dass die Lohnsteigerungen in den Krankenhäusern von den Krankenkassen voll bezahlt werden. Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hatte im Dezember der "Rheinischen Post" gesagt, Tariferhöhungen für Pflegekräfte im Krankenhaus müssten künftig vollständig von den Kassen bezahlt werden.

Stackelberg hielt dem entgegen: "Die gesetzliche Krankenversicherung bezahlt den Krankenhäusern für ihre laufenden Kosten schon heute mehr, als für den kompletten Ausgleich der Tarifsteigerungen notwendig wäre."

Eine bessere Pflege am Krankenbett wollten auch die Kassen. "Wer tatsächlich etwas für Pflegekräfte im Krankenhaus tun will, muss innerhalb eines Gesamtkonzepts zusätzliches Geld an zielgerichtete Maßnahmen binden, wie beispielsweise konkrete Personaluntergrenzen", forderte Stackelberg. "So ließe sich verhindern, dass nachts keine Krankenschwester mehr alleine auf einer Station Dienst tun muss." Weitere Gelder für einen angeblich notwendigen Ausgleich der Kosten von Tarifsteigerungen seien eine schöne Illusion der Klinikträger. Die realen Probleme von Pflegekräften würden so nicht gelöst.

Gröhe hatte hingegen argumentiert: "Wenn Kliniken Lohnerhöhungen für Pflegekräfte durch Personalabbau an anderer Stelle finanzieren und damit die Arbeitsbedingungen der Pflegekräfte verschlechtern, hilft das niemandem."

Im Auftrag der Politik sollen Kassen und Krankenhausgesellschaft DKG bis zum Sommer Untergrenzen fürs Personal zum Beispiel für die Pflege in Intensivstationen oder den Nachtdienst festlegen. DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum forderte nun, diesen Weg nicht weiter auszubauen. Eine Ausweitung nicht realisierbarer Untergrenzen dürfe es nicht geben, sagte Baum der "Ärzte Zeitung". Hauptproblem seien vielmehr Personalkosten - und nicht ausfinanzierte Tarifsteigerungen. Derzeit seien zwischen 10 000 und 15 000 Pflegestellen in den Krankenhäusern nicht besetzt.

Grundsätzlich bezahlen die Kassen die Behandlungen, also insgesamt die laufenden Betriebskosten - die Bundesländer sind verantwortlich für Gebäude und Geräte. Die Politik hatte die Kassen verpflichtet, Tarifsteigerungen teils zu bezahlen. Auch wenn dieser Posten die Lohnerhöhungen nicht voll abdeckt, zahlen die Kassen aus ihrer Sicht unterm Strich immer mehr für den laufenden Klinikbetrieb. So werden laut Krankenkassen bereits seit Jahren die einzelnen Klinikleistungen überbezahlt - und das in steigendem Maß. Zugleich beklagen die Kassen seit Langem, dass die Länder zu wenig für die Modernisierung von Kliniken bezahlen und dies deshalb mit Mitteln für den Krankenhausbetrieb quersubventioniert wird./bw/DP/zb

  • PKV
  • BU
  • UV
  • ZV
  • KFZ
  • Rechtsschutz
Anzeige

Nachrichten zu Fresenius SE & Co. KGaA (St.)

  • Relevant
    1
  • Alle
    1
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?
Euro am Sonntag-Aktien-Check
Fresenius: Gewinnmaschine gerät ins Stottern
Nach den guten Nachrichten zu Akorn müssen Fresenius-Aktionäre einen herben Rückschlag hinnehmen: Das Dialysegeschäft schwächelt. Und nicht nur das. Was mit der Aktie los ist.

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Fresenius SE & Co. KGaA (St.)

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
19.10.2018Fresenius SECo buyWarburg Research
18.10.2018Fresenius SECo buyDeutsche Bank AG
18.10.2018Fresenius SECo kaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
18.10.2018Fresenius SECo buyKepler Cheuvreux
18.10.2018Fresenius SECo HaltenDZ BANK
19.10.2018Fresenius SECo buyWarburg Research
18.10.2018Fresenius SECo buyDeutsche Bank AG
18.10.2018Fresenius SECo kaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
18.10.2018Fresenius SECo buyKepler Cheuvreux
17.10.2018Fresenius SECo buyCFRA
18.10.2018Fresenius SECo HaltenDZ BANK
17.10.2018Fresenius SECo HaltenIndependent Research GmbH
17.10.2018Fresenius SECo NeutralGoldman Sachs Group Inc.
02.10.2018Fresenius SECo HaltenDZ BANK
01.10.2018Fresenius SECo NeutralGoldman Sachs Group Inc.
17.09.2018Fresenius SECo SellUBS AG
06.08.2018Fresenius SECo SellUBS AG
02.08.2018Fresenius SECo SellUBS AG
31.07.2018Fresenius SECo SellUBS AG
19.07.2018Fresenius SECo SellUBS AG

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Fresenius SE & Co. KGaA (St.) nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen

Berufsunfähigkeitsversicherung

Heute im Fokus

DAX vorbörslich unter Druck -- Börsen in Asien in Rot -- US-Richterin will Strafe für Monsanto abmildern - Bayer will Berufung einlegen -- Sartorius bestätigt Ausblick -- Ströer im Fokus

Gewerkschaft warnt RWE vor betriebsbedingten Kündigungen. Investorenkonferenz in Riad beginnt - Zahlreiche Absagen im Vorfeld. Ikea macht in Deutschland erstmals mehr als 5 Milliarden Euro Umsatz.
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Fünf deutsche Internet-Aktien, die Sie kennen sollten!

Das Gute liegt oft so nah. Heimische Internet-Unternehmen rollen den Markt auf. Im neuen Anlegermagazin erwartet Sie ein Special über deutsche Internet-Aktien, die Sie kennen sollten.
Kostenfrei registrieren und lesen!

Umfrage

Italien plant eine höhere Neuverschuldung und befindet sich damit auf Konfrontationskurs zur EU. Sollte die EU nachsichtig mit Italien sein?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Aurora Cannabis IncA12GS7
Daimler AG710000
Deutsche Bank AG514000
Amazon906866
Wirecard AG747206
BVB (Borussia Dortmund)549309
BASFBASF11
Apple Inc.865985
Deutsche Telekom AG555750
CommerzbankCBK100
BYD Co. Ltd.A0M4W9
EVOTEC AG566480
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Steinhoff International N.V.A14XB9
Siemens AG723610